Fußball-Weltmeisterschaft 2022

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FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022
FIFA World Cup Qatar 2022
Logo der WM in Katar
Logo der WM in Katar
Anzahl Nationen 32
Austragungsort KatarKatar Katar
Eröffnungsspiel 21. November 2022
Endspiel 18. Dezember 2022
Spiele 64

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 (englisch FIFA World Cup Qatar 2022) wird die 22. Austragung des bedeutendsten Turniers für Männer-Fußball-Nationalmannschaften sein und soll im Golfstaat Katar ausgetragen werden.

Im März 2015 wurde endgültig entschieden, dass wegen der großen Sommerhitze das Turnier erstmals gegen Jahresende stattfinden wird. Das Eröffnungsspiel soll am 21. November 2022 um 13:00 Uhr Ortszeit in Al-Chaur im 60.000 Zuschauer fassenden al-Bayt-Stadion,[1] das Endspiel am 18. Dezember 2022 (4. Advent) um 18:00 Uhr stattfinden. Die Endrunde wird mit 28 Tagen die kürzeste seit der WM 1978 mit 25 Tagen sein.[2]

Am 22. Mai 2019 wurde bekannt, dass der FIFA-Rat für das Turnier die Teilnehmerzahl mit wie bisher 32 festgelegt hat und dass nicht, wie noch am 15. März 2019 geplant, mit erstmals 48 Mannschaften gespielt wird.[3][4]

Dank des öffentlichen Drucks konnte der Weltfußballverband Menschenrechtsfragen nicht mehr gänzlich ignorieren, nachdem im Februar 2021 die britische Tageszeitung The Guardian die Zahl von 6500 Toten auf Katars Baustellen seit Vergabe der WM 2010 genannt hatte.[5][6]

Vergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Bewerbung Katars

Das Exekutivkomitee der FIFA hatte am 19. Dezember 2008 während seiner Sitzung in Tokio beschlossen, die beiden Weltmeisterschaften 2018 und 2022 gleichzeitig zu vergeben. Die Frist für die Mitgliedsverbände zur Bekundung ihres Interesses an der Ausrichtung endete am 2. Februar 2009. Für die beiden Turniere gingen elf Bewerbungen aus 13 Ländern ein. Dem 2007 modifizierten Rotationsverfahren entsprechend, war für das Turnier 2022 der Kontinentalverband, in dem die vorletzte Weltmeisterschaft stattgefunden hat (Südamerika mit Brasilien 2014), von der Bewerbung ausgeschlossen. Bis zur Vergabe zogen alle nicht-europäischen Bewerber für die Weltmeisterschaft 2018 ihre Kandidatur zurück und konzentrierten ihre Bewerbungen auf das Turnier 2022. Die Bewerbung aus Indonesien wurde von der FIFA abgelehnt, da die geforderten Unterlagen und Garantien nicht eingereicht wurden. Der mexikanische Verband zog am 28. September 2009 seine Bewerbung aufgrund der ungeklärten Finanzierung zurück.

Den Gastgeber der WM 2022 gab die FIFA am 2. Dezember 2010 in Zürich bekannt. Dabei setzte sich Katar gegen die Mitbewerber aus den USA, Südkorea, Japan und Australien durch.[7]

Anfang Mai 2020 brachten New Yorker Enthüllungen ans Licht, dass die Stimmen dreier FIFA-Funktionäre, darunter Ricardo Teixeira und Nicolás Leoz, gekauft wurden, um für Katar abzustimmen. Ohne diese drei Stimmen für Katar hätte es 11:11 Stimmen unentschieden gestanden, wodurch die Stimme des FIFA-Chefs den Ausschlag gegeben hätte. Da Sepp Blatter für die USA als Ausrichter gestimmt hatte, wäre die WM an die USA vergeben worden. Trotz der Beweislage erscheint es jedoch unwahrscheinlich, dass die WM Katar entzogen wird. Neben finanziellen Verlusten für die FIFA aufgrund von milliardenschweren Schadensersatzforderungen, die wahrscheinlich wären, sei der Bau der Stadien in Katar schon zu weit fortgeschritten; auch hätten die USA durch die Ausrichtung der WM 2026 wenig Interesse an einer Klage. Der ehemalige FIFA-Chef Sepp Blatter sagte daher in einem ARD-Interview: „Die WM wird in Katar gespielt.“[8][9] Ein weiterer Grund sei laut der Whistleblowerin Bonita Mersiades, die 2010 Teil der australischen Delegation war, dass vor der Vergabe alle Nationen zumindest versucht hätten, Stimmen zu kaufen.

