Fritz von Waldthausen

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Fritz von Waldthausen (* 9. Mai 1887 in Bremen; † 12. Dezember 1957 in Essen) war ein deutscher Bankier und Mitglied der Industriellenfamilie Waldthausen.

Leben[Bearbeiten]

Villa Fritz von Waldthausen
Grabmal auf dem Friedhof Bredeney

Fritz von Waldthausen wuchs in Bremen auf. Er absolvierte nach dem Besuch eines humanistischen Gymnasiums eine Bankausbildung. Es folgte ein volkswirtschaftliches und juristisches Studium mit anschließender Promotion zum Dr. oec. publ. Im Jahre 1921 zog er nach Essen um, wo ein großer Teil der Familie Waldthausen beheimatet ist. Zusammen mit seinem Cousin Ernst gründete er die Privatbank Waldthausen & Co. Wie auch die übrigen Familienmitglieder legte er die geschäftlichen Schwerpunkte in die industrielle Entwicklung.

In Essen-Bredeney ließ er 1922 am Markuspfad von dem Architekten Oskar Kunhenn eine großzügige Villa bauen. Später wohnte dort für einige Jahre auch seine Adoptivtochter Marianne mit ihrem Ehemann Richard von Weizsäcker.

Im Jahre 1937 wurde Fritz von Waldthausen in den Aufsichtsrat der Rheinstahl AG gewählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er zusammen mit dem Bankier August von Finck das Düsseldorfer Bankhaus Waldthausen & Co. Von 1958 bis 1962 war Richard von Weizsäcker persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses. Als Bankier war Fritz von Waldthausen Mitglied in zahlreichen Vorständen und Aufsichtsräten.

Mit seinem ausgeprägten sozialen und kirchlichen Engagement genoss Fritz von Waldthausen hohes Ansehen. So hatte er einen wesentlichen Anteil am Zustandekommen des Deutschen Evangelischen Kirchentags 1950 in Essen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]