Fußball-Europameisterschaft 2016

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UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016
UEFA EURO 2016
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Anzahl Nationen 24[1] (von 54 Bewerbern)
Austragungsort FrankreichFrankreich Frankreich
Eröffnungsspiel 10. Juni 2016 (Saint-Denis)
Endspiel 10. Juli 2016 (Saint-Denis)
Spiele 51

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 der Männer ist die 15. Austragung dieses Turniers und wird vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016[2] in Frankreich stattfinden. Erstmals werden 24 statt wie bisher 16 Mannschaften an der Endrunde teilnehmen.[3]

Vergabe

Nachdem beschlossen worden war, die EM 2016 statt mit bisher 16 mit 24 Mannschaften auszutragen, bestimmte die UEFA am 11. Dezember 2008 als weiteres Bewerbungskriterium, dass für das Turnier neun Stadien und weitere drei als Ersatzaustragungsorte vorgesehen werden müssen. Darunter müssen zwei Stadien mit mindestens 50.000 Plätzen, drei Stadien mit mindestens 40.000 Plätzen und vier Stadien mit mindestens 30.000 Plätzen sein.

Die Bewerbungsprozedur wurde in drei Phasen aufgeteilt.[4] Die Nominierung des Gastgebers fand in der dritten Phase statt. Ursprünglich hatten sich sieben nationale Fußballverbände mit fünf Bewerbungen um die Austragung der EM-Endrunde 2016 bemüht. Am 2. März 2009 verwarfen Schottland und Wales ihren Plan für eine gemeinsame Bewerbung aufgrund der zu hohen Kosten.[5] Zum Abgabetermin am 9. März 2009 lagen Bewerbungen von folgenden Verbänden vor:[6]

Am 9. Dezember 2009 verzichteten der schwedische und der norwegische Verband auf ihre gemeinsame Kandidatur.[10] Am 28. Mai 2010 schied Italien in der ersten Abstimmungsrunde aus. In der zweiten Abstimmung am gleichen Tag setzte sich Frankreich mit 7:6 Stimmen gegen die Türkei durch und wurde als Austragungsort bestimmt.[11]

Vorbereitungen

Logo der Bewerbung

Straßburg zog seine Kandidatur Anfang August 2010 zurück, da die geschätzten Investitionskosten von 130 Millionen Euro für die öffentliche Hand nicht aufzubringen seien.[12] Im Mai 2011 wurden neun Stadien (in Bordeaux, Lens, Lille, Lyon, Marseille, Nancy, Nizza, Paris und Saint-Denis), dazu zwei „Reservestadien“ (in Saint-Étienne und Toulouse) als Austragungsorte festgelegt.[13] Die Vereinspräsidenten von AS Saint-Étienne und FC Toulouse kritisierten den Ablauf mit dem Hinweis darauf, dass ihre Kollegen aus Lens und Nancy dem entscheidenden Gremium angehört hatten. Auch wenn diese sich dann nicht an der Abstimmung beteiligt hatten, bliebe doch das ungute Gefühl von „kleinen Abmachungen unter Freunden“, wozu auch die Tatsache gehöre, dass UEFA-Präsident Michel Platini Nancy gleichfalls eng verbunden sei. Zudem seien dadurch Millionen Franzosen aus dem Westen, dem Zentrum und dem Süden des Landes de facto vom Besuch der Spiele ausgeschlossen.[14] Am 16. Juni 2011 wurde die Anzahl der vollwertigen Austragungsorte durch nachträgliche Aufnahme von Saint-Étienne und Toulouse auf elf erhöht. Die UEFA begründete diesen Schritt mit der gegenüber früheren Turnieren deutlich höheren Zahl von Spielen.[15]

