Frotheim

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Frotheim
Stadt Espelkamp
Koordinaten: 52° 21′ 22″ N, 8° 40′ 31″ O
Höhe: 52 m ü. NN
Fläche: 18,66 km²
Einwohner: 2674 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32339
Vorwahlen: 05743, 05772
Karte
Lage von Frotheim in Espelkamp

Frotheim ist ein Stadtteil von Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke, Regierungsbezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe) gelegen.

Frotheim ist ein mittelgroßes Dorf mit etwa 3000 Einwohnern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt in einer ländlichen und ruhigen Umgebung. Im Nordwesten liegt die Kleinstadt Espelkamp, zu der Frotheim verwaltungsrechtlich gehört. Südlich liegt Lübbecke, östlich Minden, die beiden Kreisstädte (sogenannter Mühlenkreis Minden-Lübbecke), zu denen Frotheim gehört. Ortsvorsteher ist Wilhelm Stockmann (CDU).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurde Frotheim nach Espelkamp eingemeindet. Ein Gebietsteil mit zehn Einwohnern wurde nach Lübbecke umgegliedert.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frotheim gibt es diverse klein- und mittelständische Unternehmen. Am Rande Frotheims liegt ein Campingplatz.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht der Alten Klus von Osten
Im Giebel sind die geschichtlichen Daten festgehalten.

Frotheims Wälder eignen sich gut für Fahrradtouren. Der Osterwald im Norden sowie das nord-westliche Waldgebiet im Ortsteil Diekerort (nahe Espelkamp) auf dem "Hexenhügel" sind beliebte Ausflugsziele.

Im Ort findet man die Alte Klus, eine Fachwerk-Kapelle, die 1818 erbaut wurde. 1987 wurde die Renovierung mit der Erneuerung des Westgiebels abgeschlossen, heute wird sie für Trauungen und Gottesdienste genutzt. Seit 2008 findet jährlich das Frotheim Open Air statt, ein Musikfestival der härteren oder alternativen Rockmusik.

Des Weiteren findet Ende August alljährlich der Dresch- und Backtag, der der Brauchtumspflege dient, auf dem Hof Stockmann statt. Das Fest für Jung und Alt beinhaltet Dreschvorführungen nach alter Tradition, eine Gewerbeschau, einen Kinderflohmarkt, eine Alttraktorenausstellung und vieles mehr.

Der Mittellandkanal liegt direkt am südlichen Ortsrand Frotheims. Dort findet man auch das Frotheimer Moor, welches früher zum Abbau von Torf genutzt wurde; heute ist dort ein Wander- und Lehrpfad angelegt.

Der größte Verein im Ort ist der VfL Frotheim.

Mundart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in Frotheim gesprochene Plattdütsch unterscheidet sich von dem der umliegenden Dörfer. Beispiele:[3][4]

Hochdeutsch Frotheim Rahden Hille Alswede
Der Igel Däi Tiuniagel ... ... ...
Fuchs Foss ... ... ...
Blaubeeren Büwicken ... ... ...
Erdbeeren Alwicken Erdbieren ... ...
Flieder Zeräen ... ... ...
Schaf Schäap Schop ... ...
Kirschen Kisken Kiersken ... ...
blühen bleuet blaiet ... ...
Ziegen Ziëgen ... ... ...
Sau Suegen Sogen ... ...
Kuh Keou Kau ... ...
Huhn Houn Haun ... ...
hoch houch ... ... ...
Menschen Minsken ... ... ...
Frotheim Fräapm Froupen ... ...
durcheinander dürnaner ... ... ...

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Person: Wilhelm Stockmann abgerufen am 21. September 2017
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 324 f.
  3. Hans-Gustav Berner: „Un Koarl es freouh, döit nix veroen“, Plattdeutsche Gedichte in Frotheimer Mundart (inkl. umfangreiches Wörterverzeichnis und Audio-CD; Mitarbeit: Mitglieder des Plattdeutschen Arbeitskreises der Frotheimer Dorfgemeinschaft)
  4. Gerhard Wiegmann