Fußball-Europameisterschaft 2016

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UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016
UEFA EURO 2016
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Anzahl Nationen 24[1] (von 54 Bewerbern)
Austragungsort FrankreichFrankreich Frankreich
Eröffnungsspiel 10. Juni 2016 (Saint-Denis)
Endspiel 10. Juli 2016 (Saint-Denis)
Spiele 51

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 der Männer ist die 15. Austragung dieses Turniers und wird vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016[2] in Frankreich stattfinden. Erstmals werden 24 statt wie bisher 16 Mannschaften an der Endrunde teilnehmen.[3]

Vergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem beschlossen worden war, die EM 2016 statt mit bisher 16 mit 24 Mannschaften auszutragen, bestimmte die UEFA am 11. Dezember 2008 als weiteres Bewerbungskriterium, dass für das Turnier neun Stadien und weitere drei als Ersatzaustragungsorte vorgesehen werden müssen. Darunter müssen zwei Stadien mit mindestens 50.000 Plätzen, drei Stadien mit mindestens 40.000 Plätzen und vier Stadien mit mindestens 30.000 Plätzen sein.

Die Bewerbungsprozedur wurde in drei Phasen aufgeteilt.[4] Die Nominierung des Gastgebers fand in der dritten Phase statt. Ursprünglich hatten sich sieben nationale Fußballverbände mit fünf Bewerbungen um die Austragung der EM-Endrunde 2016 bemüht. Am 2. März 2009 verwarfen Schottland und Wales ihren Plan für eine gemeinsame Bewerbung aufgrund der zu hohen Kosten.[5] Zum Abgabetermin am 9. März 2009 lagen Bewerbungen von folgenden Verbänden vor:[6]

Am 9. Dezember 2009 verzichteten der schwedische und der norwegische Verband auf ihre gemeinsame Kandidatur.[10] Am 28. Mai 2010 schied Italien in der ersten Abstimmungsrunde aus. In der zweiten Abstimmung am gleichen Tag setzte sich Frankreich mit 7:6 Stimmen gegen die Türkei durch und wurde als Austragungsort bestimmt.[11]

Vorbereitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Bewerbung

Straßburg zog seine Kandidatur Anfang August 2010 zurück, da die geschätzten Investitionskosten von 130 Millionen Euro für die öffentliche Hand nicht aufzubringen seien.[12] Im Mai 2011 wurden neun Stadien (in Bordeaux, Lens, Lille, Lyon, Marseille, Nancy, Nizza, Paris und Saint-Denis), dazu zwei „Reservestadien“ (in Saint-Étienne und Toulouse) als Austragungsorte festgelegt.[13] Die Vereinspräsidenten von AS Saint-Étienne und FC Toulouse kritisierten den Ablauf mit dem Hinweis darauf, dass ihre Kollegen aus Lens und Nancy dem entscheidenden Gremium angehört hatten. Auch wenn diese sich dann nicht an der Abstimmung beteiligt hatten, bliebe doch das ungute Gefühl von „kleinen Abmachungen unter Freunden“, wozu auch die Tatsache gehöre, dass UEFA-Präsident Michel Platini Nancy gleichfalls eng verbunden sei. Zudem seien dadurch Millionen Franzosen aus dem Westen, dem Zentrum und dem Süden des Landes de facto vom Besuch der Spiele ausgeschlossen.[14]

Am 16. Juni 2011 wurde die Anzahl der vollwertigen Austragungsorte durch nachträgliche Aufnahme von Saint-Étienne und Toulouse auf elf erhöht. Die UEFA begründete diesen Schritt mit der gegenüber früheren Turnieren deutlich höheren Zahl von Spielen.[15]

Die beabsichtigten Neubauten, insbesondere diejenigen in Décines-Charpieu (bei Lyon), Nizza und Villeneuve-d’Ascq (bei Lille), wurden über Jahre durch Gerichtsurteile aufgrund von Klagen betroffener Gemeinden und Anwohner blockiert. Die Hoffnung insbesondere der privaten Bauherren richtet sich seit 2011 darauf, diese Hemmnisse nunmehr unter dem Druckmittel des „nationalen Interesses“ überwinden zu können. Ende 2012 war das Stadion von Lille fertiggestellt und wurde vom OSC Lille genutzt. Mitte September 2013 wurde das Stadion in Nizza eröffnet.

Für Lyons rein privat finanziertes Stade des Lumières wurde im Februar 2012 zwar die gemeindliche Baugenehmigung erteilt, aber auch dagegen ist Klage erhoben worden, sodass ab Oktober 2012 lediglich Planierungsarbeiten auf dem Gelände durchgeführt wurden. Die eigentlichen Bauarbeiten sollten Anfang August 2013 aufgenommen werden; die dann verbleibenden 29 Monate bis zum von der UEFA vorgegebenen Termin der Fertigstellung gelten als knapp, aber realisierbar.[16] Tatsächlich erfolgte die Grundsteinlegung erst Mitte November 2013.[17] Bezüglich Bordeaux war es zwar im Oktober 2011 zur Unterzeichnung eines PPP-Vertrags zwischen der Stadt und den privaten Co-Investoren gekommen, aber mit dem Bau im Norden der Stadt (nahe dem Pont d’Aquitaine) konnte erst im Spätsommer 2013 begonnen werden.[18]

