Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2003

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FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2003
FIFA Women’s World Cup USA 2003
Anzahl Nationen 16 (von 99 Bewerbern)
Weltmeister Deutschland Deutschland (1. Titel)
Austragungsort Vereinigte Staaten USA
Eröffnungsspiel 20. September 2003
Endspiel 12. Oktober 2003
Spiele 32
Tore 107 (⌀: 3,34 pro Spiel)
Zuschauer 679.664 (⌀: 21.240 pro Spiel)
Torschützenkönigin Deutschland Birgit Prinz (7 Tore)
Beste Spielerin Deutschland Birgit Prinz
Beste Torhüterin Deutschland Silke Rottenberg [1]
Gelbe Karten 65 (⌀: 2,03 pro Spiel)
Gelb-Rote Karten 0
Rote Karten (⌀: 0,03 pro Spiel)
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Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2003 war die vierte Ausspielung des bedeutendsten Turniers für Frauenfußball-Nationalmannschaften und wurde vom 20. September bis zum 12. Oktober 2003 erneut in den USA ausgetragen. Ursprünglich sollte die Weltmeisterschaft in der Volksrepublik China stattfinden. Nach dem Ausbruch der SARS-Krankheit entschied der Weltverband FIFA kurzfristig die Verlegung in die USA.

Die deutsche Mannschaft gewann ihren ersten WM-Titel. Eindrucksvoll gewannen sie gegen Russland im Viertelfinale und schlugen den Titelverteidiger und zweimaligen Weltmeister USA mit 3:0 vor dessen eigenem Publikum. Birgit Prinz wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Mit ihren sieben Toren hatte sie großen Anteil am Erfolg des deutschen Teams und wurde gleichzeitig alleinige Torschützenkönigin der Weltmeisterschaft 2003. Der Fair-Play Award ging an China.

Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spiele der Weltmeisterschaft 2003 wurde in sechs Stadien in sechs verschiedenen Städten in den USA ausgetragen.

Portland
(PGE Park)
Kapazität: 19.600
Foxborough[2]
(Gillette Stadium)
Kapazität: 69.000
PGEParkpano.jpg Gillette Stadium.jpg
Philadelphia
(Lincoln Financial Field)
Kapazität: 68.500
Columbus
(Columbus Crew Stadium)
Kapazität: 22.600
Washington, D.C.
(Robert F. Kennedy Memorial Stadium)
Kapazität: 55.700
Carson[3]
(Home Depot Center)
Kapazität: 27.000
Philly (45).JPG Columbus crew stadium mls allstars 2005.jpg RFK Stadium aerial photo, 1988.JPEG Home Depot Center, Carson, CA.jpg

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Teilnehmerfeld umfasste wie vier Jahre zuvor 16 Mannschaften. Es gab vier Gruppen zu je vier Mannschaften. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizierten sich fürs Viertelfinale. Ab dem Viertelfinale wurde der Weltmeister im K.-o.-System ausgespielt. Stand nach der regulären Spielzeit kein Sieger fest, wurde eine zweimal 15-minütige Verlängerung gespielt. In der Verlängerung galt die Regel des Golden Goals, wer also das erste Tor der Verlängerung erzielte, hatte das Spiel gewonnen. Fiel während der Verlängerung kein Tor, gab es ein Elfmeterschießen.

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifikation für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2003 dauerte vom 18. August 2001 bis zum 5. Juli 2003. 96 Verbände waren in die WM-Qualifikation gestartet, nur 14 Mannschaften blieben schließlich übrig. Die USA waren als Gastgeber automatisch qualifiziert. China, das ursprünglich als Gastgeber festgelegt wurde erhielt ebenfalls einen direkten Startplatz. In sechs Zonen wurden die 14 übrigen Teilnehmer folgendermaßen ermittelt:

