Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019/China

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Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019:
VR China
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Qualifiziert als Dritter der Asienmeisterschaft 2018
Tore  :

Dieser Artikel behandelt die chinesische Fußballnationalmannschaft der Frauen bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 in Frankreich. Die Volksrepublik China nimmt zum siebten Mal an der Endrunde teil. Dabei benötigte sie die wenigsten Spiele um sich zu qualifizieren: nach zwei Spielen stand durch das Erreichen des Halbfinales der Asienmeisterschaft die WM-Teilnahme fest. Die restlichen Spiele bei der Asienmeisterschaft dienten nur noch zur Ermittlung der Platzierung.

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Qualifikation zur WM-Endrunde für die asiatischen Mannschaften diente wie zuvor die Asienmeisterschaft, die 2018 in Jordanien ausgetragen wurde. Als Dritter der vorherigen Austragung war die VR China automatisch qualifiziert.

Für die Meisterschaft nominierte Nationaltrainer Sigurður Ragnar Eyjólfsson 23 Spielerinnen, darunter 14 Spielerinnen, die schon zum Kader für die WM 2015 gehört hatten.

Die chinesische Mannschaft kam im ersten Spiel zu einem 4:0-Sieg gegen Thailand. Dem folgte ein 3:0 gegen die Philippinen, wodurch sich die Mannschaft schon für das Halbfinale und damit als erste Mannschaft nach Gastgeber Frankreich für die WM qualifizierte. Im abschließenden Gruppenspiel wurde Gastgeber Jordanien mit 8:1 geschlagen. Gegner im Halbfinale war Titelverteidiger Japan. Die Chinesinnen gerieten in der 39. Minute in Rückstand. Weitere Tore fielen erst in der Schlussphase in der zunächst die Japanerinnen zwei Tore nachlegten, ehe China in der 90. Minute auf 1:3 verkürzte. Im Spiel um Platz 3 war wieder Auftaktgegner Thailand der Gegner und die Chinesinnen sicherten sich mit einem 3:1 wie vier Jahre zuvor den dritten Platz.

Im Turnier wurden lediglich die beiden Ersatztorhüterinnen nicht eingesetzt, acht Spielerinnen machten alle fünf Spiele mit.

Insgesamt erzielten die chinesischen Spielerinnen 18 Tore und profitierten zudem von einem Eigentor einer Jordanierin im Gruppenspiel. Die meisten Tore für die chinesische Mannschaft erzielten Li Ying (7, die damit Torschützenkönigin des Turniers wurde), Song Duan sowie Wang Shuang (je 4). Insgesamt trafen sechs chinesische Spielerinnen beim Turnier ins Tor.

Gruppenspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. China VolksrepublikVolksrepublik China VR China  3  3  0  0 015:100 +14 09
 2. ThailandThailand Thailand  3  2  0  1 009:600  +3 06
 3. PhilippinenPhilippinen Philippinen  3  1  0  2 003:700  −4 03
 4. JordanienJordanien Jordanien  3  0  0  3 003:160 −13 00
6. April 2018, Amman International Stadium in Amman
China VolksrepublikVolksrepublik China VR China ThailandThailand Thailand 4:0 (0:0) Song Duan (2), Wang Shuang, Li Ying
9. April 2018, King Abdullah II Stadium in Amman
PhilippinenPhilippinen Philippinen China VolksrepublikVolksrepublik China VR China 0:3 (0:2) Li Ying (2), Ma Jun
12. April 2018, Amman International Stadium in Amman
JordanienJordanien Jordanien China VolksrepublikVolksrepublik China VR China 1:8 (1:2) Wang Shuang (3), Li Ying (2), Song Duan, Tang Jiali, Yasmeen Khair (Eigentor); Sarah Abu-Sabbah

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17. April 2018 China VolksrepublikVolksrepublik China VR China JapanJapan Japan 1:3 (0:1) Li Ying; Yokoyama (2), Iwabuchi

Spiel um Platz 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20. April 2018 China VolksrepublikVolksrepublik China VR China ThailandThailand Thailand 3:1 (0:0) Li Ying, Wang Shanshan, Song Duan; Rattikan Thongsombut

Vorbereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2018 reisten die Chinesinnen zu zwei Spielen in die USA, die sie mit 0:1 und 1:2 gegen den Weltmeister verloren. Im August nahmen sie an den Asienspielen teil und gewannen in der Gruppenphase gegen Hongkong 7:0, Tadschiskistan 16:0 und Nordkorea mit 2:0. Im Halbfinale setzten sie sich mit 1:0 gegen die Republik China/Taiwan durch, verloren dann im Finale gegen Japan mit 0:1. Dabei standen auch 11 Spielerin aus dem Kader der Asienmeisterschaft im Aufgebot und Wang Shanshan wurde mit 12 Toren beste Torschützin. Im Oktober waren die Chinesinnen Gastgeber des Vier-Nationen-Turnier, das sie mit einem torlosen Remis gegen Portugal sowie Siegen gegen Finnland (2:1) und Thailand (2:0) gewannen. Anfang Dezember gewannen sie in der zweiten Qualifikationsrunde zur Ostasienmeisterschaft mit 10:0 gegen die Mongolei, 6:0 gegen Hongkong und 2:0 gegen die Republik China/Taiwan, wobei Wang Shanshan mit insgesamt sechs Toren beste Spielerin und ebenfalls beste Torschützin war. Am 17. Januar besiegten die Chinesinnen beim Vier-Nationen-Turnier im Halbfinale in Wuhua Afrikameister Nigeria mit 3:0 und gewannen am 20. im Finale gegen Südkorea mit 1:0. Ende Februar/Anfang März nahm China wieder am Algarve-Cup teil und traf dort auf Dänemark und Norwegen. Nach zwei Niederlagen gegen die beiden europäischen Mannschaften trafen die Chinesinnen im Spiel um Platz 11 auf Europameister Niederlande. Hier verloren sie nach einem 1:1 das Elfmeterschießen mit 2:4 und belegten den letzten Platz. Am 4. April gewannen sie bei einem Vier-Nationen-Turnier in Wuhan im Halbfinale gegen Russland mit 4:1 und am 7. April das Finale gegen WM-Teilnehmer Kamerun mit 1:0. Am 31. Mai verloren die Chinesinnen in Créteil gegen WM-Gastgeber Frankreich mit 1:2.

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr.[K 1] Spielerin Geburts-
datum
Debüt Verein[K 2] Länder-
spiele[K 3]
Länder-
spieltore[K 3]
Letzter
Einsatz
WM-Spiele, -Tore WM 2019
Sp. Tor Gelbe Karte Gelb-Rote Karte Rote Karte
Tor
1 Xu Huan 06.03.1999 ? Beijing BSU 001 00 ?
12 Peng Shimeng 12.05.1998 2017 Jiangsu Suning FC 014 00 31.05.2019 3
18 Bi Xiaolin 18.09.1989 2016 Dalian Quanjian WFC 035 00 04.03.2019
Abwehr
2 Liu Shanshan (劉杉杉) 16.03.1992 2014 Beijing BSU 109 01 31.05.2019 5 (2015) 3 1
3 Lin Yuping 28.02.1992 2018 Wuhan Jiangda Univ. 012 00 31.05.2019 3
5 Wu Haiyan (吳海燕) (C)Kapitän der Mannschaft 26.02.1993 2014 Wuhan Jiangda Univ. 113 00 31.05.2019 5 (2015) 3
8 Li Jiayue (李佳悦) 08.06.1990 2014 Shanghai WFC 067 02 06.03.2019 0 (2015)
13 Wang Yan 22.08.1991 2018 Beijing BSU 026 00 31.05.2019 2
14 Wang Ying 18.11.1997 2019 Wuhan Jiangda Univ. 003 00 31.05.2019
16 Li Wen 21.02.1989 2017 Dalian Quanjian WFC 031 03 31.05.2019 1 1
Mittelfeld
06 Han Peng (韓鵬) 20.12.1989 2014 Guangdong Huijun WFC 093 04 31.08.2018 5 (2015) 3
19 Tan Ruyin (譚茹殷) 17.07.1994 2014 Guangdong Huijun WFC 051 01 31.05.2019 5 (2015) 1
20 Zhang Rui (張睿) 17.01.1989 2010 Changchun Volkswagen 144 24 31.05.2019 1 (2015) 3
21 Yao Wei 01.09.1997 2017 Wuhan Jiangda Univ. 013 03 31.05.2019 3
22 Luo Guiping 20.04.1993 ? Guangdong Huijun WFC 001 00 ?
23 Liu Yanqiu 31.12.1995 ? Wuhan Jiangda Univ. 002 00 ?
Angriff
04 Lou Jiahui (娄佳惠) 26.05.1991 2008 Henan Jianye WFC 111 04 31.05.2019 4 (2015) 2
07 Wang Shuang (王霜) 23.01.1995 FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain 095 26 31.05.2019 4 (2015) 3 1
09 Yang Li 31.01.1991 2014 Jiangsu Suning WFC 058 31 31.05.2019 3 1
10 Li Ying (李影) 07.01.1993 2014 Guangdong Huijun WFC 107 26 31.05.2019 2 (2015) 2 1
11 Wang Shanshan (王珊珊) 27.01.1990 2014 Dalian Quanjian WFC 131 45 31.05.2019 5,2 (2015) 3 1
15 Song Duan 02.08.1995 2017 Dalian Quanjian WFC 022 07 31.05.2019 1
17 Gu Yasha (古雅莎) 28.11.1990 2008 Beijing BSU 116 13 31.05.2019 2 (2015) 3
Trainerstab
Trainer Jia Xiuquan 09.11.1963 2018 CFA
Anmerkungen:
  1. Gemäß Kaderliste der FIFA
  2. Stand: Mai 2019
  3. a b Stand: Vor der WM 2019

Auslosung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielorte der Chinesinnen

Für die am 8. Dezember 2018 stattgefundene Auslosung der WM-Gruppen war China aufgrund der Platzierung in der FIFA-Weltrangliste vom 7. Dezember 2018 Topf 3 zugeteilt.[1] Die Mannschaft konnte somit auf Weltmeister USA, Deutschland oder Gastgeber Frankreich treffen. Aufgrund des Modus konnte sie nicht auf eine der vier anderen Mannschaften des asiatischen Verbandes treffen. Letztlich wurde die Mannschaft von der ehemaligen deutschen Bundestrainerin Steffi Jones der deutschen Mannschaft zugelost. Zudem wurden Spanien und Südafrika in die einzige Gruppe ohne aktuellen Kontinentalmeister gelost.

China ist dritthäufigster Gegner der deutschen Frauen. In bisher 30 Spielen konnten die Chinesinnen achtmal gewinnen. Sechs Spiele endeten unentschieden, 16 wurden verloren, darunter mit 0:8 die höchste Niederlage überhaupt. Bei Weltmeisterschaften trafen beide erst einmal, im Halbfinale 1995 aufeinander und China verlor mit 0:1. Zuletzt trafen beide im Viertelfinale der Olympischen Spiele aufeinander und China verlor auch dieses Spiel mit 0:1. Den letzten Sieg gab es am 1. März 2006 in Homburg, wo die Chinesinnen mit 1:0 gewannen. Gegen Spanien gab es erst zwei Spiele, die im September 2015 auf heimischen Boden mit 1:3 und 1:2 verloren wurden. Gegen Südafrika gab es im September 2003 zwei hohe Heimsiege (8:0 und 13:0, höchster Sieg einer asiatischen gegen eine afrikanische Mannschaft), im Juli 2009 ein 5:0 in Amsterdam und in der Olympia-Vorrunde 2016 ein 2:0.

Gruppenspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. DeutschlandDeutschland Deutschland  3  3  0  0 006:000  +6 09
 2. SpanienSpanien Spanien  3  1  1  1 003:200  +1 04
 3. China VolksrepublikVolksrepublik China VR China  3  1  1  1 001:100  ±0 04
 4. SudafrikaSüdafrika Südafrika  2  0  0  2 001:800  −7 00
Sa., 8. Juni 2019 in Rennes
DeutschlandDeutschland Deutschland China VolksrepublikVolksrepublik China VR China 1:0 (0:0)
Do., 13. Juni 2019 in Paris
SudafrikaSüdafrika Südafrika China VolksrepublikVolksrepublik China VR China 0:1 (0:1)
Mo., 17. Juni 2019 in Le Havre
China VolksrepublikVolksrepublik China VR China SpanienSpanien Spanien 0:0

K.o.Runde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Di., 25. Juni 2019 in Montpellier
ItalienItalien Italien China VolksrepublikVolksrepublik China VR China -:- (-:-)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]