Die beabsichtigten Neubauten, insbesondere diejenigen in Décines-Charpieu (bei Lyon), Nizza und Villeneuve-d’Ascq (bei Lille), wurden über Jahre durch Gerichtsurteile aufgrund von Klagen betroffener Gemeinden und Anwohner blockiert. Die Hoffnung insbesondere der privaten Bauherren richtet sich seit 2011 darauf, diese Hemmnisse nunmehr unter dem Druckmittel des „nationalen Interesses“ überwinden zu können. Ende 2012 war das Stadion von Lille fertiggestellt und wurde vom OSC Lille genutzt. Mitte September 2013 wurde das Stadion in Nizza eröffnet. Für Lyons rein privat finanziertes Stade des Lumières wurde im Februar 2012 zwar die gemeindliche Baugenehmigung erteilt, aber auch dagegen ist Klage erhoben worden, sodass ab Oktober 2012 lediglich Planierungsarbeiten auf dem Gelände durchgeführt wurden. Die eigentlichen Bauarbeiten sollten Anfang August 2013 aufgenommen werden; die dann verbleibenden 29 Monate bis zum von der UEFA vorgegebenen Termin der Fertigstellung gelten als knapp, aber realisierbar.[16] Tatsächlich erfolgte die Grundsteinlegung erst Mitte November 2013.[17] Bezüglich Bordeaux war es zwar im Oktober 2011 zur Unterzeichnung eines PPP-Vertrags zwischen der Stadt und den privaten Co-Investoren gekommen, aber mit dem Bau im Norden der Stadt (nahe dem Pont d’Aquitaine) konnte erst im Spätsommer 2013 begonnen werden.[18]

Auch bei den Stadienerweiterungen gab es zu diesem Zeitpunkt eine große Spannweite: Während der Umbau in Marseille (bei gleichzeitig weiter laufendem Spielbetrieb) bereits in vollem Gange war, hingen insbesondere der Pariser Prinzenpark und das Stade Bollaert-Delelis in Lens weit hinter dem Zeitplan zurück. In Lens hat nach dem Abstieg des heimischen Racing Club in die zweite Liga (zur Saison 2011/12) der Hauptfinanzier Crédit Agricole Nord seine Zusage sogar teilweise zurückgezogen.[19] Nachdem etliche Gebietskörperschaften sich an den Kosten beteiligen, begannen 2014 doch noch die allerdings reduzierten Modernisierungsarbeiten.
Hingegen erklärte Nancy am 2. Dezember 2011 gegenüber der UEFA-Organisationsgesellschaft den Verzicht auf seine Kandidatur, weil die Finanzierung des Stadionausbaues auf 32.000 Plätze aufgrund des Rückzugs der Kommune nicht mehr möglich sei.[20]

Spielorte

Die Spielorte[21] entsprechen denen der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, mit Ausnahme von Nantes und Montpellier. Dafür kommen Nizza und Villeneuve-d’Ascq bei Lille hinzu. Im April 2014 wurde das Stade de France in Saint-Denis sowohl als Austragungsort des Eröffnungsspiels am 10. Juni 2016 als auch des Finales am 10. Juli 2016 bestimmt.[22]

Saint-Denis Marseille Décines-Charpieu (Lyon)
Stade de France
Kapazität: 81.338
Stade Vélodrome
Kapazität: 67.394
Parc Olympique Lyonnais
Kapazität: 58.927
Stade de france001.JPG IMAG2704.jpg Stade des Lumières - Chantier en mai 2015.jpg
Paris
Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Parc des Princes
Kapazität: 51.000
Stade Pierre-Mauroy
Kapazität: 50.186
Prinzenparkstadion Stade Pierre-Mauroy
Lens Bordeaux
Stade Bollaert-Delelis
Kapazität: 45.000
Nouveau Stade de Bordeaux
Kapazität: 42.052
Stade Bollaert-Delelis Grand Stade de Bordeaux
Saint-Étienne Toulouse Nizza
Stade Geoffroy-Guichard
Kapazität: 41.950
Stadium Municipal
Kapazität: 41.000
Stade de Nice
Kapazität: 35.624
Stade Geoffroy-Guichard Stadion von Toulouse Stadion von Nizza

