Frumentius Renner

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Pater Frumentius Renner (geboren am 2. Mai 1908 in Schnürpflingen, gestorben am 18. Dezember 2000 in Buchloe), bürgerlich Franz Xaver Renner, war ein deutscher römisch-katholischer Priester, Benediktiner und Autor.[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Xaver Renner wurde am 2. Mai 1908 in Schnürpflingen geboren. Er besuchte von 1915 bis 1920 die Volksschule dortselbst und von 1920 bis 1928 die Gymnasien in Sankt Ottilien und Dillingen an der Donau. In Sankt Ottilien studierte er Philosophie und Theologie. Am 13. Mai 1929 legte er seine Profess als Novize in der Erzabtei Sankt Ottilien ab, nahm den Ordensnamen Frumentius an und erhielt am 17. März 1934 die Priesterweihe von Bischof Joachim Ammann.[2]

Während des Zweiten Weltkriegs leistete er seinen Wehrdienst als Sanitäter im Lazarett des Benediktinerklosters. Nach Kriegsende war er an der Wiederherstellung des Geläutes beteiligt. Von 1935 bis 1947 war er Zelator, von 1958 bis 1984 Archivar und Chronist, von 1974 bis 1985 Redakteur des Missionszeitschrift der Erzabtei. 1998 verfasste er Biografien von Märtyrern des Benediktinerordens. Am Gymnasium in Sankt Ottilien unterrichtete er Latein, Klavier- und Orgelspiel; bis 1993 war er Organist der Erzabtei.[2]

Inhaltlich beschäftigte sich Renner auch mit Naturheilkunde und pseudowissenschaftlichen sowie esoterischen Themen und war Verfasser diverser Bücher darüber. Zu seinen Interessengebieten gehörten Erdstrahlen, Wasseradern, Astrologie, Angelologie, Dämonologie und Exorzismus; er befasste sich auch mit dem Gebrauch von Pendeln und Wünschelruten. Renner verstarb am 18. Dezember 2000 in Buchloe.[2]

Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Grab Renners hat sich ein Kult entwickelt. Anhänger des Paters behaupteten „außergewöhnliche Wahrnehmungen“ und schrieben ihm „Krankenheilungen“ zu; er werde „dereinst selig gesprochen“ werden. Das Kloster Sankt Ottilien, auf dessen Friedhof Renner bestattet ist, unterstützt den Kult nicht und schreibt Renner keine Wundertätigkeit zu.

Der Schriftsteller Fritz Fenzl fördert hingegen die posthume Verehrung Frumentius Renners und bezeichnet ihn als „weisen Benediktiner und unangefochtenen Fachmann in paranormalen Fragen“; Renner seinerseits habe seine Begegnung mit Fenzl als „Fügung und Werk des Schutzengels“ bezeichnet.[3]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über seine Herausgebertätigkeit hinaus war Renner Verfasser und Gegenstand mehrerer Bücher:

Von Frumentius Renner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Frumentius Renner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Fenzl: Wahre Wunder: Aufzeichnungen aus dem geheimen Archiv des Pater Frumentius über das Wirken von Engeln und Dämonen. Nymphenburger Verlag, München 2000, ISBN 978-3485008532
  • Fritz Fenzl: Schutzengel-Wunder: Aufzeichnungen aus den geheimen Archiven der Kirche. Nymphenburger Verlag, München 2001, ISBN 978-3485008884

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sterbebilder Nr. 729 auf genealogy.net, 3. August 2005
  2. a b c d Jeremias Schröder und Konvent: P. Frumentius (Franz. X.) Renner OSB. erzabtei.de, 19. Dezember 2000
  3. Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen: Frumentius-Verehrung. Materialdienst 9/2005, S. 20

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur von und über Frumentius Renner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek