Fußball-Regionalliga 1964/65

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Fußball-Regionalliga 1964/65
Regionalliga 1963/64
Bundesliga 1964/65

Die Fußball-Regionalliga 1964/65 war die zweite Saison dieser Liga.

Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tabellenfünfte der Premierenrunde 1963/64, Holstein Kiel, eröffnete die Hinrunde mit einem 22:0 Punktestart. Am 12. Spieltag, den 8. November 1964, riss die Serie, St. Pauli gewann vor 17.000 Zuschauern im Holstein-Stadion gegen die „Störche“ mit 2:1 Toren. Nach der Vorrunde stand Holstein Kiel souverän mit 28:4 Punkten auf Platz eins im Norden. Amateurnationalspieler Franz-Josef Hönig hatte sich als wertvolle Verstärkung erwiesen und der Jugendnationalspieler des Jahres 1962, Gerd Saborowski, schaffte den Durchbruch als Torjäger. St. Pauli folgte mit 23:9 Punkten nach der Vorrunde auf dem zweiten Rang und konnte diesen Platz auch bis zum Schlusstag am 9. Mai 1965 verteidigen. Altona 93 kam mit einer Rückrunde von 23:9 Punkten auf den 3. Rang, vor Arminia Hannover, das nach der Vorrunde (21:11 Punkte) noch vor der Mannschaft von Trainer Kurt Krause platziert war. Die Arminen, der junge Horst Witzler hatte das Traineramt neu angetreten, gewannen in der Rückrunde alle drei Heimspiele gegen Altona, Kiel und St. Pauli. Die drei verlorenen Spiele in Folge gegen Wolfsburg, Concordia und Hildesheim im Januar/Februar 1965 machten die Erfolge in den Spitzenspielen für die Mannschaft um Gerhard Elfert und Helmut Kafka wertlos. Trainer Fritz Rebell kam mit Aufsteiger Göttingen 05 auf Platz fünf. Im Abstiegskampf erhielt der VfV Hildesheim mit dem 3:1-Auswärtserfolg am Schlusstag, den 9. Mai 1965, bei St. Pauli, die Klasse gegen den punktgleichen Rivalen VfR Neumünster, der mit 0:2 Toren bei Concordia Hamburg verlor.

Die Torjägerliste wurde angeführt von Gerd Saborowski (Holstein Kiel) mit 34 Toren. Vereinskamerad Gerd Koll folgte mit 23 Treffern vor Ulrich Kallius von Altona 93 mit 21 Toren. Zur Runde 1965/66 wechselten in die Bundesliga:

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
01. Holstein Kiel 32 24 4 4 94:41 +53 52:12
02. FC St. Pauli (M) 32 17 8 7 79:45 +34 42:22
03. Altona 93 32 17 7 8 69:45 +24 41:23
04. SV Arminia Hannover 32 17 6 9 76:49 +27 40:24
05. 1. SC Göttingen 05 (N) 32 17 3 12 62:40 +22 37:27
06. VfL Wolfsburg 32 12 8 12 53:56 03 32:32
07. Bremerhaven 93 32 11 9 12 46:55 04 31:33
08. ASV Bergedorf 85 32 14 2 16 61:62 01 30:34
09. SC Concordia Hamburg 32 13 4 15 44:57 −13 30:34
10. VfL Osnabrück 32 12 5 15 71:65 +06 29:35
11. VfB Lübeck 32 11 6 15 42:56 −14 28:36
12. SC Victoria Hamburg 32 10 8 14 52:73 −19 28:36
13. VfB Oldenburg 32 10 7 15 52:59 07 27:37
14. SV Friedrichsort 32 9 9 14 41:59 −18 27:37
15. VfV Hildesheim 32 9 8 15 49:60 −11 26:38
16. VfR Neumünster 32 11 4 17 52:71 −19 26:38
17. Rasensport Harburg (N) 32 6 6 20 39:89 −50 18:46
  • Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Bundesliga 1965/66
  • Abstieg in die 1. Amateurliga 1965/66
  • (M) Regionalligameister Nord 1963/64

    (N) Aufsteiger 1963/64

    Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Amateurmannschaften von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig als Erster bzw. Zweiter aus Niedersachsen durften nicht an der Aufstiegsrunde teilnehmen. Es rückten die Tabellenvierten und -fünften SV Union Salzgitter bzw. TSR Olympia Wilhelmshaven nach.

    Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Quote Punkte
     1. Itzehoer SV  6  4  1  1 011:800 1,38 09:30
     2. TSV Uetersen  6  2  2  2 012:110 1,09 06:60
     3. TSR Olympia Wilhelmshaven  6  2  1  3 008:700 1,14 05:70
     4. TuS Celle  6  2  0  4 013:180 0,72 04:80

    Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Quote Punkte
     1. Bremer SV  6  3  1  2 012:120 1,00 07:50
     2. SV Union Salzgitter  6  2  2  2 012:110 1,09 06:60
     3. Heider SV  6  2  2  2 014:150 0,93 06:60
     4. SC Sperber Hamburg  6  1  3  2 013:130 1,00 05:70
  • Aufsteiger zur Regionalliga Nord 1965/66
  • Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zunächst spielten alle zehn Vereine in einer gemeinsamen Vor- und Rückrunde. Anschließend nahmen die besten fünf an der Meisterrunde, die letzten fünf an der Relegationsgruppe bzw. Abstiegsrunde teil.

    Nach der gemeinsamen Vor- und Rückrunde mit 18 Spielen, führte der Spandauer SV mit 32:4 Punkten, vor Tennis Borussia (29:7) und Tasmania 1900 mit 27:9 Punkten die Tabelle an. Am Tabellenende stand Blau-Weiß 90 mit 9:27 Punkten. In der Meisterrunde setzte sich Tennis-Borussia mit 13:3 Punkten durch – die Angriffsreihe mit Willi Kraus, Klaus Marquardt, Helmut Beekmann, Bernd Sobeck und Erhard Foit entschied in der entscheidenden Phase die Spiele – und kam mit insgesamt 42:10 Punkten zur Meisterschaft und damit zum Einzug in die Bundesliga-Aufstiegsrunde 1965. Spandau konnte die Form der ersten Gruppenphase nicht halten – keine Niederlage –, holte nur noch 9:7 Punkte und musste somit mit der Vizemeisterschaft vorliebnehmen, die aber nicht zur Teilnahme an der Bundesliga-Aufstiegsrunde berechtigte. Vorjahresmeister Tasmania 1900 Berlin konnte zwar in der Meisterrunde zulegen – die Blau-Weißen aus dem Südberliner Bezirk Neukölln holten 12:4 Punkte –, in der Abschlusstabelle landete „Tas“ aber auf dem dritten Rang.

    Die Reinickendorfer Füchse gewannen die Relegationsspiele gegen Rapide Wedding und verblieben als Tabellenletzter auch in der Regionalliga Berlin.

    Die Torjägerkrone holte sich zum zweiten Mal Mittelstürmer Heinz Fischer von Tasmania 1900 mit 25 Treffern. Auf den Rängen folgten Willi Kraus (TeBe) mit 23 und Klaus Triemer (BFC Südring) mit 19 Toren.

    Durch den Lizenzentzug von Hertha BSC rückte unmittelbar vor Rundenbeginn 1965/66, Tasmania 1900 Berlin als Berliner Vertreter in die Bundesliga nach (der zweitplatzierte Verein Spandauer SV verzichtete auf den Aufstieg). Torjäger Heinz Fischer hatte aber bereits bei Eintracht Gelsenkirchen in der Regionalliga West unterschrieben und stand somit „Tas“ in der Bundesliga nicht zur Verfügung. Vom Berliner SV 1892 wurde Bernd Meißel und von Wacker 04 der Stürmer Ulrich Sand aus der Regionalliga Berlin verpflichtet.

    Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Platz Verein Sp G U V Tore Punkte
    1. Spandauer SV 18 14 4 0 41:11 32:4
    2. Tennis Borussia Berlin 18 12 5 1 44:13 29:7
    3. Tasmania 1900 Berlin 18 13 1 4 56:19 27:9
    4. Wacker 04 Berlin 18 8 3 7 38:37 19:17
    5. Berliner SV 92 18 7 3 8 22:36 17:19
    6. Viktoria 89 Berlin (N) 18 6 2 10 36:51 14:22
    7. BFC Südring 18 3 6 9 28:45 12:24
    8. Reinickendorfer Füchse 18 4 3 11 18:39 11:25
    9. Hertha Zehlendorf 18 3 4 11 23:37 10:26
    10. Blau-Weiß 90 Berlin 18 1 7 10 12:30 9:27

    Meisterrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Platz Verein Sp G U V Tore Punkte
    1. Tennis Borussia Berlin 26 17 8 1 67:23 42:10
    2. Spandauer SV 26 18 5 3 57:26 41:11
    3. Tasmania 1900 Berlin (M) 26 18 3 5 82:29 39:13
    4. Wacker 04 Berlin 26 9 4 13 49:59 22:30
    5. Berliner SV 92 26 8 4 14 28:61 20:32

    Abstiegsrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Platz Verein Sp G U V Tore Punkte
    6. BFC Südring Berlin 26 7 8 11 54:61 22:30
    7. Blau-Weiß 90 Berlin 26 6 10 10 27:38 22:30
    8. Hertha Zehlendorf 26 6 6 14 33:50 18:34
    9. Viktoria 89 Berlin (N) 26 7 3 16 47:69 17:35
    10. Reinickendorfer Füchse 26 6 5 15 28:56 17:35
  • Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Bundesliga 1965/66
  • Nachträglicher 'Aufstieg' in Bundesliga als Ersatz für zwangsabgestiegene Hertha BSC
  • (M) Regionalligameister Berlin 1963/64

    (N) Aufsteiger Saison 1963/64

    West[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In die zweite Saison Regionalliga West gingen als Favoriten der Bundesligaabsteiger Preußen Münster, die in der Aufstiegsrunde gescheiterten Teams aus Aachen und Wuppertal, der Vorjahresdritte Fortuna Düsseldorf und Bielefeld, das mit dem Angriff Gerd Roggensack, Uwe Erich, Ulrich Kohn, Gustav Walenciak und Bernd Kirchner (Erich, Kohn und Walenciak kamen neu zur „Alm“) auch als Mitfavorit gehandelt wurde. Nach der Hinrunde führte überraschend das von Trainer Hennes Weisweiler übernommene Team von Borussia Mönchengladbach mit 27:7 Punkten die Tabelle vor Aachen (26:8), Düsseldorf (23:11), Oberhausen (23:11) und Viktoria Köln mit 22:12 Punkten an. Die vor der Runde als Mitfavoriten gehandelten Arminen aus Bielefeld lagen bereits abgeschlagen mit 16:18 Punkten auf dem neunten Rang. In der Rückrunde holte Bielefeld aber mit 23:11 Punkten die gleichen Zähler wie der Vorjahresmeister aus Aachen und schob sich damit noch auf den fünften Rang vor. RW Oberhausen, der Tabellensiebte des Vorjahres, kam auf den vierten Rang und hatte mit Hans Siemensmeyer ein herausragendes Talent im Mittelfeld. Die Mannschaft von Trainer Kuno Klötzer spielte wieder um die Meisterschaft mit, am Ende sprang für Fortuna Düsseldorf und Torjäger Peter Meyer wiederum der undankbare dritte Platz heraus. Die Tivoli-Mannschaft aus Aachen zog als Vizemeister erneut in die Bundesligaaufstiegsrunde ein. Mönchengladbach holte aus den letzten vier Begegnungen 7:1 Punkte, Aachen lediglich 4:4 Punkte und somit hatte die Elf vom Bökelberg als neuer Meister drei Punkte Vorsprung vor dem Titelverteidiger. Der Angriff mit Herbert Laumen, Jupp Heynckes, Bernd Rupp, Günter Netzer und Werner Waddey wurde zu einem Begriff für Angriffsschwung, Kombinationsfreude und Tore. Das Können von Trainer Weisweiler wird noch durch die Abgänge im Sommer 1964 unterstrichen: Heinz Crawatzo (Schalke 04; Bundesliga), Horst-Dieter Höttges (Werder Bremen; Bundesliga), Ulrich Kohn (Arminia Bielefeld; Regionalliga West) und Karl-Heinz Mülhausen (Hannover 96; Bundesliga) waren in der Runde 1964/65 zu ersetzen. Als Neuzugänge verpflichtete der Dozent an der Sporthochschule in Köln die Amateure Bernd Rupp (SV Wiesbaden) und Werner Waddey (1. FC Mönchengladbach) und konnte den ein Jahr durch Wechselsperre ruhenden Jupp Heynckes von Grün-Weiß Holt ins Rennen schicken.

    Am Tabellenende erwischte es den Aufsteiger Homberger SV, der nach der Vorrunde noch mit 12:22 Punkten auf Platz 16 lag. Westfalia Herne (Hinrunde 11:23 Punkte und damit 17.) steigerte sich in der Rückrunde enorm, kam auf 20:14 Zähler und damit noch auf den zwölften Tabellenplatz. Bei Herne hatte sich der Verlust von Jürgen Bandura, Hans Cieslarczyk und Alfred Pyka zu Beginn der Runde leistungsmäßig deutlich ausgewirkt.

    Die Torjägerliste führten an:

    In die Fußball-Bundesliga zur Runde 1965/66 wechselten die Spieler:

    Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Platz Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
    01. Bor. Mönchengladbach 34 23 6 5 92:39 +53 52:16
    02. Alemannia Aachen (M) 34 21 7 6 69:23 +46 49:19
    03. Fortuna Düsseldorf 34 18 7 9 71:38 +33 43:25
    04. Rot-Weiß Oberhausen 34 17 8 9 55:35 +20 42:26
    05. Arminia Bielefeld 34 15 9 10 68:52 +16 39:29
    06. Wuppertaler SV 34 14 8 12 54:52 +02 36:32
    07. Rot-Weiss Essen 34 14 6 14 56:53 +03 34:34
    08. Preußen Münster (A) 34 13 7 14 50:48 +02 33:35
    09. Schwarz-Weiß Essen 34 10 13 11 58:59 01 33:35
    10. SC Viktoria Köln 34 14 5 15 41:48 07 33:35
    11. Eintracht Duisburg 34 10 12 12 41:53 −12 32:36
    12. Westfalia Herne 34 13 5 16 45:56 −11 31:37
    13. Eintracht Gelsenkirchen (N) 34 10 10 14 46:57 −11 30:38
    14. Hamborn 07 34 9 11 14 49:68 −19 29:39
    15. TSV Marl-Hüls 34 10 8 16 36:59 −23 28:40
    16. Bayer 04 Leverkusen 34 8 10 16 48:55 07 26:42
    17. STV Horst-Emscher 34 6 10 18 33:79 −46 22:46
    18. Homberger SV (N) 34 6 8 20 24:62 −38 20:48
  • Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Bundesliga 1965/66
  • Abstieg in die Verbandsliga 1965/66
  • (M) Regionalligameister West 1963/64

    (A) Absteiger aus der Bundesliga 1963/64

    (N) Aufsteiger aus der Verbandsliga 1963/64

    Aufstiegsrunde zur Regionalliga West[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Aufstiegsrunde entfiel, weil der Mittelrheinmeister 1. FC Köln Amateure nicht aufstiegsberechtigt ist und keine andere Mannschaft einen Lizenzantrag für die Regionalliga gestellt hatte. Daher stiegen Westfalenmeister VfL Bochum und Niederrheinmeister VfB Bottrop kampflos auf.