Modus

Die Endrunde der Europameisterschaft wird im Sommer 2016 ausgetragen. Erstmals seit der EM 1996, bei der das Teilnehmerfeld von acht auf 16 erhöht worden ist, gibt es einen neuen EM-Modus. Es wird in sechs Vierergruppen gespielt, wobei die Gruppenersten und -zweiten und die vier besten Gruppendritten sich für das Achtelfinale qualifizieren. Von da an wird im K.-o.-System weitergespielt, bei dem eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen möglich ist. Es werden 51 statt bisher 31 Spiele ausgetragen. Die Endrunde wird daher von drei auf vier Wochen verlängert. Die Gruppenphase findet von 10. bis 22. Juni 2016 statt, die Finalphase beginnt am 25. Juni.[23]

Direkter Vergleich am Ende der Gruppenphase

Wenn am Ende der Gruppenphase zwischen mehreren Mannschaften Punktgleichheit herrscht, kommt das Reglement der UEFA zur Anwendung. Nach folgender Reihenfolge wird vorgegangen: 1. Voraussetzung: Direkter Vergleich nach Punkten 2. Direkter Vergleich nach mehr erzielten Toren 3. Das Torverhältnis nach mehr erzielten Toren 4. Fairplay und der Uefa-Koeffizient 5. Elfmeterschießen in der Gruppenphase.[24]

Teilnehmer

Qualifikation

  • qualifiziert
  • nicht qualifiziert

Gastgeber Frankreich ist für die Endrunde im Sommer 2016 automatisch qualifiziert. Die restlichen 23 Plätze wurden von September 2014 bis November 2015 in mehreren Qualifikationsgruppen mit fünf bzw. sechs Mannschaften ermittelt. Die Auslosung der Gruppen fand am 23. Februar 2014 im Palais des Congrès Acropolis in Nizza statt,[25] die Auslosung der Gruppen des Endrunden-Turniers am 12. Dezember 2015 in Paris.[25] Gibraltar nahm erstmals an einer Qualifikation eines derart großen Turniers teil.[26]

Auslosung der Endrunde

Die Auslosung der Endrunde in Frankreich fand am 12. Dezember 2015 im Palais des congrès de Paris in der Hauptstadt Paris statt. Frankreich war als Gastgeber in Gruppe A bereits gesetzt.[27] Titelverteidiger Spanien war ebenfalls in Topf 1 gesetzt. Die übrigen 22 Mannschaften wurden anhand des UEFA-Koeffizienten[28] in vier Töpfe eingeteilt.

Topf 1:

Topf 2:

Topf 3:

Topf 4:

Vorrunde

Der Spielplan wurde von der UEFA am 26. April 2014 veröffentlicht.[29] Die Auslosung des Turniers fand am 12. Dezember 2015 nach der Qualifikation statt.

Gruppe A

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. FrankreichFrankreich Frankreich  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. RumänienRumänien Rumänien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. AlbanienAlbanien Albanien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. SchweizSchweiz Schweiz  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Fr., 10. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Denis
Frankreich Rumänien –:–
Sa., 11. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Lens
Albanien Schweiz –:–
Mi., 15. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Paris
Rumänien Schweiz –:–
Mi., 15. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
Frankreich Albanien –:–
So., 19. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Schweiz Frankreich –:–
So., 19. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Rumänien Albanien –:–

Gruppe B

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. EnglandEngland England  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. RusslandRussland Russland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. WalesWales Wales  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. SlowakeiSlowakei Slowakei  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Sa., 11. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Bordeaux
Wales Slowakei –:–
Sa., 11. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
England Russland –:–
Mi., 15. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Russland Slowakei –:–
Do., 16. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Lens
England Wales –:–
Mo., 20. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Étienne
Slowakei England –:–
Mo., 20. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Toulouse
Russland Wales –:–