Auch bei den Stadienerweiterungen gab es zu diesem Zeitpunkt eine große Spannweite: Während der Umbau in Marseille (bei gleichzeitig weiter laufendem Spielbetrieb) bereits in vollem Gange war, hingen insbesondere der Pariser Prinzenpark und das Stade Bollaert-Delelis in Lens weit hinter dem Zeitplan zurück. In Lens hat nach dem Abstieg des heimischen Racing Club in die zweite Liga (zur Saison 2011/12) der Hauptfinanzier Crédit Agricole Nord seine Zusage sogar teilweise zurückgezogen.[19] Nachdem etliche Gebietskörperschaften sich an den Kosten beteiligen, begannen 2014 doch noch die allerdings reduzierten Modernisierungsarbeiten.
Hingegen erklärte Nancy am 2. Dezember 2011 gegenüber der UEFA-Organisationsgesellschaft den Verzicht auf seine Kandidatur, weil die Finanzierung des Stadionausbaues auf 32.000 Plätze aufgrund des Rückzugs der Kommune nicht mehr möglich sei.[20]

Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spielorte[21] entsprechen denen der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, mit Ausnahme von Nantes und Montpellier. Dafür kommen Nizza und Villeneuve-d’Ascq bei Lille hinzu. Im April 2014 wurde das Stade de France in Saint-Denis sowohl als Austragungsort des Eröffnungsspiels am 10. Juni 2016 als auch des Finales am 10. Juli 2016 bestimmt.[22]

Saint-Denis Marseille Décines-Charpieu (Lyon)
Stade de France
Kapazität: 81.338
Stade Vélodrome
Kapazität: 67.394
Stade de Lyon
Kapazität: 58.927
Stade de France Stade Vélodrome Parc Olympique Lyonnais
Paris
Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Parc des Princes
Kapazität: 51.000
Stade Pierre-Mauroy
Kapazität: 50.186
Parc des Princes Stade Pierre-Mauroy
Lens Bordeaux
Stade Bollaert-Delelis
Kapazität: 45.000
Stade de Bordeaux
Kapazität: 42.052
Stade Bollaert-Delelis Stade de Bordeaux
Saint-Étienne Toulouse Nizza
Stade Geoffroy-Guichard
Kapazität: 41.950
Stadium de Toulouse
Kapazität: 41.000
Stade de Nice
Kapazität: 35.624
Stade Geoffroy-Guichard Stadium de Toulouse Stade de Nice

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Endrunde der Europameisterschaft wird im Sommer 2016 ausgetragen. Erstmals seit der EM 1996, bei der das Teilnehmerfeld von acht auf 16 erhöht worden ist, gibt es einen neuen EM-Modus. Es wird in sechs Vierergruppen gespielt, wobei die Gruppenersten und -zweiten und die vier besten Gruppendritten sich für das Achtelfinale qualifizieren. Von da an wird im K.-o.-System weitergespielt, bei dem eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen möglich ist. Es werden 51 statt bisher 31 Spiele ausgetragen. Die Endrunde wird daher von drei auf vier Wochen verlängert. Die Gruppenphase findet vom 10. bis 22. Juni 2016 statt, die Finalphase beginnt am 25. Juni.[23]

Wenn am Ende der Gruppenphase zwischen mehreren Mannschaften Punktgleichheit herrscht, wird nach folgender Reihenfolge vorgegangen:[24]

  1. Höhere Anzahl Punkte im direkten Vergleich.
  2. Bessere Tordifferenz im direkten Vergleich.
  3. Höhere Anzahl der erzielten Tore im direkten Vergleich.
  4. Ist ein Teil der punktgleichen Mannschaften nach Anwendung der vorherigen Kriterien immer noch gleichauf, so werden Kriterien 1-3 erneut auf die Gruppe der nun gleich-platzierten Teams angewendet. Wenn dies immer noch nicht zu einer Entscheidung führt, werden die folgenden Punkte angewendet:
  5. Bessere Tordifferenz aus allen Gruppenspielen.
  6. Höhere Anzahl der erzielten Tore in allen Gruppenspielen.
  7. Besseres Fairplay-Verhalten während der Endrunde.
  8. Höherer UEFA-Koeffizient zur Auslosung der Gruppenphase.

Treffen zwei Mannschaften im letzten Gruppenspiel aufeinander, die die gleiche Anzahl Punkte, die gleiche Tordifferenz und die gleiche Anzahl Tore haben, und endet dieses Spiel unentschieden, entscheidet ein Elfmeterschießen über die Platzierung, wenn nicht noch eine oder mehrere andere Mannschaften punktgleich sind.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • qualifiziert
  • nicht qualifiziert

Gastgeber Frankreich ist für die Endrunde im Sommer 2016 automatisch qualifiziert. Die restlichen 23 Plätze wurden von September 2014 bis November 2015 in mehreren Qualifikationsgruppen mit fünf bzw. sechs Mannschaften ermittelt. Die Auslosung der Gruppen fand am 23. Februar 2014 im Palais des Congrès Acropolis in Nizza statt,[25] die Auslosung der Gruppen des Endrunden-Turniers am 12. Dezember 2015 in Paris.[25] Gibraltar nahm erstmals an einer Qualifikation eines derart großen Turniers teil.[26] Mit den Niederlanden, Dänemark und Griechenland überstanden drei frühere Europameister, die der Jahre 1988, 1992 und 2004, die Qualifikation für das Turnier nicht.

Debütanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünf der 24 teilnehmenden Mannschaften nehmen zum ersten Mal an einer Europameisterschaft teil: die Slowakei, Albanien, Island, Wales und Nordirland. Österreich und die Ukraine qualifizierten sich erstmals sportlich für eine EM, hatten jedoch bereits an der EM 2008 bzw. 2012 als Gastgeber teilgenommen.

Auslosung der Endrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auslosung der Endrunde in Frankreich fand am 12. Dezember 2015 im Palais des congrès de Paris in der Hauptstadt Paris statt. Frankreich war als Gastgeber in Gruppe A bereits gesetzt.[27] Titelverteidiger Spanien war ebenfalls in Topf 1 gesetzt. Die übrigen 22 Mannschaften wurden anhand des UEFA-Koeffizienten[28] in vier Töpfe eingeteilt.

Topf 1:

Topf 2:

Topf 3:

Topf 4:

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D Gruppe E Gruppe F
FrankreichFrankreich Frankreich (Kader) EnglandEngland England (Kader) DeutschlandDeutschland Deutschland (Kader) SpanienSpanien Spanien (Kader) BelgienBelgien Belgien (Kader) PortugalPortugal Portugal (Kader)
RumänienRumänien Rumänien (Kader) RusslandRussland Russland (Kader) UkraineUkraine Ukraine (Kader) TschechienTschechien Tschechien (Kader) ItalienItalien Italien (Kader) IslandIsland Island (Kader)
AlbanienAlbanien Albanien (Kader) WalesWales Wales (Kader) PolenPolen Polen (Kader) TurkeiTürkei Türkei (Kader) IrlandIrland Irland (Kader) OsterreichÖsterreich Österreich (Kader)
SchweizSchweiz Schweiz (Kader) SlowakeiSlowakei Slowakei (Kader) NordirlandNordirland Nordirland (Kader) KroatienKroatien Kroatien (Kader) SchwedenSchweden Schweden (Kader) UngarnUngarn Ungarn (Kader)

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spielplan wurde von der UEFA am 26. April 2014 veröffentlicht.[29] Die Auslosung des Turniers fand am 12. Dezember 2015 nach der Qualifikation statt.

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. FrankreichFrankreich Frankreich  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. RumänienRumänien Rumänien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. AlbanienAlbanien Albanien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. SchweizSchweiz Schweiz  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Fr., 10. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Denis
Frankreich Rumänien –:–
Sa., 11. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Lens
Albanien Schweiz –:–
Mi., 15. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Paris
Rumänien Schweiz –:–
Mi., 15. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
Frankreich Albanien –:–
So., 19. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Schweiz Frankreich –:–
So., 19. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Rumänien Albanien –:–

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. EnglandEngland England  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. RusslandRussland Russland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. WalesWales Wales  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. SlowakeiSlowakei Slowakei  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Sa., 11. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Bordeaux
Wales Slowakei –:–
Sa., 11. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
England Russland –:–
Mi., 15. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Russland Slowakei –:–
Do., 16. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Lens
England Wales –:–
Mo., 20. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Étienne
Slowakei England –:–
Mo., 20. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Toulouse
Russland Wales –:–

Gruppe C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. DeutschlandDeutschland Deutschland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. UkraineUkraine Ukraine  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. PolenPolen Polen  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. NordirlandNordirland Nordirland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
So., 12. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Nizza
Polen Nordirland –:–
So., 12. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Deutschland Ukraine –:–
Do., 16. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Ukraine Nordirland –:–
Do., 16. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Denis
Deutschland Polen –:–
Di., 21. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Marseille
Ukraine Polen –:–
Di., 21. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Paris
Nordirland Deutschland –:–

Gruppe D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. SpanienSpanien Spanien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. TschechienTschechien Tschechien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. TurkeiTürkei Türkei  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. KroatienKroatien Kroatien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
So., 12. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Paris
Türkei Kroatien –:–
Mo., 13. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Toulouse
Spanien Tschechien –:–
Fr., 17. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Étienne
Tschechien Kroatien –:–
Fr., 17. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Nizza
Spanien Türkei –:–
Di., 21. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Bordeaux
Kroatien Spanien –:–
Di., 21. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Lens
Tschechien Türkei –:–

Gruppe E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. BelgienBelgien Belgien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. ItalienItalien Italien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. IrlandIrland Irland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. SchwedenSchweden Schweden  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Mo., 13. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Denis
Irland Schweden –:–
Mo., 13. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Belgien Italien –:–
Fr., 17. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Toulouse
Italien Schweden –:–
Sa., 18. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Bordeaux
Belgien Irland –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Italien Irland –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Nizza
Schweden Belgien –:–