    Südwest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Bundesligaabsteiger 1. FC Saarbrücken setzte sich im Südwesten als Meister durch. Im heimischen Ludwigsparkstadion legte er mit 33:1 Punkten dafür die Grundlage. In der Offensive waren sie den Konkurrenten aus Worms, Trier und dem Lokalrivalen Saar 05 klar überlegen. Der Vizemeister Worms führte nach dem zwölften Spieltag die Tabelle noch mit 21:3 Punkten an. Wormatia verlor aber dann das folgende Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken mit 1:2 Toren und eröffnete somit den Saarländern wieder den Anschluss. Die Wormser bauten auf die beste Abwehr. Nur 24 Gegentreffer in 34 Verbandsspielen ließ die Abwehr um Torhüter Slavko Stojanovic zu; in 17 Heimspielen konnten die gegnerischen Sturmreihen nur neun Treffer anbringen. Beim 1. FC Saarbrücken wurde während der Runde der Trainer gewechselt: Für Helmut Schneider übernahm der saarländische Verbandstrainer Jupp Derwall. Die Sportfreunde Saarbrücken hatten sportlich mit dem Abgang des jungen Torjägers Johannes Löhr zu kämpfen und zogen sich aus finanziellen Gründen nach der Runde aus der Regionalliga zurück. In Ludwigshafen hatte es vor Rundenbeginn eine Fusion zwischen Phönix und TuRa gegeben mit dem Ergebnis der Geburt des SV Südwest Ludwigshafen. Südwest belegte den fünften Platz. Beim Vizemeister des Vorjahres, dem FK Pirmasens, gab es zu viele Niederlagen (12) und dadurch Turbulenzen auf der Trainerbank. Kurt Sommerlatt löste Alfred Preißler ab. Dem VfR Kaiserslautern nutzten auch die zwei Erfolge am Rundenschluss gegen Bellheim und Spfr. Saarbrücken nichts mehr, die Elf vom Erbsenberg stieg zusammen mit Germania Metternich in das Amateurlager ab.

    Der Stürmerneuzugang beim 1. FC Saarbrücken, Emil Poklitar, holte sich mit 27 Treffern die Torschützenkrone im Südwesten. Hans-Erwin Volberg (FKP) mit 26 und Fritz Altmeyer (SV Saar 05) mit 24 Toren folgten dicht dahinter. Zur Runde 1965/66 unterschrieben die Spieler Hugo Dausmann (FKP) und Dieter Bedürftig (Worms) Verträge in der Bundesliga.

    Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Platz Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
    01. 1. FC Saarbrücken (A) 34 27 4 3 92:33 +59 58:10
    02. VfR Wormatia Worms 34 20 10 4 64:24 +40 50:18
    03. Eintracht Trier 34 21 6 7 67:27 +40 48:20
    04. SV Saar 05 Saarbrücken 34 20 6 8 69:33 +36 46:22
    05. SV Südwest Ludwigshafen 34 18 6 10 64:44 +20 42:26
    06. TuS Neuendorf 34 18 6 10 68:53 +15 42:26
    07. FK Pirmasens 34 19 3 12 76:44 +33 41:27
    08. Ludwigshafener SC 34 14 8 12 56:50 +06 36:32
    09. SpVgg Weisenau 34 13 6 15 56:73 −17 32:36
    10. Phönix Bellheim 34 10 10 14 40:51 −11 30:38
    11. 1. FSV Mainz 05 34 12 4 18 55:64 09 28:40
    12. VfR Frankenthal 34 9 9 16 54:64 −10 27:41
    13. BSC Oppau 34 11 5 18 53:69 −16 27:41
    14. SV 06 Völklingen 34 10 6 18 54:71 −17 26:42
    15. TSC Zweibrücken 34 10 3 21 53:82 −29 23:45
    16. Sportfreunde Saarbrücken 34 8 5 21 36:72 −36 21:47
    17. VfR Kaiserslautern 34 6 6 22 32:79 −47 18:50
    18. Germania Metternich (N) 34 4 9 21 26:82 −56 17:51
  • Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Bundesliga 1965/66
  • Abstieg in die 1. Amateurliga 1965/66
  • (A) Absteiger aus der Bundesliga 1963/64