Bewerber 1. Runde 2. Runde 3. Runde 4. Runde Bemerkung
KatarKatar Katar 11 10 11 14
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 3 5 6 8 Ausrichter der WM 1994.
Korea SudSüdkorea Südkorea 4 5 5 Beide Länder richteten die WM 2002 zusammen aus.
JapanJapan Japan 3 2
AustralienAustralien Australien 1

Anmerkung: Es war eine absolute Mehrheit erforderlich, welche zwölf Stimmen entsprach. Bis diese erreicht wurde, schied pro Runde der Bewerber mit den wenigsten Stimmen aus.

Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die WM 2022 waren laut den Bewerbungsunterlagen der FIFA mindestens zwölf Stadien als Austragungsorte vorgesehen:[10] Katar gab in der Folge eine Bewerbung mit zwölf Spielorten ab; nach der Vergabe der WM-Endrunde im Dezember 2010 durch die FIFA kam noch ein weiteres, bisher nicht genanntes Stadion als Spielort in Betracht. Aufgrund der heftigen Kritik, dass zwölf große Fußballstadien für ein so kleines Land zu viel seien, wurde die Anzahl der WM-Stadien mit Zustimmung der FIFA auf acht reduziert.[11]

al-Chaur ar-Rayyan
Spielorte 2022 in Katar
al-Bayt-Stadion Ahmed bin Ali Stadium Education City Stadium Khalifa International Stadium
Kapazität: 60.000
(in Bau)[12]
Kapazität: 21.282
(Vergrößert auf 40.000)[13]
Kapazität: 40.000
(fertiggestellt)[14]
Kapazität: 40.000
(erneuert)[15]
Al Bayt Stadium 02 crop.jpg Al-Rayan-Stadium (5).jpg Aerial view of Education City Stadium and Oxygen Park in Al Rayyan (Education City Stadium) crop.jpg
al-Wakra Doha Lusail
al-Janoub Stadium Doha Port Stadium al-Thumama-Stadion Lusail Iconic Stadium
Kapazität: 40.000
(fertiggestellt)[16]
Kapazität: 40.000
(geplant)[17]
Kapazität: 40.000
(in Bau)[18]
Kapazität: 86.250
(in Bau)
Visita ao estádio de futebol Al Janoub.jpg Lusail Iconic Stadium final render.jpg

Anstoßzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dieser Weltmeisterschaft stehen nur zwölf statt wie bisher 15 Tage für die Durchführung der Gruppenphase zur Verfügung. Die FIFA gab am 15. Juli 2020 bekannt, dass während der Gruppenphase jeweils vier Spiele pro Tag ausgetragen werden. Am 1. und 2. Spieltag beginnen die Spiele jeweils um 11.00 Uhr, 14.00 Uhr, 17.00 Uhr und 20.00 Uhr MEZ (Ortszeit jeweils zwei Stunden später). Am 3. Spieltag finden die beiden Spiele einer Gruppe gleichzeitig statt. Pro Tag spielen zwei Gruppen; die Spiele werden um 16.00 Uhr und 20.00 Uhr MEZ angepfiffen. Dies sind auch die Anstoßzeiten für alle Spiele der K.o-Runde.[19] Das WM-Finale findet schließlich am 18. Dezember 2022 um 16.00 Uhr MEZ im Lusail-Stadium statt.[20]

Qualifikation und Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Endrunde der Weltmeisterschaft werden 32 Mannschaften teilnehmen. Die Startplätze werden innerhalb der sechs Kontinentalverbände durch Qualifikationsturniere sowie durch interkontinentale Entscheidungsspiele vergeben. Der Gastgeber Katar ist automatisch qualifiziert.