Gruppe F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. PortugalPortugal Portugal  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. IslandIsland Island  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. OsterreichÖsterreich Österreich  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. UngarnUngarn Ungarn  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Di., 14. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Bordeaux
Österreich Ungarn –:–
Di., 14. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Étienne
Portugal Island –:–
Sa., 18. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Marseille
Island Ungarn –:–
Sa., 18. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Paris
Portugal Österreich –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Ungarn Portugal –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Denis
Island Österreich –:–

Rangliste der Gruppendritten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier besten Gruppendritten spielen im Achtelfinale gegen die Gruppenersten der Gruppen A, B, C und D. Die genauen Paarungen hängen davon ab, aus welchen Gruppen sich die Dritten qualifizieren. Für jede der fünfzehn Möglichkeiten legt eine Tabelle in den offiziellen Regularien[30] die Zuordnung wie folgt fest:

Gruppeneinteilung der Drittplatzierten
Kombinationen
(Gruppen, aus welchen sich die Dritten qualifizieren)
Gegner des
1. Gruppe A
Gegner des
1. Gruppe B
Gegner des
1. Gruppe C
Gegner des
1. Gruppe D
A B C D 3. Gruppe C 3. Gruppe D 3. Gruppe A 3. Gruppe B
A B C E 3. Gruppe C 3. Gruppe A 3. Gruppe B 3. Gruppe E
A B C F 3. Gruppe C 3. Gruppe A 3. Gruppe B 3. Gruppe F
A B D E 3. Gruppe D 3. Gruppe A 3. Gruppe B 3. Gruppe E
A B D F 3. Gruppe D 3. Gruppe A 3. Gruppe B 3. Gruppe F
A B E F 3. Gruppe E 3. Gruppe A 3. Gruppe B 3. Gruppe F
A C D E 3. Gruppe C 3. Gruppe D 3. Gruppe A 3. Gruppe E
A C D F 3. Gruppe C 3. Gruppe D 3. Gruppe A 3. Gruppe F
A C E F 3. Gruppe C 3. Gruppe A 3. Gruppe F 3. Gruppe E
A D E F 3. Gruppe D 3. Gruppe A 3. Gruppe F 3. Gruppe E
B C D E 3. Gruppe C 3. Gruppe D 3. Gruppe B 3. Gruppe E
B C D F 3. Gruppe C 3. Gruppe D 3. Gruppe B 3. Gruppe F
B C E F 3. Gruppe E 3. Gruppe C 3. Gruppe B 3. Gruppe F
B D E F 3. Gruppe E 3. Gruppe D 3. Gruppe B 3. Gruppe F
C D E F 3. Gruppe C 3. Gruppe D 3. Gruppe F 3. Gruppe E

Da die Gruppendritten in der Vorrunde nicht gegeneinander spielen, kann hier keine Regel des direkten Vergleichs zum Greifen kommen. Daher sieht die genaue Reihenfolge der Positionen wie folgt aus: 1. Die erzielte Punktzahl, 2. Die bessere Tordifferenz, 3. Die höhere Anzahl an Toren, 4. Das „fair play conduct“ der UEFA, die beispielsweise Gelbe und Rote Karten punktemäßig zusammenzählt, 5. Der bessere UEFA-Koeffizient.[31]

Finalrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Finalrunde kommen jeweils nur die Sieger weiter; für die unterlegenen Mannschaften ist das Turnier beendet. Weitere Platzierungen werden nicht ausgespielt. Ein „Kleines Finale“ um Platz 3, wie bei Weltmeisterschaften, findet also nicht statt.

  Achtelfinale Viertelfinale Halbfinale Finale
                             
 Zweiter Gruppe A Sa.,25.06.  
 Zweiter Gruppe C 15:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 1 Do.,30.06.  
 
   Sieger Achtelfinale 3 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe D Sa.,25.06.
 Dritter Gruppe B/E/F 21:00 Uhr  
   Sieger Viertelfinale 1 Mi.,06.07.  
   Sieger Viertelfinale 2 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe B Sa.,25.06.  
 Dritter Gruppe A/C/D 18:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 2 Fr.,01.07.
 
   Sieger Achtelfinale 6 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe F So.,26.06.
 Zweiter Gruppe E 21:00 Uhr  
   Sieger Halbfinale 1 So.,10.07.
   Sieger Halbfinale 2 21:00 Uhr
 Sieger Gruppe C So.,26.06.  
 Dritter Gruppe A/B/F 18:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 5 Sa.,02.07.
 
   Sieger Achtelfinale 7 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe E Mo.,27.06.
 Zweiter Gruppe D 18:00 Uhr  
   Sieger Viertelfinale 3 Do.,07.07.
   Sieger Viertelfinale 4 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe A So.,26.06.  
 Dritter Gruppe C/D/E 15:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 4 So.,03.07.
 