    (N) Aufsteiger aus der 1. Amateurliga 1963/64

    Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Süden holte sich der FC Bayern München die Meisterschaft vor der Mannschaft von Trainer Georg Wurzer, dem SSV Reutlingen. Nimmt man das Torverhältnis zur Hand, der FC Bayern erzielte 146 Treffer und stellte mit Rainer Ohlhauser und Gerd Müller die beiden treffsichersten Schützen in der Saison, so ist der Vorsprung des Teams von Trainer Zlatko Čajkovski mit drei Punkten überraschend knapp zu der Elf vom Stadion an der Kreuzeiche. 59 Treffer mehr als der Vizemeister Reutlingen hatten die Münchner vorzuweisen, daneben auch noch die beste Abwehr der Liga mit nur 32 Gegentreffer in 36 Rundenspielen. Kickers Offenbach, mit Trainer Radoslav Momirski, erzielte zwar neben dem neuen Meister mit 91 Toren die meisten Treffer, kassierte aber mit 63 Gegentreffer zu viel, um München und Reutlingen von den Spitzenplätzen verdrängen zu können. Die Reutlinger gaben die Tabellenführung erst am 17. Spieltag durch ihre 0:1-Niederlage beim FSV Frankfurt an Bayern München ab. Am 18. Oktober 1964 debütierte Gerd Müller im Angriff des FC Bayern beim 11:2-Auswärtserfolg im Möslestadion gegen den Freiburger FC. Damit vervollständigte sich die legendäre Achse mit Sepp Maier (Tor), Franz Beckenbauer (Libero) und Gerd Müller (Mittelstürmer). Die beiden Spitzenduelle gewann München jeweils klar mit 5:0 und 3:0 Toren gegen die Mannschaft vom Fuß der Achalm. Einen dramatischen Absturz erlebten Schwaben Augsburg – der Vierte des Vorjahres landete auf Platz 16. und damit unmittelbar vor den Abstiegsplätzen – und die TSG Ulm 1846. Die „Spatzen“ stiegen ohne den zu Hertha BSC gewechselten Nationaltorhüter Wolfgang Fahrian als 18. gemeinsam mit den Neulingen Wacker München und FC Emmendingen in die Amateurliga ab. Die Südbadener waren in den 36 Verbandsspielen mit nur einem Sieg und 158 Gegentreffern völlig überfordert.

    Die Torjägerliste wurde von Rainer Ohlhauser mit 42 Treffern angeführt. Gerd Müller folgte mit 33 Toren vor Mittelstürmer Rudolf Bast vom VfR Mannheim mit 32 Treffern.

    In die Fußball-Bundesliga zur Runde 1965/66 wechselten die Spieler:

    Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Platz Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
    01. FC Bayern München 36 24 7 5 146:032 +112 55:17
    02. SSV Reutlingen 36 23 6 7 087:045 +042 52:20
    03. Kickers Offenbach 36 19 10 7 091:063 +028 48:24
    04. SV Waldhof Mannheim 36 19 8 9 074:050 +024 46:26
    05. KSV Hessen Kassel (M) 36 17 6 13 074:052 +022 40:32
    06. VfR Mannheim 36 15 10 11 066:053 +013 40:32
    07. Stuttgarter Kickers 36 15 10 11 069:059 +010 40:32
    08. SpVgg Fürth 36 16 7 13 072:062 +010 39:33
    09. FC Bayern Hof 36 16 4 16 065:058 +007 36:36
    10. FSV Frankfurt 36 15 6 15 052:059 007 36:36
    11. Freiburger FC 36 11 13 12 060:068 008 35:37
    12. ESV Ingolstadt 36 13 8 15 055:065 010 34:38
    13. 1. FC Pforzheim 36 13 7 16 047:061 014 33:39
    14. Darmstadt 98 (N) 36 11 11 14 049:066 017 33:39
    15. FC Schweinfurt 05 36 14 4 18 049:055 006 32:40
    16. TSV Schwaben Augsburg 36 11 8 17 061:073 012 30:42
    17. FC Wacker München (N) 36 10 7 19 054:086 032 27:45
    18. TSG Ulm 1846 36 9 6 21 053:090 037 24:48
    19. FC Emmendingen (N) 36 1 2 33 031:158 −127 04:68
  • Qualifikation zur Aufstiegsrunde zur Bundesliga 1965/66
  • Abstieg in die 1. Amateurliga 1965/66
  • (M) Regionalligameister Süd 1963/64

    (N) Aufsteiger 1963/64

    Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der SC Opel Rüsselsheim als Meister der 1. Amateurliga Hessen und die SpVgg Weiden, als Meister der Bayernliga stiegen direkt in die Regionalliga Süd auf. Die Meister der 1. Amateurligen: Südbaden, Nordbaden, Nordwürttemberg und Schwarzwald-Bodensee spielten in einer Aufstiegsrunde den dritten Aufsteiger aus. Den Aufstieg schaffte der VfR Pforzheim.

