Fujiko Nakaya

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nebel-Installation, Bilbao

Fujiko Nakaya (japanisch 中谷 芙二子, Nakaya Fujiko; geboren 15. Mai 1933 in Sapporo) ist eine japanische Bildhauerin und Installationskünstlerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nakaya Fujiko machte 1957 ihren Abschluss an der Northwestern University (Illinois, USA). Nach ihrer Rückkehr nach Japan hatte sie 1962 eine Einzelausstellung in einer Galerie in Tōkyō, auf der sie Ölgemälde zeigte. 1966 schloss sie sich der Künstlergruppe E.A.T. um Robert Rauschenberg an. 1970 zeigte sie auf der Weltausstellung Ōsaka im Pepsi-Pavillon zum ersten Mal eine „Skulptur aus (künstlichem) Nebel“.

Nakaya wurde zunächst mit ihren zahlreichen Nebel-Installationen bekannt. Sie versuchte dann aber ganz allgemein über ihre Installationen den Menschen mit der Natur zusammen zu bringen. Beeinflusst wurde sie dabei auch von ihrem Vater, dem Experimentalphysiker Nakaya Ukichirō (中谷宇吉郎; 1900–1962), dem es weltweit zum ersten Mal gelungen war, künstliche Schneekristalle herzustellen. Ab den 1970er Jahren befasste Nakaya Fujiko sich auch mit gesellschaftskritischen Themen. So war ihr erstes Video der Minamata-Krankheit gewidmet. 2017 zeigte sie Nebel-Installationen in der Tate Gallery of Modern Art in London, arbeitete an Projekten in Japan, Amerika und den Niederlanden und hatte von Oktober 2018 bis Januar 2019 im Kunstmuseum Mito (水戸芸術館) eine umfassende Ausstellung.

2018 erhielt Nakaya den Praemium Imperiale genannten Preis im Bereich Skulptur. Sie gehört damit, alle Preis-Bereiche eingeschlossen, zu den wenigen japanischen Preisträgern, wie Tadao Andō, Akira Kurosawa, Kenzō Tange, Seiji Ozawa oder Mitsuko Uchida.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]