Die Verteilung der Startplätze bleibt unverändert zu den Turnieren von 2014 und 2018:[21]

  • Afrika (CAF): 5
  • Asien (AFC inkl. Australien): 4,5*
  • Europa (UEFA): 13
  • Nord-, Mittelamerika und Karibik (CONCACAF): 3,5*
  • Ozeanien (OFC): 0,5*
  • Südamerika (CONMEBOL): 4,5*
  • Gastgeber (Katar/Asien): 1

 * = Halbe Plätze bedeuten, dass sich eine weitere Mannschaft über interkontinentale Entscheidungsspiele qualifizieren kann.

Organisation und Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Stadien entstehen in der Hauptstadt Doha, die sechs weiteren Stadien verteilen sich in Städten der näheren Umgebung, so dass nur relativ kurze Entfernungen zwischen den Sportanlagen zu bewältigen sind. Alle Stadien werden an das im Bau befindliche Stadtbahnsystem (das Light Railway System, dessen Kern die Doha Metro bildet) angeschlossen. Man rechnet damit, dass 60 Prozent der Besucher mit dieser Bahn in die Stadien fahren.

Das Investitionsvolumen für die acht Spielstätten wird auf etwa 2,87 Milliarden[22] bis 4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft wird mit bis zu 50 Milliarden US-Dollar beziffert.[23] Das Projekt soll auch im Gesamtrahmen der Entwicklung Katars – und hier insbesondere des Ballungsraums Doha – zu einem modernen Siedlungsraum große Schubkraft entwickeln. Dies soll positive Impulse für die infrastrukturelle und baulichen Entwicklung des Raums (siehe The Pearl, Lusail, Doha Metro) geben.

Planungs- und Bauzustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheich Mohammed Hamad bin Chalifa Al Thani, der Mentor der WM-Bewerbung, hat das Frankfurter Planungsbüro Albert Speer & Partner GmbH (AS&P) und seine Partner beauftragt, die Planungen zu erarbeiten. Wegen der hohen Temperaturen müssen die Stadien temperiert werden. Von den acht für die WM erforderlichen Stadien werden drei vorhandene ausgebaut und fünf neu errichtet. Die Neubauten werden in modularer Bauweise erstellt, d. h., sie können nach der WM bedarfsgerecht zurückgebaut und verkleinert, oder ganz abgebaut und woanders neu aufgestellt werden.

Übertragung und Berichterstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Mai 2016 erwarb der Privatsender RTL die Übertragungsrechte für alle Qualifikationsspiele der deutschen Mannschaft zur WM 2022. Ausgewählte Spiele ohne deutsche Beteiligung werden auf Nitro gesendet oder über den Streaming-Dienst DAZN gezeigt. Die Endrunde der WM 2022 wird von den öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF im Free-TV gezeigt.[24] Außerdem sicherte sich die Deutsche Telekom die Übertragungsrechte für ihr Programm MagentaTV.[25]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bis anhin werden die SRG-SSR-Anstalten SRF, RTS, RSI sowie RTR die Qualifikationsspiele der A-Nationalmannschaft und die Fußball-WM in Katar exklusiv im Fernsehen, Radio und multimedial begleiten. Die Übertragungsrechte für die WM erwarb die SRG SSR im April 2012 von der FIFA.[26]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ORF wird alle 64 WM-Spiele übertragen. Außerdem hat er die Live-Rechte an den Radioübertragungen, Live-Streamings und Video-on-Demand.[27]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Organisationskomitee hat ein Abkommen über 10 Millionen US-Dollar mit der Interpol abgeschlossen.[28]

Nach der Abschaffung des Confed Cup soll es als Generalprobe den FIFA-Arabien-Pokal 2021 geben.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft kam es zu unterschiedlicher Kritik. Neben Korruptionsvorwürfen wurde auf die fehlende Fußballtradition Katars und die schwierigen klimatischen Bedingungen hingewiesen, zudem wird die Menschenrechtslage in Katar beanstandet. In Katar werden homosexuelle Paare nicht anerkannt und strafrechtlich verfolgt.[29]

Der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger, der als Gegner der WM in Katar gilt, sprach sich bereits Ende 2011 für eine Neuvergabe der WM aus.[30] Auch der ehemalige Präsident des englischen Fußballverbandes, David Bernstein, verlangte eine Neuausschreibung.[31] FIFA-Chef Blatter stellte aber wiederholt klar, dass die WM in Katar stattfinden werde. Man werde nur darüber reden, ob das Turnier in die Winterzeit gelegt werden solle, um der dort im Sommer herrschenden Hitze zu entgehen.[32] Mitte Mai 2014 bezeichnete er die Vergabe der WM nach Katar erstmals als „Fehler“.[33]