   Sieger Achtelfinale 8 21:00 Uhr  
 Zweiter Gruppe B Mo.,27.06.
 Zweiter Gruppe F 21:00 Uhr  

Achtelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sa., 25. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Saint-Étienne
Zweiter Gruppe A Zweiter Gruppe C  :
Sa., 25. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Paris
Sieger Gruppe B Dritter Gruppe A/C/D  :
Sa., 25. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Lens
Sieger Gruppe D Dritter Gruppe B/E/F  :
So., 26. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Sieger Gruppe A Dritter Gruppe C/D/E  :
So., 26. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Sieger Gruppe C Dritter Gruppe A/B/F  :
So., 26. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Toulouse
Sieger Gruppe F Zweiter Gruppe E  :
Mo., 27. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Denis
Sieger Gruppe E Zweiter Gruppe D  :
Mo., 27. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Nizza
Zweiter Gruppe B Zweiter Gruppe F  :

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Do., 30. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
Sieger Achtelfinale 1 Sieger Achtelfinale 3  :
Fr., 1. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Sieger Achtelfinale 2 Sieger Achtelfinale 6  :
Sa., 2. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Bordeaux
Sieger Achtelfinale 5 Sieger Achtelfinale 7  :
So., 3. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Denis
Sieger Achtelfinale 4 Sieger Achtelfinale 8  :

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mi., 6. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Sieger Viertelfinale 1 Sieger Viertelfinale 2  :
Do., 7. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
Sieger Viertelfinale 3 Sieger Viertelfinale 4  :

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieger Halbfinale 1 Sieger Halbfinale 2
Sieger Halbfinale 1
Finale
10. Juli 2016, 21:00 Uhr in Saint-Denis (Stade de France)
Sieger Halbfinale 2


Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Dezember 2015 nominierte die UEFA die 18 Schiedsrichter, die bei der Endrunde zum Einsatz kommen sollen.[32] Am 1. März 2016 wurde die komplette Liste der Schiedsrichterteams veröffentlicht. Jeder Schiedsrichter wird von zwei Assistenten an der Seitenlinie und zwei Torrichtern unterstützt. Hinzu kommt ein dritter Assistent als Ersatz. Weiter nominierte die UEFA zwei zusätzliche Schiedsrichter die ausschließlich als Vierte Offizielle eingesetzt werden sollen und zwei Schiedsrichter als Reserve-Assistenten.[33] Der Deutsche Felix Brych wurde als einziger Schiedsrichter aus dem deutschsprachigen Raum nominiert. Er gehört zu den sieben Schiedsrichtern der Fußball-Europameisterschaft 2016, die bereits bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien Spiele leiten durften. Die Schiedsrichter Çakır, Eriksson, Kassai, Kuipers, Rizzoli, Skomina und Velasco Carballo pfeifen nach 2012 bereits ihre zweite Europameisterschaft.

Land Schiedsrichter Assistenten Torrichter Spiele Yellow card.svg Yellow-Red card.svg Red card.svg Anmerkungen
DeutschlandDeutschland Deutschland Felix Brych* Mark Borsch
Stefan Lupp
Marco Achmüller (Ersatz)
Bastian Dankert
Marco Fritz
0 0 0 0
EnglandEngland England Martin Atkinson Michael Mullarkey
Stephen Child
Gary Beswick (Ersatz)
Michael Oliver
Craig Pawson
0 0 0 0
EnglandEngland England Mark Clattenburg Simon Beck
Jake Collin
Stuart Burt (Ersatz)
Anthony Taylor
Andre Marriner
0 0 0 0
FrankreichFrankreich Frankreich Clément Turpin Frédéric Cano
Nicolas Danos
Cyril Gringore (Ersatz)
Benoît Bastien
Fredy Fautrel
0 0 0 0
ItalienItalien Italien Nicola Rizzoli* Elenito Di Liberatore
Mauro Tonolini
Gianluca Cariolato (Ersatz)
Luca Banti
Antonio Damato
0 0 0 0
NiederlandeNiederlande Niederlande Björn Kuipers* Sander van Roekel
Erwin Zinstra
Mario Diks (Ersatz)
Pol van Boekel
Richard Liesveld
0 0 0 0
NorwegenNorwegen Norwegen Svein Oddvar Moen Kim Thomas Haglund
Frank Andas
Sven Erik Midthjell (Ersatz)
Ken Henry Johnsen
Svein-Erik Edvartsen
0 0 0 0
PolenPolen Polen Szymon Marciniak Paweł Sokolnicki
Tomasz Listkiewicz
Radosław Siejka (Ersatz)
Paweł Raczkowski
Tomasz Musiał
0 0 0 0
RumänienRumänien Rumänien Ovidiu Hațegan Octavian Şovre
Sebastian Gheorghe
Radu Ghinguleac (Ersatz)
Alexandru Tudor
Sebastian Colţescu
0 0 0 0
RusslandRussland Russland Sergei Karassjow Anton Averyanov
Tikhon Kalugin
Nikolai Golubev (Ersatz)
Sergey Lapochkin
Sergey Ivanov
0 0 0 0
SchottlandSchottland Schottland William Collum IrlandIrland Damien MacGraith
Francis Connor
Douglas Ross (Ersatz)
Bobby Madden
John Beaton
0 0 0 0
SchwedenSchweden Schweden Jonas Eriksson* Mathias Klasenius
Daniel Wärnmark
Mehmet Culum (Ersatz)
Stefan Johannesson
Markus Strömbergsson
0 0 0 0
SerbienSerbien Serbien Milorad Mažić* Milovan Ristić
Dalibor Đurđević
Nemanja Petrović (Ersatz)
Danilo Grujić
Nenad Đokić
0 0 0 0
SlowenienSlowenien Slowenien Damir Skomina Jure Praprotnik
Robert Vukan
Bojan Ul (Ersatz)
Matej Jug
Slavko Vinčić
0 0 0 0
SpanienSpanien Spanien Carlos Velasco Carballo* Roberto Alonso Fernández
Juan Carlos Yuste Jiménez
Raúl Cabañero Martínez (Ersatz)
Jesús Gil Manzano
Carlos del Cerro Grande
0 0 0 0
TschechienTschechien Tschechien Pavel Královec SlowakeiSlowakei Roman Slyško
Martin Wilczek
Tomas Mokrusch (Ersatz)
Peter Ardeleanu
Michal Patak
0 0 0 0
TurkeiTürkei Türkei Cüneyt Çakır* Bahattin Duran
Tarık Ongun
Mustafa Emre Eyisoy (Ersatz)
Hüseyin Göçek
Barış Şimşek
0 0 0 0
UngarnUngarn Ungarn Viktor Kassai György Ring
Vencel Tóth
István Albert (Ersatz)
Tamás Bognár
Ádám Farkas
0 0 0 0

