Fukuyama

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Fukuyama-shi
福山市
Fukuyama
Geographische Lage in Japan
Fukuyama (Japan)
(34° 29′ 9,31″ N, 133° 21′ 44,42″O)
Region: Chūgoku
Präfektur: Hiroshima
Koordinaten: 34° 29′ N, 133° 22′ OKoordinaten: 34° 29′ 9″ N, 133° 21′ 44″ O
Basisdaten
Fläche: 518,07 km²
Einwohner: 459.576
(1. Februar 2021)
Bevölkerungsdichte: 887 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 34207-6
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Fukuyama
Baum: Melia azedarach var. subtripinnata, Duftblüte, Kampferbaum
Blume: Rose, Chrysantheme
Rathaus
Adresse: Fukuyama City Hall
3-5, Higashisakura-chō
Fukuyama-shi
Hiroshima 720-8501
Webadresse: http://www.city.fukuyama.hiroshima.jp
Lage Fukuyamas in der Präfektur Hiroshima
Lage Fukuyamas in der Präfektur

Fukuyama (japanisch 福山市, -shi) ist eine Großstadt in der japanischen Präfektur Hiroshima.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fukuyama liegt östlich von Hiroshima und westlich von Okayama an der Seto-Inlandsee.

Zur Gemeinde zählen auch die östliche Hälfte der südwestlich vorgelagerten Bingojima-Inseln, von denen Tashima und Yokoshima bewohnt sind, die südöstlich vorgelagerte Inseln von Tomonoura (Hauptinsel Sensui-jima) sowie die 6 km entfernten südöstlichen Hashirijima-Inseln, von denen Hashiri-jima ebenfalls bewohnt ist. Im Westen liegt zudem die ehemalige Insel Momi-shima (茂美島; 34° 22′ 47″ N, 133° 19′ 48″ O), die heute jedoch mit dem Festland verbunden ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entwickelte sich an der Mündung des Ashidagawa (芦田川) früh zu einer Hafenstadt. Während der Edo-Zeit war der Ort eine Burgstadt, in der zuletzt die Abe mit einem Einkommen von 100.000 Koku residierten. Die Gemeinde Fukuyama wurde am 1. Juli 1916 zur kreisfreien Stadt (shi) ernannt. Da Fukuyama, Hauptstadt der Provinz Bingo, nach der Meiji-Restauration unter die Präfektur Hiroshima kam, erhielt die Stadt später als eine oberste Einrichtung der Präfektur das Museum für Geschichte der Präfektur Hiroshima.

Bekannt war Fukuyama für die Herstellung von Tatami und Kasuri-(絣)-Kleidung. Seit 1961 ist die Stadt Sitz auch einer Produktionsstätte der in der Stahlindustrie tätigen JFE Holdings.

Der 1956 eingemeindete Ort Tomo-chō mit dem Hafen und der Meeresregion Tomonoura war seit dem Altertum ein bedeutender Hafenort.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hōsen-ji

Holocaust Education Center[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Holocaust Education Center wurde 1995 von Makoto Ōtsuka gegründet, einem Geistlichen, der 1971 Anne Franks Vater persönlich kennengelernt hatte. Es ist die einzige Bildungseinrichtung in Japan, die sich auf das Thema der Judenverfolgung in den Jahren 1933 bis 1945 in Deutschland und Europa spezialisiert hat. Neben einer Sammlung, die die Geschichte der europäischen Juden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anhand von Gegenständen aus aller Welt erzählt, enthält es eine Anne Frank gewidmete Abteilung. Am Internationalen Holocaust-Gedenktag 2011 wurde ein Ableger des Kastanienbaums, der vor Anne Franks Versteck wuchs, im Garten des Zentrums eingepflanzt.[1][2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S. Noma (Hrsg.): Fukuyama. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 429.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fukuyama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Japan: Faszination für Anne Frank. In: Deutsche Welle. 2. März 2015, abgerufen am 23. August 2016.
  2. Holocaust Education in Fukuyama. In: Japan Travel K.K. 1. Oktober 2013, abgerufen am 23. August 2016 (englisch).
  3. a b 福山市の名誉市民. In: Fukuyama Stadt. Abgerufen am 23. August 2016 (japanisch).