Auch der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) setzte sich mit der Kampagne Re-run the Vote für eine Neuvergabe der WM ein. In Deutschland wurde dieses Anliegen von der Ver.di Jugend mit einem Fußballturnier unterstützt.[34]

Korruption bei der Abstimmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine grundsätzliche Kritik vieler Veröffentlichungen und Kommentare aus Westeuropa bezieht sich auf das wenig transparente Abstimmungsverhalten der Mitglieder des FIFA-Exekutivausschusses. Nach den Bekundungen eines Ausschussmitglieds der Sektion Südamerika sollen weit im Vorfeld der Katar-Bewerbung schon Stimmen gekauft worden sein. Zwei der 24 Mitglieder des Exekutiv-Komitees, nämlich die Vertreter von Tahiti und von Nigeria, boten ihre Stimmen für die WM-Vergabe zum Kauf an und wurden dabei von der englischen Wochenzeitung The Sunday Times mit versteckter Kamera gefilmt.[35]

In einem seiner ersten Interviews nach der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften an Russland und Katar bestritt Sepp Blatter die vorgebrachten Vorwürfe bezüglich Korruption und Intransparenz beim Abstimmungsverfahren vehement. Zum Ergebnis der Abstimmungen nahm er wie folgt Stellung:

„Es ist meine Philosophie, die Expansion des Fußballs voranzutreiben. Ich fing vor über dreißig Jahren als Entwicklungsbeauftragter bei der FIFA an. Das bin ich bis heute geblieben. […] Manche verkraften es einfach nicht, wenn ausnahmsweise andere zum Zuge kommen. […] Wenn man diese Strategie konsequent weiter denkt, dann wären die nächsten Gebiete, die wir erobern müssten, China und Indien.“

Am 1. Juni 2014 wurde der Korruptionsverdacht erhärtet, als in der Sunday Times berichtet wurde, es seien mehrere Millionen US-Dollar gezahlt worden, um eine Abstimmung zugunsten Katars herbeizuführen. Die Zeitung will im Besitz konkreter Beweismittel sein.[37] Auch gegen den ursprünglichen Mitbewerber aus Australien wurden von der australischen Zeitung The Sydney Morning Herald Bestechungsvorwürfe erhoben.[38]

Fußballtradition Katars[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritik nach der Vergabe an Katar wird im Wesentlichen damit begründet, dass das Land keine international bedeutende fußballerische Tradition vorzuweisen habe. Katar hatte zuvor noch nie an einer WM-Endrunde teilgenommen, zum Zeitpunkt der Vergabe nahm Katar in der FIFA-Weltrangliste Platz 113 ein und hatte gerade zwei internationale Titel mit dem Golfpokal 1992 und Golfpokal 2004 vorzuweisen. Allerdings folgten seitdem ein weiterer Titel im Golfpokal 2014 und der Sieg bei der Asienmeisterschaft 2019. Die FIFA trat diesem Kritikpunkt mit der Begründung entgegen, dass man neue Wege gehen wollte.

„Und selbstverständlich werden die Fans aus der ganzen Welt nach dem faszinierenden Erlebnis der arabischen Gastfreundlichkeit Katar mit einem völlig neuen Verständnis für den Nahen Osten verlassen. Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in dieser Region auszutragen wäre damit auch ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung, ganz im Sinne des FIFA Slogans For the Game; For the World.“

Netzauftritt der FIFA: Bewerber für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2022[39]

Klimatische Bedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein bedeutender Einwand gegen die Vergabe war von Beginn an, dass aufgrund der hohen sommerlichen Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius die Stadien klimatisiert werden müssten. Daraufhin regte Franz Beckenbauer eine Verlegung der Fußball-WM in den Winter an, wofür sich einen Monat später auch Blatter aussprach, dieses kurze Zeit später allerdings relativierte. Am 20. Januar 2012 stellte die FIFA in einer offiziellen Stellungnahme klar, dass es „derzeit keine konkreten Pläne“ gebe, die WM 2022 vom Sommer in den Winter zu verlegen. Dies „müsste vom Fussballverband von Katar initiiert und dem FIFA-Exekutivkomitee unterbreitet werden“.[40] Blatter sprach sich am 17. Juli 2013 dennoch erneut für eine Verlegung in den Winter aus.[41]

