Frode Estil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frode Estil Skilanglauf
Frode Estil (2007)

Frode Estil (2007)

Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 31. Mai 1972
Geburtsort Lierne
Karriere
Verein Lierne Ski
Status zurückgetreten
Karriereende 2008
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 4 × Gold 2 × Silber 3 × Bronze
Nationale Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2002 Salt Lake City 15 km klassisch
0Gold0 2002 Salt Lake City Verfolgung
0Gold0 2002 Salt Lake City Staffel
0Silber0 2006 Turin Skiathlon
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Silber0 2001 Lahti 30 km klassisch
0Gold0 2001 Lahti Staffel
0Bronze0 2003 Val di Fiemme 30 km klassisch
0Bronze0 2003 Val di Fiemme 15 km klassisch
0Gold0 2003 Val di Fiemme Staffel
0Bronze0 2005 Oberstdorf Skiathlon
0Gold0 2005 Oberstdorf Staffel
0Gold0 2005 Oberstdorf 50 km klassisch
0Silber0 2007 Sapporo 50 km klassisch
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 8. Januar 1995
 Weltcupsiege im Einzel 4  (Details)
 Gesamtweltcup 5. (2001/02)
 Sprintweltcup 18. (1997/98, 1998/99)
 Distanzweltcup 3. (2003/04)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 4 7 9
 Staffel 5 0 2
letzte Änderung: 15. März 2009

Frode Estil (* 31. Mai 1972 in Lierne, Nord-Trøndelag) ist ein ehemaliger norwegischer Skilangläufer. Er galt als einer der weltweit besten Langläufer im klassischen Stil. Mit Ausnahme der Verfolgungsrennen, die zur Hälfte im Freistil gelaufen werden, errang Estil alle seine Erfolge in dieser Lauftechnik.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Estil gewann 1999 sein erstes Weltcuprennen, einen 30-km-Lauf in Davos. Im Verlaufe seiner Karriere folgten drei weitere Siege, sechs zweite Plätze und acht dritte Plätze. Seine beste Platzierung im Gesamtweltcup erreichte er in der Saison 2001/02, als er Fünfter wurde.

Bei den Olympischen Winterspielen 2002 gewann Estil Gold im 20-km-Verfolgungsrennen und mit der Staffel sowie Silber über 15 km. Das Verfolgungsrennen beendete er zeitgleich mit Thomas Alsgaard auf dem zweiten Platz. Doch Sieger Johann Mühlegg wurde des Dopings überführt und im Februar 2004 vom IOC disqualifiziert. Alsgaard und Estil erhielten beide die Goldmedaille zugesprochen. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 kam eine Silbermedaille im 30-km-Verfolgungsrennen hinzu. Kurz nach dem Start stürzte er nach einem Skibruch, begann eine Aufholjagd vom letzten Platz an die Spitze und verlor auf den Sieger Jewgeni Dementjew nur 1,6 Sekunden.

Bei der WM 2001 gewann Estil Silber über 30 km, bei der WM 2003 Bronze über 15 km und 30 km. Bei der WM 2005 gewann er die Bronzemedaille im 30-km-Verfolgungsrennen und wurde Weltmeister über 50 km. Seine letzte Medaille gewann er bei der WM 2007 in Sapporo, als er 50 km Zweiter wurde.

Nach der Saison 2006/07 beendete Estil seine Weltcup-Karriere. Er tritt aber weiterhin bei FIS-Rennen und im Marathon Cup an.

2007 wurde er mit der Holmenkollen-Medaille geehrt. Er lebt in Meråker, ist verheiratet und hat einen Sohn.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillen bei Olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillen bei Nordischen Skiweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001 in Lahti: Gold mit der Staffel, Silber über 30 km
  • 2003 im Val di Fiemme: Gold mit der Staffel, Bronze über 15 km, Bronze über 30 km
  • 2005 in Oberstdorf: Gold mit der Staffel, Gold über 50 km, Bronze im Skiathlon
  • 2007 in Sapporo: Silber über 50 km

Siege bei Weltcuprennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 18. Dezember 1999 SchweizSchweiz Davos 30 km klassisch
2. 14. Dezember 2002 ItalienItalien Cogne 30 km klassisch Massenstart1
3. 10. Januar 2004 EstlandEstland Otepää 30 km klassisch Massenstart
4. 7. März 2004 FinnlandFinnland Lahti 15 km klassisch Individualstart
1 Zeitgleich mit Anders Aukland.

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 10. März 2002 SchwedenSchweden Falun 4 × 10 km Staffel2
2. 19. Januar 2003 TschechienTschechien Nové Město na Moravě 4 × 10 km Staffel3
3. 14. Dezember 2003 SchweizSchweiz Davos 4 × 10 km Staffel4
4. 12. Dezember 2004 ItalienItalien Lago di Tesero 4 × 10 km Staffel5
5. 25. März 2007 SchwedenSchweden Falun 4 × 10 km Staffel6
3 Mit Anders Aukland, Tore Ruud Hofstad und Thomas Alsgaard.
4 Mit Anders Aukland, Kristen Skjeldal und Tor Arne Hetland.
5 Mit Jens Arne Svartedal, Odd-Bjørn Hjelmeset und Tore Ruud Hofstad.
6 Mit Øystein Pettersen, Odd-Bjørn Hjelmeset und Petter Northug.

Siege bei Continental-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 17. Dezember 1995 NorwegenNorwegen Savalen 15 km klassisch Continental Cup
2. 5. Januar 1997 SchwedenSchweden Hudiksvall 15 km klassisch Continental Cup

Medaillen bei nationalen Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Silber über 15 km, Bronze mit der Staffel
  • 1998: Gold mit der Staffel, Bronze über 15 km, Bronze über 30 km
  • 1999: Gold über 50 km
  • 2000: Silber mit der Staffel
  • 2002: Gold mit der Staffel
  • 2003: Gold mit der Staffel, Silber über 10 km, Silber über 50 km
  • 2004: Silber im Teamsprint
  • 2005: Gold im Skiathlon
  • 2006: Silber im Skiathlon, Bronze über 15 km
  • 2007: Gold im Skiathlon, Silber über 50 km, Bronze über 15 km

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
1995/96 48 42. -
1996/97 17 63. 17 48.
1997/98 240 12. 142 9.7 98 18.
1998/99 219 19. 89 16.7 130 18.
1999/2000 324 12. 141
134
6.7
20.8
49 32.
2000/01 370 8. -
2001/02 404 5. 32 39.
2002/03 414 6. 8 58.
2003/04 558 6. 558 3. -
2004/05 214 25. 214 14. -
2005/06 373 9. 373 4. -
2006/07 381 10. 285 5. -
7 Langdistanzweltcup.
8 Mitteldistanzweltcup.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frode Estil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien