Fuchs, du hast die Gans gestohlen

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Fuchs, du hast die Gans gestohlen ist ein deutschsprachiges Kinderlied, bestehend aus drei Liedstrophen. Der Liedtext wurde von Ernst Anschütz zur Melodie eines älteren Volkslieds verfasst und 1824 unter dem Titel Warnung veröffentlicht.[1] Es zählt zu den bekanntesten Kinderliedern im deutschsprachigen Raum.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Text wird einem diebischen Fuchs damit gedroht, dass ihn der Jäger erschießen werde, sollte er die Gans nicht wieder zurückbringen, die er gefangen bzw. Menschen gestohlen hat. Am Ende der letzten Strophe wird ihm angeraten, sich in der Nahrungssuche auf Mäuse, also auf Beute in der freien Natur, zu beschränken.

Melodie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Anschütz unterlegte seinen Text dem damals bekannten Volkslied Wer die Gans gestohlen hat. Die aufsteigende Linie des Melodieanfangs basiert − wie auch beispielsweise bei Alle meine Entchen oder Häschen in der Grube − auf der Dur-Tonleiter.

 \relative c' { \key d \major \time 4/4 
{ d e fis g  a a a a  b g d' b  a1  b4 g d' b  a1 \break
a4 g g g  g fis fis fis   fis e fis e  d( fis a2) 
a4 g g g  g fis fis fis   fis e fis e  d1  \bar  "|." } } 
\addlyrics {
Fuchs, du hast die Gans ge -- stoh -- len, gib sie wie -- der her, gib sie wie -- der her,
sonst wird dich der Jä -- ger ho -- len mit dem Schieß -- ge -- wehr,
sonst wird dich der Jä -- ger ho -- len mit dem Schieß -- ge -- wehr. 
}

Text[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Fuchs, du hast die Gans gestohlen,
|: gib sie wieder her! :|
|: Sonst wird dich der Jäger holen,
mit dem Schießgewehr. :|

2. Seine große, lange Flinte
|: schießt auf dich den Schrot, :|
|: dass dich färbt die rote Tinte
und dann bist du tot. :|

3. Liebes Füchslein, lass dir raten,
|: sei doch nur kein Dieb; :|
|: nimm, du brauchst nicht Gänsebraten,
mit der Maus vorlieb. :|

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Lied ist auch ein Kurzfilm von Alfred Stöger aus dem Jahr 1936 benannt.[2][3] 1997 veröffentlichte Edith Walther die deutsche Übersetzung des 1991 erschienen Buchtitels A Season for Murder von Ann Granger unter dem Titel Fuchs, du hast die Gans gestohlen. Die deutsche Deathcore-Band We Butter the Bread with Butter hat dieses Lied auf ihrem 2008 erschienenen Album Das Monster aus dem Schrank neu interpretiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Anschütz: Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 1. Reclam, Leipzig 1824, S. 38 (Digitalisat der Herzog August Bibliothek).
  2. Filmarchiv der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive)
  3. Fuchs, Du hast die Gans gestohlen (1936) in der Internet Movie Database (englisch)