Europa hatte bei der Weltmeisterschaft fünf Startplätze. Die Mannschaften der Kategorie A (Gruppen 1–4) spielten in vier Gruppen mit je 4 Mannschaften gegeneinander um die Qualifikation. Die vier Gruppensieger waren direkt qualifiziert. Die vier Gruppenzweiten spielten zwischen September und November 2002 in Hin- und Rückspielen („Play-off-Spielen“) um den fünften Startplatz. Am Ende der Qualifikation waren Norwegen, Schweden, Russland und Deutschland (Gruppensieger) sowie Frankreich (Sieger der Play-off-Spiele) qualifiziert. Die Mannschaften der zweiten Kategorie (Gruppen 5–8) spielten lediglich um den Aufstieg in die erste Kategorie.

Südamerika hatte zwei direkte Startplätze. Als Qualifikationsturnier galt die Fußball-Südamerikameisterschaft der Frauen 2003. Die beiden besten Mannschaften (Brasilien und Argentinien) konnten sich die Qualifikation sichern.

Der Fußballverband Nord- und Mittelamerikas und der Karibik, der CONCACAF hatte einen direkten Startplatz. Hinzu kam der Gastgeber USA, der automatisch für die Endrunde qualifiziert war. Der CONCACAF Women’s Gold Cup 2002 in den USA und in Kanada war gleichzeitig die Qualifikationsrunde. Die USA gewannen das Turnier gegen Kanada, das sich damit qualifizierte. Die drittplatzierten Mexikanerinnen spielten in zwei Play-Off Spielen gegen den Asien-Dritten um einen weiteren Startplatz.

In der Afrika-Zone war die Fußball-Afrikameisterschaft der Frauen 2002 in Nigeria das Qualifikationsturnier. Die beiden Finalisten erreichen die Endrunde.

Platzierungen der Teilnehmer

Auch in Asien war die Kontinental-Meisterschaft auch gleichzeitig das Qualifikationsturnier für den FIFA-Weltpokal. Der asiatische Verband hatte zwei direkte Plätze. China erhielt als „Entschädigung“ ebenfalls einen direkten Platz, womit sich der Vierte der Asienmeisterschaft für die Play-Off Spiele gegen den CONCACAF-Vierten qualifizierte. Bei der Fußball-Asienmeisterschaft der Frauen 2003 in Thailand gewannen die Chinesinnen die Asienmeisterschaft, womit sich ebenfalls Nordkorea (Finalist) und Südkorea (Dritter) direkt qualifizierten. Die Japanerinnen setzten sich in den Play-Off Spielen gegen Mexiko durch und sicherten sich ebenfalls die Teilnahme.

Ozeanien hatte einen direkten Startplatz, die Qualifikationsrunde wurde im April 2003 in Australien ausgetragen.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Frauen-Mannschaften nahmen an der vierten Frauenfußball-WM teil:

5 aus Europa Deutschland Deutschland Frankreich Frankreich Norwegen Norwegen Russland Russland Schweden Schweden
2 aus Südamerika Argentinien Argentinien Brasilien Brasilien
2 aus Nord-, Mittelamerika und Karibik Kanada Kanada Vereinigte Staaten USA (GG)
2 aus Afrika Ghana Ghana Nigeria Nigeria
4 aus Asien China Volksrepublik China Japan Japan Korea Nord Nordkorea Korea Sud Südkorea
1 aus Ozeanien Australien Australien

Für Argentinien, Frankreich und Südkorea war es die erste WM-Teilnahme.

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA  3  3  0  0 011:100 +10 09
 2. SchwedenSchweden Schweden  3  2  0  1 005:300  +2 06
 3. Korea Nord Nordkorea  3  1  0  2 003:400  −1 03
 4. Nigeria Nigeria  3  0  0  3 000:110 −11 00
20. September 2003 in Philadelphia
Nigeria Nordkorea 0:3 (0:1)
21. September 2003 in Washington D.C.
USA Schweden 3:1 (2:0)
25. September 2003 in Philadelphia
Schweden Nordkorea 1:0 (1:0)
USA Nigeria 5:0 (2:0)
28. September 2003 in Columbus
Schweden Nigeria 3:0 (0:0)
Nordkorea USA 0:3 (0:1)

