Fritz Strack

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Fritz Strack (* 6. Februar 1950 in Landau in der Pfalz) ist ein deutscher Sozialpsychologe und Hochschullehrer.

Fritz Strack, vor 2016

Wissenschaftlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Strack studierte Psychologie an der Universität Mannheim und an der Stanford University. Er hat 1983 an der Universität Mannheim bei Martin Irle im Hauptfach und bei Hans Albert im Nebenfach promoviert. Nach einem Aufenthalt als Postdoc an der University of Illinois at Urbana-Champaign habilitierte er sich 1989 an der Universität Mannheim und forschte von 1990 bis 1991 als Senior Scientist am damaligen Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München.

Von 1991 bis 1995 war Strack Professor für Sozialpsychologie an der Universität Trier, von 1995 bis 2016 Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie II an der Universität Würzburg und von 1997 bis 2014 Geschäftsführender Vorstand des dortigen Instituts für Psychologie.

Fritz Strack war Mitherausgeber der Zeitschrift für Sozialpsychologie (jetzt Social Psychology[1]), Herausgeber des European Journal of Social Psychology[2] und beigeordneter Herausgeber (Associate Editor) der US-amerikanischen Zeitschrift Psychological Science[3].

Von 2005 bis 2008 war er Präsident der European Association of Experimental Social Psychology (jetzt European Association of Social Psychology).[4]

Im Jahr 2004 stiftete Strack den Oswald-Külpe-Preis der Universität Würzburg und 2015 den Martin-Irle-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Forschung befasste sich Strack mit Themen wie Soziale Kognition, Urteils- und Entscheidungsprozessen, Emotionen sowie automatischen und kontrollierten Prozessen der Verhaltenssteuerung. Dabei ging es um das Zusammenwirken von Emotionen, um subjektives Erleben sowie um Denkprozesse in ihrem Einfluss auf menschliches Verhalten. Stracks Studie (mit Leonard Martin und Sabine Stepper) zum Einfluss des Gesichtsausdrucks auf die Beurteilung des Witzigkeit von Karikaturen gilt als wichtiger Beitrag zur Prüfung der Facial-Feedback-Hypothese und als klassische[5] Studie des Forschungsgebiets Embodiment. Weitere Themen waren die Erforschung der kognitiven Prozesse bei der Ankerheuristik, beim Priming und bei der Beurteilung des eigenen Wohlbefindens. Außerdem hat er mit Roland Deutsch ein Zwei-System-Modell menschlichen Verhaltens (Reflective-Impulsive Model) entwickelt, für das die Autoren mit dem theoretischen Innovationspreis einer US-amerikanischen wissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet wurden.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftliche Beiräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgewählte Publikationen:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.hogrefe.com/us/journal/social-psychology
  2. https://onlinelibrary.wiley.com/journal/10990992?tabActivePane=
  3. https://journals.sagepub.com/home/pss
  4. NationaleAkademiederWissenschaftenLeopoldinawww.leopoldina.org1CurriculumVitaeProf.Dr.FritzStrack, auf leopoldina.org, abgerufen am 30. Januar 2021
  5. https://science.sciencemag.org/content/316/5827.cover-expansion
  6. Wegner Theoretical Innovation Prize Past Recipients, auf spsp.org, abgerufen am 30. Januar 2021
  7. Thomas M. Ostrom Award, auf pmigconference
  8. Mitgliedseintrag von Fritz Strack (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 22. Juli 2016.
  9. Protokoll der Sitzung des Institutsrates vom 7. Mai 2014, auf psychologie.hu-berlin.de
  10. Distinguished Scientist Award Recipients, auf sesp.org
  11. Announcing the 2019 Ig Nobel Prize Winners, abgerufen am 13. September 2019, englisch
  12. INSTITUTE FOR ADVANCED STUDY IN TOULOUSE