Fußball-Landesliga Niedersachsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Landesliga Niedersachsen (bis zur Saison 2009/10 Bezirksoberliga) ist im Herrenbereich die zweithöchste Spielklasse innerhalb des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) und die sechsthöchste Spielklasse in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1979 führte der Niedersächsische Fußballverband eine Ligenreform durch. Die bislang acht Bezirke wurden zu vier Bezirken zusammengelegt. Es wurden die Bezirksoberligen als höchste Spielklassen der Bezirke eingeführt, die in Niedersachsen die dritthöchste Spielklasse nach der Verbands- und Landesliga darstellten. 1994 wurde die Verbandsliga Niedersachsen zur zweigleisigen Niedersachsenliga und die vier Bezirksoberligen wurde zu Landesligen. Dieser Name wurde bis 2006 beibehalten, ehe die Landesligen wieder zu Bezirksoberligen wurden. Im Jahre 2010 erfolgte die Umbenennung in Landesliga.

COVID-19-Pandemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vom Jahre 2020 an weltweite COVID-19-Pandemie führte auch zu einigen Änderungen in den Landesligen. Aufgrund der Spielausfälle beziehungsweise des Verbots der Durchführung von Fußball-Veranstaltungen wurde die Saison 19/20 vorzeitig abgebrochen. Die Aufsteiger wurden über einen Quotienten ermittelt, dabei wurde die Punktzahl durch die Anzahl der Spiele dividiert. Der Abstieg wurde für diese Saison ausgesetzt. Die Saison 20/21 wurde zwar begonnen, allerdings nach erneuten Einschränkungen bei der Durchführung von Fußballspielen ebenfalls abgebrochen und annulliert. Die Saison 21/22 wurde wieder unter normalen Umständen ausgespielt, jedoch gab es in den Landesligen Hannover/Weser-Ems sowie Lüneburg in der Hinrunde eine Einteilung der Teams nach regionalen Gesichtspunkten – diese wurden Staffeln beziehungsweise Gruppen genannt. In der Rückrunde spielten diese Bezirke die Auf- beziehungsweise Absteiger in einer eigenen Aufstiegsrunde und Abstiegsrunde aus. Einzig der Bezirk Braunschweig legte den Modus fest, alle Teams in einer Liga mit Hin- und Rückrunde spielen zu lassen.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesliga Niedersachsen wird von den vier Bezirken des NFV in eigener Verantwortung ausgerichtet. Sie ist daher keine Spielklasse auf Verbandsebene. Die einzelnen Landesligen haben Staffelstärken, die in der Saison 2010/11 zwischen 16 und 19 Mannschaften betrugen. Die Mitgliedsvereine des NFV sind jeweils einem der 33 Kreise zugeordnet. Die einzelnen Kreise sind jeweils einem Bezirk zugeordnet, dessen höchste Spielklasse die Landesliga ist. Welcher Verein in welcher Landesliga antritt, richtet sich daher nach der Bezirks-Mitgliedschaft seines Kreises. Die Kreise entsprechen dabei weitgehend den kommunalen Landkreisen. Eine Ausnahme davon bildet die Region Hannover, in der es die Fußball-Kreise Hannover-Land und Hannover-Stadt gibt. Die Zuordnung zu den Bezirken entspricht der Zuordnung der Landkreise zu den vier ehemaligen niedersächsischen Regierungsbezirken von 1978 bis 2004.

Auf- und Abstiegsregelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßig steigen die Meister der vier Landesligen in die Fußball-Oberliga Niedersachsen auf.

Von dieser Regelung wird in Jahren abgewichen, in denen es durch Ligareformen zu einem verstärkten Auf- oder Abstieg aus der nächsthöheren Spielklasse kommt. So stieg in den vergangenen Jahren mehrfach eine zweite Mannschaft aus den Landesligen auf, teilweise nach einem Aufstiegsspiel gegen eine weitere Mannschaft aus den einer anderen Landesliga (oder damals "Bezirksoberliga"). Dabei spielten stets die Bezirke Braunschweig und Lüneburg um einen freien in der damaligen Niedersachsenliga Ost und die Bezirke Hannover und Weser-Ems um einen Platz in der damaligen Niedersachsenliga West.

Als zur Saison 2010/11 die eingleisige Oberliga Niedersachsen eingeführt wurde, stiegen die Meister der Saison 2009/10 nicht direkt auf, sondern spielten mit vier Mannschaften aus der Oberliga um noch fünf Plätze in der Oberliga.

Am Saisonende müssen die Landesligen die Absteiger aus der Oberliga sowie die Aufsteiger aus den siebtklassigen Bezirksligen aufnehmen. Die Landesliga Weser-Ems hat als Unterbau fünf Bezirksligen, die anderen Bezirke spielen mit vier Bezirksligen. Deren Meister steigen in die Landesliga auf.