Die Gastgeberinnen und Titelverteidigerinnen aus den USA setzten sich wie erwartet souverän in der Vorrunde durch. Schweden erreichte erwartungsgemäß neben den USA ebenfalls das Viertelfinale. Die Nordkoreanerinnen schieden wie schon bei ihrer WM-Premiere 1999 nach der Vorrunde aus. Enttäuschend war das Abschneiden Nigerias, die vier Jahre zuvor noch ins Viertelfinale kamen.

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Brasilien Brasilien  3  2  1  0 008:200  +6 07
 2. Norwegen Norwegen  3  2  0  1 010:500  +5 06
 3. FrankreichFrankreich Frankreich  3  1  1  1 002:300  −1 04
 4. Korea Sud Südkorea  3  0  0  3 001:110 −10 00
20. September 2003 in Philadelphia
Norwegen Frankreich 2:0 (0:0)
21. September 2003 in Washington D.C.
Brasilien Südkorea 3:0 (1:0)
24. September 2003 in Washington D.C.
Norwegen Brasilien 1:4 (1:2)
Frankreich Südkorea 1:0 (0:0)
27. September 2003 in Foxborough
Südkorea Norwegen 1:7 (0:4)
27. September 2003 in Washington D.C.
Frankreich Brasilien 1:1 (0:0)

Den beiden Neulingen Frankreich und Südkorea gelang es nicht, in der Vorrunde für eine Überraschung zu sorgen. Mit Brasilien und Norwegen setzten sich die erfahreneren und routinierteren Mannschaften durch.

Gruppe C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Deutschland Deutschland  3  3  0  0 013:200 +11 09
 2. Kanada Kanada  3  2  0  1 007:500  +2 06
 3. JapanJapan Japan  3  1  0  2 007:600  +1 03
 4. Argentinien Argentinien  3  0  0  3 001:150 −14 00
20. September 2003 in Columbus
Deutschland Kanada 4:1 (1:1)
Japan Argentinien 6:0 (2:0)
24. September 2003 in Columbus
Deutschland Japan 3:0 (2:0)
Kanada Argentinien 3:0 (1:0)
27. September 2003 in Foxborough
Kanada Japan 3:1 (1:1)
27. September 2003 in Washington D.C.
Argentinien Deutschland 1:6 (0:4)

Deutschland lieferte in der Vorrunde eine überzeugende Leistung ab. Alle drei Spiele konnten mit mindestens drei Toren Differenz gewonnen werden. Vor allem in der Offensive waren die deutschen Damen stark, sie schossen 13 Tore in drei Spielen, nur die USA erzielten im gesamten Turnierverlauf mehr Tore (15 in 6 Spielen), konnten die Gesamtzahl der Tore der deutschen Mannschaft von 25 in sechs Spielen aber nicht erreichen. Neben Deutschland qualifizierte sich Kanada für das Viertelfinale. Für die Debütantinnen aus Argentinien blieb lediglich eine Statistenrolle im Turnier. Japan verlor am letzten Spieltag das entscheidende Spiel gegen Kanada und musste die Heimreise antreten.

Gruppe D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. China Volksrepublik China  3  2  1  0 003:100  +2 07
 2. RusslandRussland Russland  3  2  0  1 005:200  +3 06
 3. Ghana Ghana  3  1  0  2 002:500  −3 03
 4. AustralienAustralien Australien  3  0  1  2 003:500  −2 01
21. September 2003 in Carson
Australien Russland 1:2 (1:1)
China Ghana 1:0 (1:0)
25. September 2003 in Carson
Ghana Russland 0:3 (0:1)
China Australien 1:1 (0:1)
28. September 2003 in Portland
Ghana Australien 2:1 (2:0)
China Russland 1:0 (1:0)

China und Russland setzten sich erwartungsgemäß in Gruppe D durch. Ghana und Australien schieden wie vier Jahre zuvor gemeinsam aus.

Finalrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viertelfinale Halbfinale Finale
                   
1. Oktober 2003 – Foxborough        
  Vereinigte Staaten USA   1
5. Oktober 2003 – Portland
  Norwegen Norwegen   0  
  Vereinigte Staaten USA   0
2. Oktober 2003 – Portland
    Deutschland Deutschland   3  
  Deutschland Deutschland   7
12. Oktober 2003 – Carson
  Russland Russland   1  
  Deutschland Deutschland   121
1. Oktober 2003 – Foxborough
    Schweden Schweden   1
  Brasilien Brasilien   1
5. Oktober 2003 – Portland
  Schweden Schweden   2  
  Schweden Schweden   2 Spiel um Platz drei
2. Oktober 2003 – Portland
    Kanada Kanada   1  
  China Volksrepublik China   0   Vereinigte Staaten USA   3
  Kanada Kanada   1     Kanada Kanada   1
11. Oktober 2003 – Carson

1 Sieg nach Golden Goal

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Oktober 2003 in Foxborough
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Norwegen Norwegen 1:0 (1:0)
Brasilien Brasilien SchwedenSchweden Schweden 1:2 (1:1)
2. Oktober 2003 in Portland
Deutschland Deutschland RusslandRussland Russland 7:1 (1:0)
China Volksrepublik China Kanada Kanada 0:1 (0:1)

In einer schwachen Partie konnten sich die USA gegen Norwegen mit 1:0 durchsetzen. Das entscheidende Tor erzielte Abby Wambach in der 24. Minute. Schweden gelang es in einem ausgeglichenen Spiel, den Dritten der letzten WM, Brasilien, mit 2:1 zu schlagen. Die deutsche Mannschaft unterstrich im Viertelfinale ihre Rolle als Titelkandidat. Mit 7:1 wurde Russland deklassiert. Martina Müller eröffnete in der ersten Halbzeit das Schützenfest. Nach der Pause trafen Sandra Minnert (57.), Pia Wunderlich (60.), Kerstin Garefrekes (62., 85.) und Birgit Prinz (80., 89.). Kanada setzte sich überraschend gegen die favorisierten Chinesinnen mit 1:0 durch. Obwohl China fast die kompletten 90 Minuten das Spiel bestimmte, gelang es den Kanadierinnen, ihre 1:0-Führung aus der siebten Minute über die Zeit zu retten.

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5. Oktober 2003 in Portland
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Deutschland Deutschland 0:3 (0:1)
SchwedenSchweden Schweden Kanada Kanada 2:1 (0:0)

Die deutsche Mannschaft setzte ihren Siegeszug im Halbfinale fort. Der amtierende Weltmeister im Frauenfußball, die USA, wurde mit einem 3:0 entthront. Nach dem Führungstor durch Kerstin Garefrekes (15.) stand es lange Zeit 1:0. Erst in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit sorgten Maren Meinert und Birgit Prinz mit einem Doppelschlag für den Endstand. Das Spiel wird unter Experten als das beste Frauenfußball-Spiel der Geschichte angesehen. Schweden schlug im Halbfinale die überraschend starken Kanadierinnen. Kanada ging in der 64. Minute in Führung, doch Schweden drehte durch Tore von Moström (79.) und Öqvist (86.) noch das Spiel in der Schlussphase.

Spiel um Platz 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11. Oktober 2003 in Carson
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Kanada Kanada 3:1 (1:1)

Die USA konnten im kleinen Finale einen versöhnlichen Abschluss gegen den nördlichen Nachbarn feiern. Mit 3:1 konnte man sich zumindest Platz drei sichern. Kanada überraschte bei der WM 2003 mit einer starken Leistung und belegte am Ende verdient den vierten Platz.

