Fritz Poppenberg

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Fritz Poppenberg (* 1949) ist ein deutscher Autorenfilmer, Kameramann, Produzent und Regisseur. Er produziert vor allem Dokumentationen über kontrovers diskutierte Themen wie über die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus und ab August 1950 in der DDR, über die aktuelle weltweite Verfolgung von Christen, über Schöpfung im kreationistischen Sinne und über die Lebensrechtsbewegung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poppenberg machte zunächst eine Lehre zum Lithographen, bevor er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und später an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin studierte.

Fritz Poppenberg, der unter anderem die Kamera bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ führte, produziert heute als Autorenfilmer vorwiegend Dokumentationen zu den eingangs genannten Themen. Dabei stellt er sich auf die Seite der Schwächeren und betrachtet die Situation aus deren Perspektive.[1] Heute lebt und arbeitet er in Berlin.

Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Filme „Mein Vater“ (1982), und „Die AIDS-Rebellen“ (1992) erhielten von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat „Besonders Wertvoll“.

Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera führt Poppenbergs kreationistische Filme wie „Hat die Bibel doch Recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise“ und ihre Fortsetzungen als Beispiel für den zunehmenden Kreationismus in Deutschland an.[2] Der Film wurde vom Christlichen Medienverbund KEP ausgezeichnet.[3]

Poppenbergs Film „Maria und ihre Kinder“ erzählt von Maria Grundberger, die seit Jahren vor einer Klinik Frauen anspricht, die sich oft in einer Zwangssituation befinden. Die Dokumentation berichtet, wie sie es geschafft habe, hunderte Mütter von einem Schwangerschaftsabbruch abzubringen. Der Film will daran erinnern, „dass es zu den Grundfesten unserer Kultur gehört, gerade diejenigen zu schützen, die über keine eigene Stimme verfügen“.[4] Er wurde am 22. September 2007 in der Berliner Urania uraufgeführt.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Mein Vater
  • 1988: Unter Jehovas Schutz. Zwei Freundinnen erinnern sich an die Zeit im Konzentrationslager
  • Die AIDS-Rebellen (1992)
  • Fürchtet Euch nicht. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas unter dem Nazi-Regime (1997)
  • Hat die Bibel doch recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise (1998)
  • Folget mir nach. Jehovas Zeugen unter dem DDR-Regime (1999)
  • Blut, auf Leben und Tod. Bluttransfusionen in der Kritik (2000)
  • Gott würfelt nicht. Über den erbitterten Kampf zwischen Wissenschaft und Ideologie (2001)
  • Gebt dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist. Stehen den Zeugen Jehovas die Körperschaftsrechte zu? (2002)
  • „Das Mädchen mit dem lila Winkel“ – Wie die 18-jährige Hermi das Konzentrationslager überlebte (2003)
  • Der Fall des Affenmenschen. Die Evolutionstheorie kann die Herkunft des Menschen nicht erklären (2004)
  • Der Maler Heinz Tetzner (2007)
  • „Maria und ihre Kinder“ – Über ein gesellschaftliches Tabu (2007)
  • Wie tolerant ist der Islam? – Der Angriff auf das Kloster Mor Gabriel (2009)

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Medienpreis Goldener Kompass für Hat die Bibel doch recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise, 1999
  • Erster Platz für Beste Gestaltung auf dem 4th Golden Decade Awards, Chicago, USA, 2000 für Hat die Bibel doch recht? Der Evolutionstheorie fehlen die Beweise, 1999
  • Prädikat Wertvoll für „Grohnde“, Dokumentarfilm, 1977
  • Prädikat Besonders Wertvoll für „Mein Vater“, Dokumentarfilm, 1981
  • Film des Monats der Evangelischen Filmarbeit
  • Prädikat Wertvoll für „Gestrandete auf hoher See“, Dokumentarfilm, 1985
  • Prädikat Besonders Wertvoll für „Die AIDS Rebellen“, Dokumentarfilm, 1991
  • Prädikat Wertvoll für „Fürchtet Euch Nicht“, Dokumentarfilm 1997

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Referat über die NS-Opfergruppe vor dem Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Johannes Wrobel (19. Juli 2001) Die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus. PDF auf Website: jwhistory.net. Abgerufen am 1. Juni 2014
  2. Peter Carstens (2011) „Der Kreationismus ist ein florierendes Business“. In Zeitschrift: GEO. Abgerufen am 1. Juni 2014
  3. Ulrich Kutschera (15. Februar 2009) Evolutionslehre: Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten. In: Spiegel Online. Abgerufen am 1. Juni 2014
  4. Poppenbergs Film „Maria und ihre Kinder“ – Über ein gesellschaftliches Tabu. Abgerufen am 1. Juni 2014