Der UEFA-Präsident Michel Platini äußerte sich wegen der Sommerhitze zunächst kritisch zur Vergabe der WM an Katar und plädierte dafür, das Turnier in den Winter zu verlegen. Nachdem sein Sohn Laurent in der Chefetage der Qatar Sport Investment (QSI) eingestiegen war, was im Februar 2012 bekannt wurde, räumte Vater Michel ein, für Katar gestimmt zu haben.[42]

Am 4. Oktober 2013 gab das FIFA-Exekutivkomitee bekannt, die Entscheidung über eine Verschiebung der WM in den Winter erst nach der Austragung 2014 treffen zu wollen. Es wurde beschlossen, ein Konsultationsverfahren durchzuführen, in dem man mit allen Beteiligten spricht.[32]

Gegen eine Verlegung in den Winter hatte sich der internationale Ski-Verband FIS ausgesprochen, der eine gemeinsame Resolution der anderen Wintersportverbände gegen die WM im Winter anstrebte, und auch das IOC befürchtete eine Kollision mit den damals noch nicht vergebenen Winterspielen 2022.[43] Am 9. November 2013 schloss FIFA-Präsident Blatter eine Austragung im Januar oder Februar aus Respekt gegenüber der Olympischen Familie und Organisation aus.[44]

Am 24. Februar 2015 gab die FIFA-Arbeitsgruppe für den internationalen Spielkalender 2018–2024[45] nach sechsmonatigen Konsultationen und drei Sitzungen bekannt, dass „der Zeitraum Ende November bis Ende Dezember als tragfähigste Lösung für die Austragung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 erachtet“ wird. Außerdem wurde eine verkürzte Turnierdauer vorgeschlagen. Das FIFA-Exekutivkomitee bestätigte den Vorschlag bei seiner Sitzung am 19./20. März 2015.[46]

Menschenrechtslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitsbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die britische Tageszeitung The Guardian berichtete im September 2013 über die Ausbeutung nepalesischer Gastarbeiter in Katar. Zwischen dem 4. Juni und dem 8. August 2013 seien 44 Gastarbeiter ums Leben gekommen, die Hälfte davon aufgrund von Herzversagen oder bei Arbeitsunfällen, die auf die brutalen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen zurückzuführen seien.[47] Die FIFA hat mitgeteilt, sich bei den Behörden in Katar um Aufklärung der Vorwürfe zu bemühen. Zudem teilte die FIFA mit, die Berichte des Guardian beim Treffen des FIFA-Exekutivkomitees am 3. und 4. Oktober 2013 als Punkt der Tagesordnung zu diskutieren.[48] Als Ergebnisse der Sitzung gab Blatter bekannt, dass die FIFA „die Augen nicht verschließen“ werde, stellte aber auch fest, dass „die Verantwortung für die Arbeitsrechte bei den Unternehmen“ läge. Er nahm Katar in die Pflicht einzugreifen.[32]

Am 17. November 2013 berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International nach einer Untersuchung der Arbeitsbedingungen in Katar von einer systematischen Ausbeutung von Gastarbeitern in der Baubranche und Fällen von Zwangsarbeit.[49] Amnesty legte darüber einen 153-seitigen Bericht vor.[50][51] Außerdem wurde eine internationale Petition an die Verantwortlichen in Katar gestartet.[52] In einer Sonderbeilage des Amnesty Journals (04–05/2014) wird unter Berufung auf Informationen aus der indischen Botschaft darüber berichtet, dass mehr als 450 Inder in den Jahren 2012 und 2013 auf Katars Baustellen ums Leben gekommen seien.[53] Viele Gastarbeiter müssten auf die Auszahlung ihres Lohnes warten und deshalb betteln gehen, um sich mit Nahrung zu versorgen.[53] Es komme angeblich auch immer wieder vor, dass sie von Vorgesetzten geschlagen und getreten werden. Aufgrund der gängigen Praxis der Arbeitgeber, die Pässe von Arbeitsmigranten unter Verschluss zu halten, ist es für die Betroffenen schwierig, sich Drangsalierungen durch einen Arbeitsplatzwechsel zu entziehen.[53]