Gruppe C

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. DeutschlandDeutschland Deutschland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. UkraineUkraine Ukraine  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. PolenPolen Polen  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. NordirlandNordirland Nordirland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
So., 12. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Nizza
Polen Nordirland –:–
So., 12. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Deutschland Ukraine –:–
Do., 16. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Ukraine Nordirland –:–
Do., 16. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Denis
Deutschland Polen –:–
Di., 21. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Marseille
Ukraine Polen –:–
Di., 21. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Paris
Nordirland Deutschland –:–

Gruppe D

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. SpanienSpanien Spanien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. TschechienTschechien Tschechien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. TurkeiTürkei Türkei  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. KroatienKroatien Kroatien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
So., 12. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Paris
Türkei Kroatien –:–
Mo., 13. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Toulouse
Spanien Tschechien –:–
Fr., 17. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Étienne
Tschechien Kroatien –:–
Fr., 17. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Nizza
Spanien Türkei –:–
Di., 21. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Bordeaux
Kroatien Spanien –:–
Di., 21. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Lens
Tschechien Türkei –:–

Gruppe E

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. BelgienBelgien Belgien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. ItalienItalien Italien  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. IrlandIrland Irland  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. SchwedenSchweden Schweden  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Mo., 13. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Denis
Irland Schweden –:–
Mo., 13. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Belgien Italien –:–
Fr., 17. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Toulouse
Italien Schweden –:–
Sa., 18. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Bordeaux
Belgien Irland –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Italien Irland –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Nizza
Schweden Belgien –:–

Gruppe F

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. PortugalPortugal Portugal  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. IslandIsland Island  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. OsterreichÖsterreich Österreich  0  0  0  0 000:000  ±0 00
1. UngarnUngarn Ungarn  0  0  0  0 000:000  ±0 00
Di., 14. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Bordeaux
Österreich Ungarn –:–
Di., 14. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Étienne
Portugal Island –:–
Sa., 18. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Marseille
Island Ungarn –:–
Sa., 18. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Paris
Portugal Österreich –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Ungarn Portugal –:–
Mi., 22. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Denis
Island Österreich –:–

Rangliste der Gruppendritten

Die vier besten Gruppendritten spielen im Achtelfinale gegen die Gruppenersten der Gruppen A, B, C und D. Die genauen Paarungen hängen davon ab, aus welchen Gruppen sich die Dritten qualifizieren. Für jede der fünfzehn Möglichkeiten legt eine Tabelle in den offiziellen Regularien[30] die Zuordnung fest.

Da die Gruppendritten in der Vorrunde nicht gegeneinander spielen, kann hier keine Regel des direkten Vergleichs zum Greifen kommen. Daher sieht die genaue Reihenfolge der Positionen wie folgt aus: 1. Die erzielte Punktzahl, 2. Die bessere Tordifferenz, 3. Die höhere Anzahl an Toren, 4. Das „fair play conduct“ der UEFA, die beispielsweise Gelbe und Rote Karten punktemäßig zusammenzählt, 5. Der bessere UEFA-Koeffizient.[31]

Finalrunde

In der Finalrunde kommen jeweils nur die Sieger weiter; für die unterlegenen Mannschaften ist das Turnier beendet. Weitere Platzierungen werden nicht ausgespielt. Ein „Kleines Finale“ um Platz 3, wie bei Weltmeisterschaften, findet also nicht statt.

  Achtelfinale Viertelfinale Halbfinale Finale
                             
 Zweiter Gruppe A Sa.,25.06.  
 Zweiter Gruppe C 15:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 1 Do.,30.06.  
 
   Sieger Achtelfinale 3 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe D Sa.,25.06.
 Dritter Gruppe B/E/F 21:00 Uhr  
   Sieger Viertelfinale 1 Mi.,06.07.  
   Sieger Viertelfinale 2 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe B Sa.,25.06.  
 Dritter Gruppe A/C/D 18:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 2 Fr.,01.07.
 
