Fulbert Steffensky

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Fulbert Steffensky (2009)

Fulbert Steffensky (* 7. Juli 1933 in Rehlingen, Gemeinde Rehlingen-Siersburg im Saarland) ist ein deutscher Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steffensky studierte katholische und evangelische Theologie. Im Alter von 21 Jahren trat er in das Benediktinerkloster Maria Laach ein, das er nach dreizehn Jahren ohne kirchliche Erlaubnis verließ.[1]

Im Jahr 1969 konvertierte Steffensky zum lutherischen Bekenntnis, heiratete die evangelische Theologin Dorothee Sölle und wurde im selben Jahr wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Ruhr. Er promovierte 1972 an der Ruhr-Universität Bochum. 1968 war er mit Dorothee Sölle Mitbegründer des Politischen Nachtgebets, das von 1968 bis 1972 regelmäßig in der Antoniterkirche in Köln gefeiert wurde.

Seine erste Professur für Erziehungswissenschaft hatte er von 1972 bis 1975 an der Fachhochschule Köln inne, bevor er 1975 als Professor für Religionspädagogik am Fachbereich Erziehungswissenschaft an die Universität Hamburg wechselte, wo er bis 1998 tätig war.

Auf dem 32. Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen forderte Steffensky ein gemeinsames Abendmahl von katholischen und evangelischen Christen während des 2. Ökumenischen Kirchentags in München 2010.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedanken über das Verhältnis von Kirche und Judentum. In: Erbe und Auftrag, Jg. 43 (1967), S. 59–63.
  • Gott und Mensch - Herr und Knecht? Autoritäre Religion und menschliche Befreiung im Religionsbuch. Furche, Hamburg 1973
  • Feier des Lebens. Kreuz, Stuttgart 1988, ISBN 3-7831-0733-4.
  • Wo der Glaube wohnen kann. Kreuz, Stuttgart 1989, ISBN 3-7831-0957-4.
  • Das Haus, das die Träume verwaltet. Echter, Würzburg 1998, ISBN 3-429-01997-4.
  • Der alltägliche Charme des Glaubens. Echter, Würzburg 2002, ISBN 3-429-02435-8.
  • Die zehn Gebote. Anweisungen für das Land der Freiheit. Echter, Würzburg 2003 ISBN 3-429-02512-5.
  • zusammen mit Dorothee Sölle: Löse die Fesseln der Ungerechtigkeit. Predigten. Kreuz, Freiburg im Breisgau 2004, ISBN 3-7831-2522-7.
  • Schwarzbrot − Spiritualität. Radius, Stuttgart 2005, ISBN 3-87173-325-3.
  • Zur evangelischen und katholischen Predigt. In: Imprimatur, Trier 6/2006
  • Mut zur Endlichkeit. Sterben in einer Gesellschaft der Sieger. Radius, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-87173-369-7.
  • Feier des Lebens: Spiritualität im Alltag. Kreuz, Freiburg im Breisgau 2009, ISBN 978-3-7831-3401-8.
  • Gedächtnis – Hoffnung: die Geschwister des Augenblicks. Romerohaus Luzern, 2010
  • Der Schatz im Acker: Gespräche mit der Bibel. Radius, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-87173-916-3.
  • Ein seltsamer Freudenmonat: 24 Adventsgedichte, 24 Adventsgeschichten. Radius, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-87173-924-8.
  • Gewagter Glaube. Radius, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-87173-940-8.
  • Heimathöhle Religion. Ein Gastrecht für widersprüchliche Gedanken. Radius, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-87173-982-8.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Mettner (Hrsg.): Wider den Luxus der Hoffnungslosigkeit. Dorothee Sölle − Fulbert Steffensky. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien 1995, ISBN 3-451-04257-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fulbert Steffensky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WDR 5 vom 23. Juni 2011 (siehe Weblink).