* Wurden auch bei der WM 2014 in Brasilien eingesetzt.

Folgende Schiedsrichter sollen als 4. Offizielle und Ersatz-Assistenten eingesetzt werden:

4. Offizielle

Ersatz-Assistenten

Organisation und Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Beau Jeu

Der Beau Jeu ist der offizielle Spielball der Europameisterschaft 2016. Der Ball wird von Adidas produziert und wurde am 12. November 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt.[34]

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offizielle Maskottchen wurde am 18. November 2014 im Rahmen des Testspiels Frankreichs gegen Schweden im Stade Vélodrome vorgestellt. Bei einer Internetabstimmung mit über 100.000 abgegebenen Stimmen entschieden sich die Teilnehmer für den Namen Super Victor.[35] Zur weiteren Auswahl standen bis zum 26. November 2014 die Namen Goalix und Driblou. Nach Beendigung der Abstimmung wurde der Name am 30. November 2014 in der Sportsendung Téléfoot auf dem französischen Kanal TF1 bekannt gegeben.[36]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den offiziellen Song der Fußball-Europameisterschaft 2016 wird der französische DJ und Produzent David Guetta beisteuern. Der Song soll This One’s For You heißen und von einem Chor von Millionen Fußballfans unterstützt werden. Die Stimmen sollen über eine App eingespielt werden. Eine weitere Neuerung besteht darin, dass der komplette EM-Soundtrack inklusive Torhymne und Einlaufmelodie von Guetta beigesteuert wird.[37] Als Maßstab für den Song dient We Are the Champions von Queen.[38]

Eintrittskarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in früheren Ausgaben des Turniers wurden die Eintrittskarten auf der Grundlage eines komplexen Bewerbungsverfahrens auf der Website der Organisatoren verlost oder durch die nationalen Fußballverbände der 24 Hauptrundenteilnehmer vertrieben. Bestellt werden konnten die Tickets nur über das offizielle UEFA-Kartenportal. In der ersten Phase waren eine Million Tickets verfügbar, ohne die Gegner zu kennen. Das Bewerbungsverfahren für konkrete Begegnungen (zweite Phase) fand vom 14. Dezember 2015 bis 18. Januar 2016 statt. Aufgrund der erhöhten Nachfrage erfolgte eine Verlosung im Anschluss an diese Phase. Im März/April 2016 gab es eine sogenannte Wiederverkaufsphase, in der über das Ticketportal der UEFA bereits erworbene Tickets zum Originalpreis angeboten werden konnten.[39]

Die Gesamtzahl der Eintrittskarten beläuft sich in der zweiten Phase auf rund 800.000 Stück für 51 Endrundenspiele, davon erhalten 20 Prozent der Stadion-Nettokapazität Fans der jeweils spielenden Mannschaften. Die Preisspanne bewegt sich – abhängig vom Tribünenplatz – von 25 Euro in der Vorrunde (Kategorie 4) bis 895 Euro für das EM-Finale in der besten Kategorie. Neben den Eintrittskarten zu den einzelnen Begegnungen können die Fans Pakete für mehrere Spiele erwerben („Follow my Team“). Mit diesem Ticketpaket können Fans jedes Spiel Ihrer Mannschaft während des Turniers verfolgen, unabhängig davon, wie weit das Team in der K.-o.-Phase kommt.[40]

Das ZDF und die Frankfurter Rundschau kritisierten die Vergaberichtlinien des DFB.[41] Denn um Tickets aus dem Kontingent des DFB (20 Prozent für jedes Spiel) innerhalb der zweiten Phase können sich ausschließlich Mitglieder im Fanclub der Nationalmannschaft bewerben. Dies führt zu weiteren Kosten, der Aufnahmegebühr und den Jahresgebühren für den Fanclub von insgesamt 70 Euro. Von 24 teilnehmenden Nationen nutzen ähnliche Systeme lediglich vier Länder (Gastgeber Frankreich, Belgien, England und Wales).[42]