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szene im Finale Deutschland – Schweden
12. Oktober 2003 in Carson
Deutschland Deutschland SchwedenSchweden Schweden 2:1 n.GG. (1:1, 0:1)

Die deutschen Frauen waren im Finale der WM 2003 die glücklichere Mannschaft. Die Führung der Schwedinnen durch Hanna Ljungberg (41.) egalisierte Maren Meinert unmittelbar nach der Pause (46.). In der Folgezeit war das Spiel völlig offen. Beide Mannschaften hatten Chancen, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. In der Verlängerung war es die eingewechselte Nia Künzer, die in der 98. Minute nach einem Freistoß von Renate Lingor aus dem Halbfeld das 2:1 mit einem Kopfball erzielte und Deutschland mit dem Golden Goal den Weltmeistertitel sicherte. Künzers Treffer wurde zum Tor des Jahres gewählt.

Die Weltmeisterinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2003/Deutschland

Auf Grund dieses Erfolges wurde die Mannschaft zum ersten Mal zur Mannschaft des Jahres in Deutschland und Birgit Prinz zur Weltfußballerin des Jahres gewählt.

Beste Torschützinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spielerin Tore
1 Deutsche Birgit Prinz 7
2 Deutsche Maren Meinert 4
Brasilianerin Kátia 4
Deutsche Kerstin Garefrekes 4
5 Schwedin Victoria Sandell Svensson 3
Japanerin Homare Sawa 3
Japanerin Mio Otani 3
Norwegerin Dagny Mellgren 3
Kanadierin Christine Latham 3
Kanadierin Christine Sinclair 3
Schwedin Hanna Ljungberg 3
Brasilianerin Marta 3
US-Amerikanerin Abby Wambach 3

Siehe auch: Torjägerliste aller Weltmeisterschaften

Schiedsrichterinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die FIFA nominierte 12 Schiedsrichterinnen und 22 Schiedsrichter-Assistentinnen. Aus dem deutschsprachigen Raum wurden die erfahrene Nicole Petignat, Schiedsrichterin des WM-Finales von 1999 und die Assistentin Elke Lüthi, beide aus der Schweiz, nominiert. Vom DFB waren keine Schiedsrichterinnen angefordert. Der amerikanische Fußballverband entsandte zusätzlich mit Sandra Hunt und Jennifer Bennett zwei Unparteiische, die ausschließlich als 4. Offizielle agierten. Etwas überraschend wurde die Rumänin Cristina Floarea Ionescu für die Leitung des Finales nominiert. Ionescu hatte bis dahin nur ein Vorrundenspiel geleitet.