Hauptkritikpunkte einer im März 2014 veröffentlichten Studie[54] des Internationalen Gewerkschaftsbundes an der Arbeitersituation waren pausenloses Arbeiten bei 50 °C Hitze, mangelnde Ernährung, fehlendes Trinkwasser, ungenügende Arbeitssicherheit, medizinische Unterversorgung und Gewalt gegen Arbeitende.[55][56]

Amnesty International kritisierte im Mai 2015 zum wiederholten Male, dass die in Aussicht gestellte Abschaffung des Kafala-Systems, welches Gastarbeiter an einen privaten Bürgen bindet, noch immer nicht umgesetzt worden sei. Gegen unmenschliche Wohnverhältnisse, gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen und nicht ausbezahlte Löhne waren die Gastarbeiter im Kafala-System machtlos.[57] Bis 2019 hatte sich an den schlechten Arbeitsbedingungen nichts geändert. Gemäß Amnesty International waren die Arbeitsbedingungen zu jenem Zeitpunkt „unverändert katastrophal“.[58] Wenige Tage nach einem Bericht von Human Rights Watch über die Lebenssituation von Arbeitsmigranten in Katar im August 2020[59], beschloss Katar Arbeitsmarktreformen. So wurden Mindestlöhne eingeführt und ausbleibende Lohnzahlungen unter Strafe gestellt. Seit den Reformen können die Gastarbeiter auch ohne die Zustimmung jener Bürgen ihre Arbeitsverträge kündigen und in das Heimatland zurückreisen.[60]

Statistik zu in Katar verstorbenen Arbeitsmigranten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der im März 2014 veröffentlichten IGB-Studie[54] sollen im Zeitraum von 2011 bis 2013 von allen in Katar arbeitenden Indern und Nepalesen 1.200 gestorben sein,[55][56] jährlich etwa 250[61] Inder und 170[62] Nepalesen. Eine Studie, die den Tod von 1300 nepalesischen Arbeitsmigranten im Zeitraum 2009 bis 2017 untersuchte, kam zu dem Ergebnis, dass 571 von ihnen an einem Herzinfarkt gestorben waren, und viele dieser Tode durch angemessene Hitzeschutzmaßnahmen hätten verhindert werden können.[63] Die BBC stellt klar, dass die IGB-Studie die verstorbenen Gastarbeiter fälschlicherweise als solche kennzeichnete, die auf Baustellen für die Weltmeisterschaft in Katar arbeiten. Jedoch stehen die Zahlen, auf die sich die IGB-Studie bezieht, für alle in Katar verstorbenen Gastarbeiter aus jenen Ländern. Denn schon vor Vergabe der WM hatte es einen Bau-Boom in Katar gegeben. Laut der BBC bezieht die IGB-Studie außerdem Tode jeglicher Art, wie z. B. ein Herzinfarkt in der Freizeit mit in die Statistik ein.[61] In Indien liegt die jährliche Todesrate tatsächlich noch weitaus höher, bei 1.000 pro 500.000 Männer im Alter von 25 bis 30 (Junge Männer stellen den Großteil der Arbeiter in Katar dar). Im Vereinigten Königreich liegt die jährliche Todesrate bei Männern jener Altersgruppe bei 300 pro halber Million – die Rate liegt damit im Vergleich höher als jene aus Katar.[61]

Anfang Mai 2015 war eine vom Premierminister Katars eingeladene TV-Crew der BBC verhaftet und zwei Nächte festgehalten worden, nachdem sie die Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter auch außerhalb der offiziellen Pressetermine recherchieren wollte.[64] Die Journalisten durften das Land nach zwei Wochen wieder verlassen, ihre Ausrüstung und das bereits entstandene Material blieben aber beschlagnahmt.