    Platz Verein Spiele Tore Punkte
    1 VfR Pforzheim 6 17:7 9:3
    2 Sportfreunde Esslingen 6 13:10 8:4
    3 SC Freiburg 6 7:14 5:7
    4 FV Ebingen 6 10:16 2:10
  • Aufsteiger in die Regionalliga Süd
  • Aufstiegsrunde zur Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Gruppenspiele fanden vom 29. Mai bis 26. Juni statt.

    Qualifikationsspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    FC St. Pauli - SSV Reutlingen 1:0
    SSV Reutlingen - FC St. Pauli 4:2 (2:1) n. V.

    SSV Reutlingen qualifiziert für die Gruppenspiele.

    Gruppe 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Durch den 5:1-Auswärtserfolg am Starttag bei Wormatia Worms unterstrich der Westmeister Mönchengladbach seine Ambitionen zum Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Die „Fohlen“ ließen 5:1 Punkte aus den nächsten Spielen gegen Kiel und den zwei unmittelbar folgenden Spielen gegen Reutlingen folgen und standen nach vier Begegnungen mit 7:1 Punkten sicher an der Spitze der Gruppe 1. Der 7:0-Heimsieg gegen Reutlingen am 16. Juni entschied das Aufstiegsrennen. Somit konnte Gladbach auch die 1:3 Minuspunkte aus den letzten zwei Spielen unbeschadet überstehen.

    Die zum Einsatz gekommenen Spieler von Mönchengladbach in der Aufstiegsrunde:

    Manfred Orzessek, Walter Wimmer, Arno Ernst, Albert Jansen, Egon Milder, Heinz Lowin, Herbert Laumen, Jupp Heynckes, Bernd Rupp, Günter Netzer, Werner Waddey, Rudolf Pöggeler.

    Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Borussia Mönchengladbach  6  3  2  1 017:700 +10 08:40
     2. SSV Reutlingen 05  6  2  3  1 008:110  −3 07:50
     3. Holstein Kiel  6  2  2  2 012:900  +3 06:60
     4. Wormatia Worms  6  1  1  4 007:170 −10 03:90
  • Aufstieg in die Bundesliga 1965/66
  • Gruppe 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Alemannia Aachen scheiterte zum zweiten Mal in den Aufstiegsspielen. War es im ersten Jahr Hannover 96, machte jetzt Bayern München die Aufstiegsambitionen der Tivoli-Elf zunichte. Am dritten Spieltag gewann Bayern München das Heimspiel gegen Aachen mit 2:1 Toren, holte ein 1:1-Unentschieden drei Tage später im Rückspiel und kanterte in den letzten zwei Begegnungen den 1. FC Saarbrücken mit 5:0 und Tennis Borussia Berlin mit 8:0 Toren aus. Mit 18:3 Toren und 9:3 Punkten zogen die Münchner in die Fußball-Bundesliga ein.

    Die zum Einsatz gekommen Spieler des FC Bayern München:

    Sepp Maier, Adolf Kunstwadl, Werner Olk, Jakob Drescher, Franz Beckenbauer, Peter Kupferschmidt, Rudolf Nafziger, Rainer Ohlhauser, Gerd Müller, Rudolf Grosser, Dieter Brenninger, Karl Borutta, Dieter Koulmann.

    Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. FC Bayern München  6  4  1  1 018:300 +15 09:30
     2. 1. FC Saarbrücken  6  3  0  3 012:130  −1 06:60
     3. Alemannia Aachen  6  2  2  2 011:120  −1 06:60
     4. Tennis Borussia Berlin  6  1  1  4 010:230 −13 03:90
  • Aufstieg in die Bundesliga 1965/66