Verband Schiedsrichterin Spiele Yellow card.svg Yellow-red card.svg Red card.svg 4. O. Assistentin 1 Assistentin 2
Zahl Partie
AFC China Volksrepublik Zhang Dongqing 3 USA-SWE
FRA-KOR
BRA-SWE
11 0 0 0 Chinesisch Taipeh Liu Hsiu-mei Japan Hisae Yoshizawa
Korea Sud Im Eun-ju 3 GER-CAN 6 0 0 2 Korea Sud Choi Soo-jin Korea Nord Hong Kum-nyo
CAN-JPN
GER-RUS Korea Sud Choi Soo-jin Rumänien Irina Mirt (UEFA)
CAF Togo Xonam Agboyi 2 NOR-BRA
GHA-AUS
4 0 0 2 Elfenbeinküste Désirée Perpétué Senegal Florence Biagui
Nigeria Bola Abidoye 2 ARG-GER 2 0 0 0 Schweiz Elke Lüthi (UEFA) Chinesisch Taipeh Liu Hsiu-mei (AFC)
AUS-RUS Elfenbeinküste Désirée Perpétué Senegal Florence Biagui
CONCACAF Kanada Sonia Denoncourt 3 SWE-NGA
CHN-GHA
USA-GER
1 0 0 3 Kanada Denise Robinson Trinidad und Tobago Lynda Bramble
Vereinigte Staaten Kari Seitz 3 NOR-FRA
GHA-RUS
CHN-CAN
6 0 0 2 Vereinigte Staaten Karalee Sutton Vereinigte Staaten Sharon Wheeler
Vereinigte Staaten Sandra Hunt 0 0 0 0 0 7
Vereinigte Staaten Jennifer Bennett 0 0 0 0 0 4
CONMEBOL Argentinien Florencia Romano 2 USA-NGA
CHN-RUS
2 0 0 0 Argentinien Sabrina Lois Argentinien Alejandra Cercato
Brasilien Sueli Tortura 2 PRK-USA
GER-JPN
5 0 0 0 Brasilien Cleidy Mary Ribeiro Brasilien Marlei Silva
OFC Australien Tammy Ogston 4 SWE-PKR 7 0 0 5 Australien Airlie Keen Australien Jacqueline Leleu
BRA-PKR Rumänien Irina Mirt (UEFA) Polen Katarzyna Nadolska (UEFA)
KOR-NOR Australien Airlie Keen Australien Jacqueline Leleu
USA-CAN
UEFA Schweiz Nicole Petignat 3 NGA-PRK
CAN-ARG
USA-NOR
12 0 0 2 Schweiz Elke Lüthi Frankreich Nelly Viennot
Finnland Katriina Elovirta 3 JPN-AUS
CHN-AUS
SWE-CAN
6 0 1 5 Finnland Emilia Parviainen Nordirland Andi Regan
Rumänien Cristina Babadac 2 FRA-BRA
GER-SWE
2 0 0 1 Rumänien Irina Mirt Polen Katarzyna Nadolska

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

adidas Goldener Ball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Goldenen Ball als beste Spielerin des Turniers erhielt die Deutsche Birgit Prinz. Der Silberne Ball ging an die Schwedin Victoria Sandell Svensson und der Bronzene Ball mit Maren Meinert ebenfalls an eine Deutsche.

adidas Goldener Schuh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Goldene Schuh“ für die beste Torschützin ging an die Deutsche Birgit Prinz für ihre sieben Turniertore. Der „Silberne Schuh“ ging an ihre Landsfrau Maren Meinert und der „Bronzene Schuh“ an die Brasilianerin Kátia. Da beide gemeinsam mit Kerstin Garefrekes die gleiche Toranzahl hatten, entschieden die Torvorlagen und danach die weniger absolvierten Spielminuten über die Rangfolge.

FIFA-Fairplay-Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FIFA-Fairplay-Preis für die fairste Mannschaft des Turniers ging an China.

Beste Torhüterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silke Rottenberg wurde als beste Torhüterin ausgezeichnet.[4]

All-Star-Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11 Spielerinnen wurden in das All-Star-Team gewählt, zudem fünf Ergänzungsspielerinnen (kursiv gesetzt).[5] Positionen gemäß Kaderlisten der FIFA.[6]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Deutschland Silke Rottenberg
Schweden Caroline Jönsson
Vereinigte Staaten Joy Fawcett
Kanada Charmaine Hooper
Deutschland Sandra Minnert
China Volksrepublik Liping Wang
Deutschland Bettina Wiegmann
Vereinigte Staaten Shannon Boxx
Schweden Malin Moström
Norwegen Solveig Gulbrandsen
Deutschland Maren Meinert
Deutschland Birgit Prinz
Schweden Victoria Svensson
Vereinigte Staaten Mia Hamm
Brasilien Marta
Norwegen Dagny Mellgren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Rottenberg zur besten Torhüterin gekürt." (Meldung auf dfb.de vom 13. Oktober 2003)
  2. In den FIFA-Statistiken wird Boston als Austragungsort genannt.
  3. In den FIFA-Statistiken wird Carson/Los Angeles als Austragungsort genannt.
  4. DFB.de: Ehrungen für deutsche Spielerinnen
  5. DFB.de: Frauen-WM: Fünf DFB-Spielerinnen im All-Star-Team
  6. FIFA.com: FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2003 - Mannschaften (Memento des Originals vom 25. Juni 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.fifa.com