Nach im Februar 2021 erschienenen Recherchen des Guardian starben seit der Entscheidung über den Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2022 (d. h. im Zeitraum von 2011 bis Herbst 2020) mindestens 6751 Arbeitsmigranten aus Indien, Bangladesch, Nepal, Pakistan und Sri Lanka in Katar. Die Anzahl verstorbener Arbeitsmigranten aus den Philippinen und Kenia, die ebenfalls eine große Anzahl von Arbeitsmigranten stellen, sind in den Rechercheergebnissen nicht enthalten. Die prozentuale Verteilung der Todesursachen unterscheiden nach Herkunftsland. Jedoch war laut den staatlichen Statistiken der entsprechenden Herkunftsländer eine natürliche Todesursache die mit Abstand häufigste Begründung. Tatsächlich wurden/werden gestorbene Wanderarbeiter, deren Todesursache unklar ist, in Katar allerdings nicht obduziert. Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle, Suizide und Krankheiten sind als weitere Todesumstände genannt worden. Die Regierung von Katar gab zu Protokoll, dass die Zahl der Todesfälle – die sie nicht bestreitet – bei knapp zwei Millionen Arbeitsmigranten verhältnismäßig sei.[6]

Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein weiterer Einwand gegen die Vergabe der Spiele nach Katar in vielen westlichen Staaten war, dass in Katar homosexuelle Handlungen unter Strafe stehen. Homosexuellen Fans und Spielern droht damit Diskriminierung und Verfolgung.[65]

Boykott-Aufrufe und tatsächlicher Boykott[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Durchführung der Weltmeisterschaft 2022 in Katar, die von Amnesty International ein „World cup of shame“ genannt wird[66] führte nicht nur zu Kritik, sondern auch zu Boykott-Aufrufen.

Als Reaktion auf die Blockade Katars durch arabische Staaten wegen der angeblichen Unterstützung des islamistischen Terrorismus durch die katarische Regierung sagte der DFB-Präsident, Reinhard Grindel, im Juni 2017, dass „sich die Fußballgemeinschaft weltweit ganz grundsätzlich darauf verständigen sollte, dass große Turniere nicht in Ländern gespielt werden können, die aktiv den Terror unterstützen“, und dass sich der DFB mit der UEFA und der Bundesregierung darüber abstimmen werde, ob ein Boykott der WM 2022 in Katar in Betracht zu ziehen sei.[67]

Das dänische Parlament Folketing sollte durch eine Petition zur Debatte über die Teilnahme der Nationalmannschaft aufgefordert werden.[68]

In Deutschland riefen Dietrich Schulze-Marmeling und Bernd-M. Beyer zu einem Boykott auf. Der DFB, die Nationalspieler und Trainer, TV-Sender und andere Medien sowie Firmen und die Fußballfans sollten ihren Widerstand formulieren und zeigen.[69]

Einem in Norwegen vom Fußballverein Tromsø IL[70] gestarteten Aufruf zum Boykott an die norwegische Fußballvereinigung schlossen sich einige weitere norwegische Fußballvereine an, auch Rosenborg Trondheim.[71][72] Der norwegische Fußballverband hat am 20. Juni 2021 eine Sonderversammlung zur Frage eines Boykotts abgehalten und den Boykott ausgeschlossen. 49 % der Norweger seien laut einer Umfrage der Zeitung VG für einen Boykott und 29 % dagegen.[73][74]

Nachdem der Guardian im Februar 2021 Statistiken zu verstorbenen Arbeitsmigranten veröffentlicht hatte, entschied die niederländische Großgärtnerei Hendriks Gras, die die Rasen für die Stadien ursprünglich liefern sollte, den Ausrichter der WM nicht zu beliefern.[75]