Daher ist die Anzahl der Absteiger in den einzelnen Landesligen unterschiedlich und richtet sich nach der jeweiligen Ausschreibung des Bezirkes. Die Bezirke Braunschweig,[1] Hannover[2] und Lüneburg[3] streben eine Landesliga mit 16 Mannschaften an, der Bezirk Weser-Ems[4] eine mit 18 Mannschaften. Daher richtet sich die Anzahl der Absteiger gemäß der Ausschreibung danach, wie viele Mannschaften absteigen müssen, um auf die Sollstärke zu kommen. Dabei wird aber auch zeitweise ein Überhang über der Sollstärke akzeptiert.

Landesliga Braunschweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball-Landesliga Niedersachsen (Deutschland)
Braunschweig
Göttingen
Bad Harzburg
Kästorf
Landolfshausen
Lengede
Northeim
Nörten-Hardenberg
Wahrenholz
Wolfenbüttel
Wolfsburg
Braunschweig = Acosta & Eintracht & Vahdet & Lehndorf; Göttingen = 05 & Sparta & SVG & Hainberg; Wolfenbüttel = BV Germania & MTV; Wolfsburg = SSV Vorsfelde

Teilnehmer Saison 2022/23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisherige Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1979 und 1994 sowie von 2006 und 2010 als Bezirksoberliga.

B1 Der Verein verzichtete auf den möglichen Aufstieg.
B2 Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen. Der Aufsteiger wurde über einen Quotienten ermittelt.
B3 Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen und annulliert.

Weitere Aufsteiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Mannschaften stiegen ebenfalls in die nächsthöhere Liga auf. Die Zahl in Klammern kennzeichnet die Platzierung, die die jeweilige Mannschaft erreicht hatte.

Landesliga Hannover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball-Landesliga Niedersachsen (Deutschland)
Alfeld
Bavenstedt
Bückeburg
Döhren
Eilvese
Eldagsen
Garbsen
Hannover
Lang.
Sarstedt
St.
Steimbke
Tündern
Sulingen
Wetschen
Wunstorf
Bars. = Barsinghausen; Hannover: OSV & Döhren; Lang. = Langenhagen: Godshorn & Kaltenweide/Krähenwinkel; St. = Stelingen

Teilnehmer Saison 2022/23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisherige Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1979 und 1994 sowie von 2006 und 2010 als Bezirksoberliga.

H1 Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen. Der Aufsteiger wurde über einen Quotienten ermittelt.
H2 Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen und annulliert.

Weitere Aufsteiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Mannschaften stiegen ebenfalls in die nächsthöhere Liga auf. Die Zahl in Klammern kennzeichnet die Platzierung, die die jeweilige Mannschaft erreicht hatte.

Landesliga Lüneburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball-Landesliga Niedersachsen (Deutschland)
Bornreihe
Celle
Cuxhaven
Drochtersen
Elstorf
Etelsen
Gellersen
Hagen
Hambergen
Harsefeld
He.
Lindwedel
Lüneburg
Neetze
Stade
Uelzen
Uphusen
Verden
Vereine der Landesliga Lüneburg; Celle = Westercelle; He. = Hedendorf;

Teilnehmer Saison 2022/23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisherige Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1979 und 1994 sowie von 2006 und 2010 als Bezirksoberliga.

L1 Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen. Der Aufsteiger wurde über einen Quotienten ermittelt.
L2 Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen und annulliert.

Weitere Aufsteiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Mannschaften stiegen ebenfalls in die nächsthöhere Liga auf. Die Zahl in Klammern kennzeichnet die Platzierung, die die jeweilige Mannschaft erreicht hatte.

Landesliga Weser-Ems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball-Landesliga Niedersachsen (Deutschland)
Bevern
Dinklage
Firrel
Friesoythe
Holdorf
Lingen
Melle
Meppen
Oythe
Bad Rothenfelde
Schüttorf
Steinfeld
Voxtrup
Wallenhorst
Wildeshausen
Wilhelmshaven
Lingen = Holthausen/Biene; Steinfeld = GW Mühlen & Falke; Wallenhorst = BW Hollage; Wilhelmshaven = Frisia & SV

Teilnehmer Saison 2022/23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisherige Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1979 und 1994 sowie von 2006 und 2010 als Bezirksoberliga.

W1 Der Verein verzichtete auf den Aufstieg.
W2 Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen. Der Aufsteiger wurde über einen Quotienten ermittelt.
W3 Aufgrund der andauernden COVID-19-Pandemie wurde die Saison abgebrochen und annulliert.

Weitere Aufsteiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Mannschaften stiegen ebenfalls in die nächsthöhere Liga auf. Die Zahl in Klammern kennzeichnet die Platzierung, die die jeweilige Mannschaft erreicht hatte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausschreibung des NFV-Bezirkes Braunschweig 2010/2011, S. 2. nfv-braunschweig.de
  2. Ausschreibung des NFV-Bezirkes Hannover 2010/2011, S. 20. nfv-bezirk-hannover.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.nfv-bezirk-hannover.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 465 kB)
  3. Ausschreibung des NFV-Bezirkes Lüneburg 2010/2011, S. 1. nfv-bezirk-lueneburg.de
  4. Ausschreibung des NFV-Bezirkes Weser-Ems 2010/2011, Punkt 2.6. http://www.nfvbwe.de/index2.php?option=com_docman&task=doc_view&gid=157&Itemid=50@1@2Vorlage:Toter Link/www.nfvbwe.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. ]