   Sieger Achtelfinale 6 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe F So.,26.06.
 Zweiter Gruppe E 21:00 Uhr  
   Sieger Halbfinale 1 So.,10.07.
   Sieger Halbfinale 2 21:00 Uhr
 Sieger Gruppe C So.,26.06.  
 Dritter Gruppe A/B/F 18:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 5 Sa.,02.07.
 
   Sieger Achtelfinale 7 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe E Mo.,27.06.
 Zweiter Gruppe D 18:00 Uhr  
   Sieger Viertelfinale 3 Do.,07.07.
   Sieger Viertelfinale 4 21:00 Uhr  
 Sieger Gruppe A So.,26.06.  
 Dritter Gruppe C/D/E 15:00 Uhr  
   Sieger Achtelfinale 4 So.,03.07.
 
   Sieger Achtelfinale 8 21:00 Uhr  
 Zweiter Gruppe B Mo.,27.06.
 Zweiter Gruppe F 21:00 Uhr  

Achtelfinale

Sa., 25. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Saint-Étienne
Zweiter Gruppe A Zweiter Gruppe C  :
Sa., 25. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Paris
Sieger Gruppe B Dritter Gruppe A/C/D  :
Sa., 25. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Lens
Sieger Gruppe D Dritter Gruppe B/E/F  :
So., 26. Juni 2016 um 15:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Sieger Gruppe A Dritter Gruppe C/D/E  :
So., 26. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Sieger Gruppe C Dritter Gruppe A/B/F  :
So., 26. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Toulouse
Sieger Gruppe F Zweiter Gruppe E  :
Mo., 27. Juni 2016 um 18:00 Uhr in Saint-Denis
Sieger Gruppe E Zweiter Gruppe D  :
Mo., 27. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Nizza
Zweiter Gruppe B Zweiter Gruppe F  :

Viertelfinale

Do., 30. Juni 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
Sieger Achtelfinale 1 Sieger Achtelfinale 3  :
Fr., 1. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Villeneuve-d’Ascq (Lille)
Sieger Achtelfinale 2 Sieger Achtelfinale 6  :
Sa., 2. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Bordeaux
Sieger Achtelfinale 5 Sieger Achtelfinale 7  :
So., 3. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Saint-Denis
Sieger Achtelfinale 4 Sieger Achtelfinale 8  :

Halbfinale

Mi., 6. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Décines-Charpieu (Lyon)
Sieger Viertelfinale 1 Sieger Viertelfinale 2  :
Do., 7. Juli 2016 um 21:00 Uhr in Marseille
Sieger Viertelfinale 3 Sieger Viertelfinale 4  :

Finale

Sieger Halbfinale 1 Sieger Halbfinale 2
Sieger Halbfinale 1
Finale
10. Juli 2016, 21:00 Uhr in Saint-Denis (Stade de France)
Sieger Halbfinale 2


Schiedsrichter

Der deutsche Felix Brych wurde als einziger Schiedsrichter aus dem deutschsprachigen Raum als Schiedsrichter nominiert. Damit gehört er zu lediglich sieben Schiedsrichtern, die auch bei der Fußball WM 2014 in Brasilien Spiele leiten durften.[32]

Folgende Schiedsrichter wurden von der UEFA nominiert.[33]

Name Land
Martin Atkinson EnglandEngland England
Felix Brych * DeutschlandDeutschland Deutschland
Cüneyt Çakır * TurkeiTürkei Türkei
Mark Clattenburg EnglandEngland England
William Collum SchottlandSchottland Schottland
Jonas Eriksson * SchwedenSchweden Schweden
Name Land
Ovidiu Hațegan RumänienRumänien Rumänien
Sergei Karassjow RusslandRussland Russland
Viktor Kassai UngarnUngarn Ungarn
Pavel Královec TschechienTschechien Tschechien
Björn Kuipers * NiederlandeNiederlande Niederlande
Szymon Marciniak PolenPolen Polen
Name Land
Milorad Mažić * SerbienSerbien Serbien
Svein Oddvar Moen NorwegenNorwegen Norwegen
Nicola Rizzoli * ItalienItalien Italien
Damir Skomina SlowenienSlowenien Slowenien
Clément Turpin FrankreichFrankreich Frankreich
Carlos Velasco Carballo * SpanienSpanien Spanien

*Wurden auch bei der WM 2014 in Brasilien eingesetzt.

