Fußball-Weltmeisterschaft 1962/Schweiz

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Symbolische Darstellung der Flaggen von Schweiz und Chile auf einer ungarischen Sonderbriefmarke von 1962 zur Fußball-Weltmeisterschaft in Chile.

Dieser Artikel behandelt die Schweizer Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1962.

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Land Tore Punkte
1 SchwedenSchweden Schweden 10:3 6
2 SchweizSchweiz Schweiz 9:9 6
3 BelgienBelgien Belgien 3:10 0
Belgien - Schweiz 2:4
Schweiz - Belgien 2:1
Schweden - Schweiz 4:0
Schweiz - Schweden 3:2

Entscheidungsspiel in Berlin:

Schweiz SchweizSchweiz - Schweden SchwedenSchweden 2:1

Schweizerisches Aufgebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer / Name Damaliger Verein Geburtstag Länderspiele
Torhüter
1  Karl Elsener SchweizSchweiz Grasshopper Club Zürich 13.08.1934
2  Antonio Permunian SchweizSchweiz FC Luzern 15.08.1930
3  Kurt Stettler SchweizSchweiz FC Basel 21.08.1932
Abwehr
4  Willy Kernen SchweizSchweiz FC La Chaux-de-Fonds 06.08.1929
5  Fritz Morf SchweizSchweiz FC Grenchen 29.01.1928
6  Peter Rösch SchweizSchweiz Servette FC Genève 15.09.1930
7  Heinz Schneiter SchweizSchweiz BSC Young Boys 12.04.1935
8  Ely Tacchella SchweizSchweiz Lausanne-Sports 25.05.1936
9  André Grobéty SchweizSchweiz Lausanne-Sports 22.06.1933
10  Fritz Kehl SchweizSchweiz FC Zürich
11  Eugen Meier SchweizSchweiz BSC Young Boys 30.04.1930
Mittelfeld
13  Hans Weber SchweizSchweiz FC Basel 08.09.1934
14  Anton Allemann ItalienItalien AC Mantova 06.01.1936
20  Roger Vonlanthen SchweizSchweiz Lausanne-Sports 13.02.1929
Angriff
12  Marcel Vonlanthen SchweizSchweiz Lausanne-Sports 08.09.1933
15  Charles Antenen SchweizSchweiz FC La Chaux-de-Fonds 03.11.1929
16  Richard Dürr SchweizSchweiz Lausanne-Sports 01.12.1938
17  Norbert Eschmann FrankreichFrankreich Stade Français 19.03.1933
18  Philippe Pottier FrankreichFrankreich Stade Français 09.07.1938
19  Gilbert Rey SchweizSchweiz Lausanne-Sports 30.10.1930
21  Rolf Wüthrich SchweizSchweiz Servette FC Genève 04.09.1938
22  Roberto Frigerio SchweizSchweiz FC La Chaux-de-Fonds 16.05.1938
Trainer
  OsterreichÖsterreich Karl Rappan   26.09.1905

Spiele der schweizerischen Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Runde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Land Tore Punkte
1 DeutschlandDeutschland Deutschland 4:1 5
2 ChileChile Chile 5:3 4
3 ItalienItalien Italien 3:2 3
4 SchweizSchweiz Schweiz 2:8 0


  • ChileChile Chile – SchweizSchweiz Schweiz 3:1 (1:1)

Stadion: Estadio Nacional de Chile (Santiago de Chile)

Zuschauer: 65.000

Schiedsrichter: Aston (England)

Tore: 0:1 Wüthrich (6.), 1:1 Sánchez (44.), 2:1 Sánchez (51.), 3:1 Ramírez (55.)

  • DeutschlandDeutschland Deutschland – SchweizSchweiz Schweiz 2:1 (1:0)

Stadion: Estadio Nacional de Chile (Santiago de Chile)

Zuschauer: 64.922

Schiedsrichter: Horn (Niederlande)

Tore: 1:0 Brülls (45.), 2:0 Seeler (59.), 2:1 Schneiter (73.)

  • ItalienItalien Italien – SchweizSchweiz Schweiz 3:0 (1:0)

Stadion: Estadio Nacional de Chile (Santiago de Chile)

Zuschauer: 59.828

Schiedsrichter: Davidson (Schottland)

Tore: 1:0 Mora (1.), 2:0 Bulgarelli (65.), 3:0 Bulgarelli (67.)

Deutschland musste sich in der Gruppe 2 mit Italien, Chile und der Schweiz messen. Gegen Italien erreichten die Deutschen in einem von beiden Seiten über die Maßen defensiv ausgerichteten Spiel ein 0:0. ‚Rasenschach’ schrieben die Kommentatoren nach der Partie, in der bei den Deutschen die Abwehrspieler Karl-Heinz Schnellinger, Herbert Erhardt und Willi Schulz herausragten. Zuvor hatte Veranstalter Chile nach nervösem Beginn und Rückstand durch den späteren Nürnberger Bundesligaspieler Rolf Wüthrich die Schweiz noch mit 3:1 besiegt. Am 2. Juni folgte in Santiago die als ‚Skandalspiel’ in die WM-Annalen eingegangene Begegnung zwischen Chile und Italien. Dank einer katastrophalen Schiedsrichterleistung kamen die fast brutal zu Werke gehenden Gastgeber zu einem unverdienten 2:0-Sieg, wobei der Engländer Aston einseitig die Italiener benachteiligte, bei den Chilenen aber beide Augen mehrfach zudrückte. Als Höhepunkt der Dreistigkeit schickte der Schiri die beiden Italiener Ferrini und David vom Platz. Zu neunt hatten die Gäste keine Chance. Uwe Seeler (45.) und Albert Brülls (60.) waren die deutschen Torschützen beim mühsamen 2:1 gegen die unbequemen Schweizer. Erst beim 2:0 gegen Chile sahen die Zuschauer eine stark aufspielendes deutsche Mannschaft, die den gleichwertigen Gegner eigentlich nur in seiner Stärke im Abschluss überragte. Horst Szymaniak (23. per Elfmeter) und wieder Uwe Seeler (82.) trafen für das Herberger-Team. Diese beiden Mannschaften waren somit im Viertelfinale, während der 3:0-Erfolg über die Schweizer den Italienern nichts mehr nützte.