Fernsehübertragung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Qualifikationsspiele der Europameisterschaft 2016 auf dem Privatsender RTL ausgestrahlt worden sind, werden die Spiele der Endrunde überwiegend auf den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Das Erste und ZDF übertragen. Bereits im Februar 2012 sicherten sich die beiden TV-Anstalten die Übertragungsrechte für kolportierte 160 Millionen Euro.[43] Am 18. Dezember 2015 wurde bekannt, dass sich ProSiebenSat.1 mit SportA, der Sportrecht-Agentur von ARD und ZDF, auf eine Sublizenzierung von sechs Spielen der Vorrunde geeinigt hat. Es handelt sich um Parallelspiele, die aus Wettbewerbsgründen zeitgleich mit anderen Spielen ausgetragen werden. Wurden diese bei vergangenen Turnieren auf den Spartenkanälen Einsfestival und ZDFinfo gezeigt, übernimmt Sat.1 die Ausstrahlung dieser sechs Spiele bei der Europameisterschaft 2016. Um welche Spiele es sich dabei genau handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben, auch über die Höhe der gezahlten Summe für die Sublizenzen machten weder SportA noch ProSiebenSat.1 Angaben.[44]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich sind der Österreichische Rundfunk (ORF) und der Privatsender ATV ein Kooperationsabkommen eingegangen. Während der ORF alle Spiele der Europameisterschaft live überträgt, hat sich ATV die Rechte an der Live-Ausstrahlung von sechs Spielen gesichert. Es handelt sich dabei, wie in Deutschland, um sechs Spiele des letzten Tages der Gruppenphase. Am Beispiel der Österreich-Gruppe F: Während Island gegen Österreich live im ORF zu sehen sein wird, wird Portugal gegen Ungarn zeitgleich auf ATV gesendet. Ein ähnliches System wird auch in den anderen Gruppen angewendet. Dadurch ist es möglich, dass Konferenzschaltungen entfallen, die durch die parallel verlaufenden Spiele notwendig würden.[45]

Sponsoren & Unterstützer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine A330-300 der Turkish Airlines mit der UEFA-Euro-2016-Sonderlackierung

Neben den zehn internationalen Sponsoren (Adidas, Carlsberg, Coca-Cola, Continental, Hyundai/Kia, McDonald’s, Orange, SOCAR, Turkish Airlines, Hisense) treten sechs nationale Unterstützer (FDJ – Française des Jeux, PROMAN, La Poste, Crédit Agricole, SNCF, Abritel-HomeAway) auf.[46]

Trikotausrüster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenngleich Adidas Vertragspartner ist, tragen nur neun der 24 EM-Mannschaften Trikots dieser Marke (Belgien, Deutschland, Nordirland, Schweden, Spanien, Russland, Ukraine, Ungarn, Wales). Die weiteren Trikotausrüster sind: Nike mit sechs Mannschaften (für England, Frankreich, Kroatien, Polen, Portugal, Türkei), Puma mit fünf Mannschaften (für Italien, Österreich, Schweiz, Slowakei, Tschechien), Joma (für Rumänien), Macron (für Albanien), Erreà (für Island) und Umbro (für Irland).[47]

Sammelalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch zur Euro 2016 gibt die Firma Panini ein Sammelalbum heraus, das bereits zur Fußballkultur gehört. Es wird in den Medien kontrovers diskutiert, z. B. dass das Album vor Festlegung der endgültigen Kader gedruckt wurde und damit teilweise nicht nominierte Spieler enthält. Auch die möglicherweise hohen Kosten, das Album mit 680 Bildern zu vervollständigen, und die optimale Strategie für das sogenannte Sammelbilderproblem werden oft diskutiert.[48]