Organisation und Umfeld

Spielball

Hauptartikel: Beau Jeu

Der Beau Jeu ist der offizielle Spielball der Europameisterschaft 2016. Der Ball wird von Adidas produziert und wurde am 12. November 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt.[34]

Maskottchen

Das offizielle Maskottchen wurde am 18. November 2014 im Rahmen des Testspiels Frankreichs gegen Schweden im Stade Vélodrome vorgestellt. Bei einer Internetabstimmung mit über 100.000 abgegebenen Stimmen entschieden sich die Teilnehmer für den Namen Super Victor.[35] Zur weiteren Auswahl standen bis zum 26. November 2014 die Namen Goalix und Driblou. Nach Beendigung der Abstimmung wurde der Name am 30. November 2014 in der Sportsendung Téléfoot auf dem französischen Kanal TF1 bekannt gegeben.[36]

Musik

Den offiziellen Song der Fußball-Europameisterschaft 2016 wird der französische DJ und Produzent David Guetta beisteuern. Der Song soll This One’s For You heißen und von einem Chor von Millionen Fußballfans unterstützt werden. Die Stimmen sollen über eine App eingespielt werden. Eine weitere Neuerung besteht darin, dass der komplette EM-Soundtrack inklusive Torhymne und Einlaufmelodie von Guetta beigesteuert wird.[37] Als Maßstab für den Song dient We Are the Champions von Queen.[38]

Eintrittskarten

Wie in früheren Ausgaben des Turniers werden die Eintrittskarten auf der Grundlage eines komplexen Bewerbungsverfahrens auf der Website der Organisatoren verlost oder durch die nationalen Fußballverbände der 24 Hauptrundenteilnehmer vertrieben. Bestellt werden können die Tickets nur über das offizielle UEFA-Kartenportal. In der ersten Phase waren eine Million Tickets verfügbar, ohne die Gegner zu kennen. Das Bewerbungsverfahren für konkrete Begegnungen (zweite Phase) findet vom 14. Dezember 2015 bis 18. Januar 2016 statt. Bei einer erhöhten Nachfrage erfolgt eine Verlosung im Anschluss an diese Phase. Im März/April 2016 wird es eine sogenannte Wiederverkaufsphase geben, in der über das Ticketportal der UEFA bereits erworbene Tickets zum Originalpreis angeboten werden können.[39]

Die Gesamtzahl der Eintrittskarten beläuft sich in der zweiten Phase auf rund 800.000 Stück für 51 Endrundenspiele, davon erhalten 20 Prozent der Stadion-Nettokapazität Fans der jeweils spielenden Mannschaften. Die Preisspanne bewegt sich – abhängig vom Tribünenplatz – von 25 Euro in der Vorrunde (Kategorie 4) bis 895 Euro für das EM-Finale in der besten Kategorie. Neben den Eintrittskarten zu den einzelnen Begegnungen können die Fans Pakete für mehrere Spiele erwerben („Follow my Team“). Mit diesem Ticketpaket können Fans jedes Spiel Ihrer Mannschaft während des Turniers verfolgen, unabhängig davon, wie weit das Team in der K.-o.-Phase kommt.[40]

Das ZDF und die Frankfurter Rundschau kritisierten die Vergaberichtlinien des DFB.[41] Denn um Tickets aus dem Kontingent des DFB (20 Prozent für jedes Spiel) innerhalb der zweiten Phase können sich ausschließlich Mitglieder im Fanclub der Nationalmannschaft bewerben. Dies führt zu weiteren Kosten, der Aufnahmegebühr und den Jahresgebühren für den Fanclub von insgesamt 70 Euro. Von 24 teilnehmenden Nationen nutzen ähnliche Systeme lediglich vier Länder (Gastgeber Frankreich, Belgien, England und Wales).[42]