Sowohl die deutsche, die österreichische als auch die norwegische Fußball-Nationalmannschaft starteten Protestaktionen mithilfe von Plakaten, T-Shirts etc. gegen die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in ihren drei Qualifikationsspielen im März 2021. Während Norwegen mit T-Shirts mit der Aufschrift „Human Rights – on and off the pitch“ ins Stadion einliefen, und dabei auch Deutschland erwähnten um andere ebenso dazu zu bewegen, lief die deutsche Nationalmannschaft drei Mal mit verschiedenen Aktionen ein. Im Spiel gegen Island trug jeder Spieler einen Buchstaben der Aufschrift „Humanrights“, im Spiel gegen Rumänien trugen die Spieler ihre Trikots verkehrt herum, um auf die 30 Artikel der Menschenrechte (beschlossen am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen) aufmerksam zu machen, und im Spiel gegen Nordmazedonien zeigten sie einen Banner mit der Aufschrift „WIR FÜR 30“ beim Mannschaftsfoto.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fußball-Weltmeisterschaft 2022 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FIFA eröffnet WM 2022 in Al Khor. 15. Juli 2020, abgerufen am 15. Juli 2020.
  2. Eröffnungsspiel der WM 2022 am 21. November. In: Focus. 25. September 2015, abgerufen am 25. September 2015.
  3. fifa.com: 32 teams
  4. Sport.de: Katar plant mit 32 Mannschaften
  5. WM-Boykott? «Schweigen ist keine Option mehr»
  6. a b Pete Pattisson, Niamh McIntyre, Imran Mukhtar: Revealed: 6,500 migrant workers have died in Qatar as it gears up for World Cup. In: The Guardian. 23. Februar 2021, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 23. Februar 2021]).
  7. Nur zwei Stimmen für England. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 2. Dezember 2010, abgerufen am 1. August 2013.
  8. Sepp Blatter: WM 2022 findet in Katar statt, auf sueddeutsche.de, vom 3. Mai 2020. Abgerufen am 3. Mai 2020.
  9. FIFA-Prozess – neue Enthüllungen zur WM-Vergabe 2022, auf sportschau.de, vom 3. Mai 2020. Abgerufen am 3. Mai 2020.
  10. 2022 FIFA World Cup™ Bid Evaluation Report: Qatar. (PDF; 2,2 MB) In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 2. Dezember 2010 (englisch, Seite 12ff.).
  11. Stadionwelt: Stadien der WM 2022. Abgerufen am 30. März 2021.
  12. Al Bayt Stadium: A uniquely Qatari stadium, to rival the best in the world. 8. Januar 2018, abgerufen am 16. März 2019 (englisch).
  13. Al Rayyan Stadium: The gateway to the desert opens its doors to the world. 8. Januar 2018, abgerufen am 16. März 2019 (englisch).
  14. Ras Abu Aboud Stadium: A legacy for the community. 8. Januar 2018, abgerufen am 16. März 2019 (englisch).
  15. Khalifa International Stadium: Qatar’s most historic stadium & a crucial player for 2022. 8. Januar 2018, abgerufen am 16. März 2019 (englisch).
  16. sport.ORF.at. Abgerufen am 17. Mai 2019.
  17. Qatar Foundation Stadium: An amazing experience for fans & a bright future for football. (Nicht mehr online verfügbar.) 8. Januar 2018, archiviert vom Original am 8. Januar 2018; abgerufen am 16. März 2019 (englisch).
  18. Al Thuymama Stadium: A tribute to our region. 8. Januar 2018, abgerufen am 16. März 2019 (englisch).
  19. WM in Katar: Eröffnungsspiel um 11 Uhr, Finale um 16 Uhr. In: sportschau.de. ARD, 15. Juli 2020, abgerufen am 16. Juli 2020.
  20. WM-Finale im Lusail-Stadium um 16 Uhr MEZ. In: fussball-wm.pro. Abgerufen am 6. August 2020.
  21. FIFA WM 2018: FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™: unveränderte Aufteilung der Startplätze auf die Konföderationen. In: fifa.com. FIFA, 30. Mai 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.
  22. Fussball-WM: Russland 2018 – Katar 2022. (Nicht mehr online verfügbar.) In: drs.srf.ch. Schweizer Radio DRS, 2. Dezember 2010, archiviert vom Original am 2. Oktober 2013; abgerufen am 18. August 2013.
  23. Arun Venugopal: Qatar Beats Out U.S. for World Cup 2022. In: wnyc.org. WNYC, 2. Dezember 2010, abgerufen am 28. September 2013 (englisch).
  24. Fußball-WM 2022: Übertragung live in TV & Stream. In: Augsburger Allgemeine. 15. Dezember 2020, abgerufen am 6. Februar 2021.
  25. Alle Spiele der EM 2020, WM 2022 und EM 2024 live und in Ultra-HD bei MagentaTV | Deutsche Telekom, abgerufen am 15. Juni 2021
  26. Nationalmannschafts-Fussball bis 2022 bei der SRG SSR. In: presseportal.ch. (presseportal.ch [abgerufen am 12. Juni 2018]).
  27. Fußball: ORF schnappt sich TV-Rechte für WM 2018 und 2022. In: www.kleinezeitung.at. (kleinezeitung.at [abgerufen am 16. Juli 2018]).
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