REWE gibt als Produktzugabe ein offizielles DFB-Sammelalbum mit 36 Bildern zur deutschen Fußballnationalmannschaft heraus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rainer Franzke: EM künftig mit 24 Teams. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 28. Juni 2008, abgerufen am 28. Februar 2009.
  2. UEFA EURO 2016: key dates and milestones. In: uefa.com. UEFA, 1. Februar 2013, abgerufen am 19. Mai 2013 (englisch).
  3. EURO 2016: Über die Euro. In: uefa.com. UEFA, 28. Mai 2010, abgerufen am 25. Juni 2012.
  4. EURO 2016: Grünes Licht für Bewerbungsverfahren (Memento vom 18. Juli 2013 im Webarchiv archive.is) Bei: uefa.com. 12. Dezember 2008.
  5. Wales and Scotland ditch Euro bid. In: bbc.co.uk. British Broadcasting Corporation, 2. März 2008, abgerufen am 18. Juli 2013 (englisch).
  6. Vier Interessenten für die UEFA EURO 2016™. In: uefa.com. UEFA, 11. März 2009, abgerufen am 27. Februar 2015.
  7. France to bid for EURO 2016. In: fifa.com. FIFA, 13. Februar 2009, abgerufen am 18. Juli 2013 (englisch).
  8. Bewerbung der Türkei. In: sabah.com.tr. Sabah, archiviert vom Original am 11. Februar 2009, abgerufen am 25. Juni 2012 (türkisch).
  9. Andrea Lolli: L’Italia vuole gli Europei 2016. In: tuttomercatoweb.com. 29. Januar 2009, abgerufen am 18. Juli 2013 (italienisch).
  10. Inget EM i Sverige. In: gp.se. Göteborgs-Posten, 9. Dezember 2009, abgerufen am 18. Juli 2013 (schwedisch).
  11. La France accueillera l’euro 2016. In: francefootball.fr. France Football, archiviert vom Original am 29. Mai 2010, abgerufen am 25. Juni 2012 (französisch).
  12. France Football vom 3. August 2010, S. 20.
  13. Festlegung der Austragungsorte. In: fff.fr. Fédération Française de Football, 20. Mai 2011, abgerufen am 25. Juni 2012 (französisch).
  14. France Football vom 24. Mai 2011, S. 54.
  15. Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees von zwei weiteren Stadien. In: uefa.com. UEFA, 16. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2012.
  16. France Football vom 23. Juli 2013, S. 18 f.
  17. Meldung und Interview mit dem OL-Präsidenten vom 12. November 2013 bei France Football.
  18. France Football vom 3. September 2013, S. 11.
  19. France Football vom 22. November 2011, S. 36–37.
  20. „Nancy forfait pour 2016“ in France Football vom 6. Dezember 2011, S. 12.
  21. UEFA EURO 2016 Endrunde – Gastgeber. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 20. März 2015 (Informationen zu den Stadien durch Klick auf den Ortsnamen oben in der Grafik).
  22. Anstoßzeiten für EURO 2016 festgelegt. In: stadionwelt.de. Thomas Krämer, 28. April 2014, abgerufen am 14. Oktober 2015.
  23. EM 2016 in Frankreich – Spielplan. In: weltfussball.de. Abgerufen am 14. Oktober 2015.
  24. Regulations of the UEFA European Football Championship 2014-16. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 15. Mai 2016 (englisch).
  25. a b UEFA EURO 2016: Daten und Meilensteine. In: uefa.com. UEFA, 15. Februar 2013, abgerufen am 24. Oktober 2012.
  26. Gibraltar nach Kongress-Entscheidung an Bord. In: uefa.com. UEFA, 24. Mai 2013, abgerufen am 22. November 2015.
  27. Endrunden-Auslosung der UEFA EURO 2016. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 14. Oktober 2015.
  28. National Team – Coefficients Overview. In: uefa.com. UEFA, 14. Oktober 2015, abgerufen am 14. Oktober 2015 (PDF, englisch).
  29. Match Schedule. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 26. April 2014 (PDF; 8,2 MB, englisch).
  30. Regulations of the UEFA European Football Championship 2014–2016. In: uefa.com. UEFA, 12. Dezember 2013, abgerufen am 13. Dezember 2015 (PDF, englisch).
  31. Die Ermittlung der vier besten Gruppendritten. In: fussball-em-2016.com. Nils Römeling, abgerufen am 20. Januar 2016.
  32. 18 Schiedsrichter für die UEFA EURO 2016 ernannt. In: uefa.com. UEFA, 15. Dezember 2015, abgerufen am 25. Mai 2016.
  33. Match Officials - UEFA EURO 2016. In: uefa.com. UEFA, 1. März 2016, abgerufen am 25. Mai 2016 (PDF, englisch).
  34. Zidane reveals Beau Jeu as official match ball. Information from uefa.com / adidas Baltics. In: uefa.com. UEFA, 12. November 2015, abgerufen am 12. November 2015 (englisch).
  35. Maskottchen der UEFA EURO 2016. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 2. März 2015.
  36. EURO-Maskottchen heißt Super Victor. In: uefa.com. UEFA, 30. November 2014, abgerufen am 2. März 2015.
  37. David Guetta singt die offizielle EM-Hymne 2016. In: em2016.net. Nils Römeling, 21. Dezember 2015, abgerufen am 10. Januar 2016.
  38. David Guetta: EM-Hymne bald fertig. In: fussball-wm.pro. e-2 Communications Malta Ltd., 14. September 2015, abgerufen am 15. September 2015.
  39. Tickets. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  40. EM 2016 Tickets – alle Infos. In: fussballnationalmannschaft.net. Nils Römeling, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  41. Frank Hellmann: EM-Tickets nur für erlauchte DFB-Fans? In: zdfsport.de. ZDF, 11. Dezember 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  42. Frank Hellmann: Hoher Preis für EM-Karte. In: fr-online.de. Frankfurter Rundschau, 11. Dezember 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  43. EM 2016 TV-Planer & Fernsehprogramm. In: fussball-wm.pro. e-2 Communications Malta Ltd., abgerufen am 30. April 2016.
  44. Sat.1 kauft ARD und ZDF einige EM-Spiele ab. In: dwdl.de. DWDL.de, abgerufen am 30. April 2016.
  45. Frankreich-Deal: ORF gibt EURO-Rechte teilweise an ATV ab. In: sportnet.at. Styria Media Group, 17. Februar 2016, abgerufen am 23. März 2016.
  46. Sponsoren & Unterstützer der EM 2016. In: fussball-em-2016.com. Nils Römeling, 15. März 2016, abgerufen am 22. März 2016.
  47. Die Hersteller der 24 EM-Teilnehmer. In: emtrikots.de. Nils Römeling, abgerufen am 18. April 2016.
  48. Das Einmaleins der Panini Sticker. In: dw.com. Deutsche Welle, 12. Mai 2016, abgerufen am 14. Mai 2016.