Fernsehübertragung

Deutschland

Nachdem die Qualifikationsspiele der Europameisterschaft 2016 auf dem Privatsender RTL ausgestrahlt worden sind, werden die Spiele der Endrunde überwiegend auf den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Das Erste und ZDF übertragen. Am 18. Dezember 2015 wurde bekannt, dass sich ProSiebenSat.1 mit SportA, der Sportrecht-Agentur von ARD und ZDF, auf eine Sublizenzierung von sechs Spielen der Vorrunde geeignet hat. Es handelt sich um Parallelspiele, die aus Wettbewerbsgründen zeitgleich mit anderen Spielen ausgetragen werden. Wurden diese bei vergangenen Turnieren auf den Spartenkanälen Einsfestival und ZDFinfo gezeigt, übernimmt Sat.1 die Ausstrahlung dieser sechs Spiele bei der Europameisterschaft 2016. Um welche Spiele es sich dabei genau handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben, auch über die Höhe der gezahlten Summe für die Sublizenzen machten weder SportA noch ProSiebenSat.1 Angaben.[43]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Rainer Franzke: EM künftig mit 24 Teams. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 28. Juni 2008, abgerufen am 28. Februar 2009.
  2. UEFA EURO 2016: key dates and milestones. In: uefa.com. UEFA, 1. Februar 2013, abgerufen am 19. Mai 2013 (englisch).
  3. EURO 2016: Über die Euro. In: uefa.com. UEFA, 28. Mai 2010, abgerufen am 25. Juni 2012.
  4. EURO 2016: Grünes Licht für Bewerbungsverfahren (Memento vom 18. Juli 2013 im Webarchiv archive.is) Bei: uefa.com. 12. Dezember 2008.
  5. Wales and Scotland ditch Euro bid. In: bbc.co.uk. British Broadcasting Corporation, 2. März 2008, abgerufen am 18. Juli 2013 (englisch).
  6. Vier Interessenten für die UEFA EURO 2016™. In: uefa.com. UEFA, 11. März 2009, abgerufen am 27. Februar 2015.
  7. France to bid for EURO 2016. In: fifa.com. FIFA, 13. Februar 2009, abgerufen am 18. Juli 2013 (englisch).
  8. Bewerbung der Türkei. In: sabah.com.tr. Sabah, archiviert vom Original am 11. Februar 2009, abgerufen am 25. Juni 2012 (türkisch).
  9. Andrea Lolli: L'Italia vuole gli Europei 2016. In: tuttomercatoweb.com. 29. Januar 2009, abgerufen am 18. Juli 2013 (italienisch).
  10. Inget EM i Sverige. In: gp.se. Göteborgs-Posten, 9. Dezember 2009, abgerufen am 18. Juli 2013 (schwedisch).
  11. La France accueillera l'euro 2016. In: francefootball.fr. France Football, archiviert vom Original am 29. Mai 2010, abgerufen am 25. Juni 2012 (französisch).
  12. France Football vom 3. August 2010, S. 20.
  13. Festlegung der Austragungsorte. In: fff.fr. Fédération Française de Football, 20. Mai 2011, abgerufen am 25. Juni 2012 (französisch).
  14. France Football vom 24. Mai 2011, S. 54.
  15. Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees von zwei weiteren Stadien. In: uefa.com. UEFA, 16. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2012.
  16. France Football vom 23. Juli 2013, S. 18 f.
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  41. Frank Hellmann: EM-Tickets nur für erlauchte DFB-Fans? In: zdfsport.de. ZDF, 11. Dezember 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
  42. Frank Hellmann: Hoher Preis für EM-Karte. In: fr-online.de. Frankfurter Rundschau, 11. Dezember 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015.
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