Fritz Strack

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fritz Strack (* 6. Februar 1950 in Landau in der Pfalz) ist ein deutscher Sozialpsychologe und Hochschullehrer.

Fritz Strack

Wissenschaftlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Strack studierte Psychologie an der Universität Mannheim und an der Stanford University. Er wurde 1983 an der Universität Mannheim bei Martin Irle promoviert. Nach einem Aufenthalt als Postdoc an der University of Illinois at Urbana-Champaign habilitierte er sich 1989 an der Universität Mannheim und war von 1990 bis 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter am damaligen Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München.

Strack war von 1991 bis 1995 Professor an der Universität Trier. Von 1995 bis 2016 war er Professor für Sozialpsychologie an der Universität Würzburg und Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie II. Von 1997 bis 2014 fungierte er als Geschäftsführender Vorstand des Würzburger Instituts für Psychologie.

Fritz Strack war Mitherausgeber der Zeitschrift für Sozialpsychologie (jetzt Social Psychology), Herausgeber des European Journal of Social Psychology und beigeordneter Herausgeber (Associate Editor) der US-amerikanischen Zeitschrift Psychological Science.

Von 2005 bis 2008 war er Präsident der European Association of Experimental Social Psychology (jetzt European Association of Social Psychology).

Im Jahr 2004 stiftete Strack den Oswald-Külpe-Preis der Universität Würzburg und 2015 den Martin-Irle-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strack befasst sich mit Themen wie Soziale Kognition, Urteils- und Entscheidungsprozesse, Emotionen sowie automatische und kontrollierte Prozesse der Verhaltenssteuerung. Dabei geht es um das Zusammenwirken von Emotionen, subjektives Erleben sowie um Denkprozesse bei der Steuerung menschlichen Verhaltens. Stracks Studie (mit Leonard Martin und Sabine Stepper) zum Einfluss des Gesichtsausdrucks auf die Beurteilung des Witzigkeit von Karikaturen gilt als wichtiger Beitrag zur Prüfung der Facial-Feedback-Hypothese und als klassische Studie des Forschungsgebiets Embodiment. Weitere Themen sind die Erforschung der kognitiven Prozesse bei der Ankerheuristik, beim Priming und bei der Beurteilung des eigenen Wohlbefindens. Außerdem hat er mit Roland Deutsch ein Zwei-System-Modell menschlichen Verhaltens (Reflective-Impulsive Model) entwickelt, für das die Autoren mit dem theoretischen Innovationspreis einer US-amerikanischen wissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet wurden.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftliche Beiräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.spsp.org/annualawards/wegner-theoretical-innovation-prize
  2. http://www.pmigconference.com/ostrom-award
  3. Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Fritz Strack (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 22. Juli 2016.
  4. https://www.psychologie.hu-berlin.de/de/institut/organisation/ir-2014-05-07
  5. http://www.sesp.org/content.asp?contentid=142
  6. http://www.iast.fr/