Fuldabrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fuldabrück
Fuldabrück
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fuldabrück hervorgehoben
Koordinaten: 51° 15′ N, 9° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 186 m ü. NHN
Fläche: 17,85 km²
Einwohner: 8674 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 486 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34277
Vorwahlen: 0561, 05665
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 2
34277 Fuldabrück
Webpräsenz: www.fuldabrueck.de
Bürgermeister: Dieter Lengemann (SPD)
Lage der Gemeinde Fuldabrück im Landkreis Kassel
Bad Karlshafen Gutsbezirk Reinhardswald Trendelburg Trendelburg Hofgeismar Hofgeismar Oberweser Oberweser Wahlsburg Reinhardshagen Liebenau Grebenstein Immenhausen Fuldatal Espenau Vellmar Calden Breuna Zierenberg Zierenberg Ahnatal Habichtswald Wolfhagen Naumburg Bad Emstal Schauenburg Baunatal Fuldabrück Lohfelden Söhrewald Helsa Kaufungen Nieste Niestetal KasselKarte
Über dieses Bild

Fuldabrück ist eine Gemeinde in Nordhessen im Süden des Landkreises Kassel.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fuldabrück liegt südöstlich bis südlich der nordhessischen Großstadt Kassel. Es befindet sich am Nordwesthang der Söhre, auf der Teile des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald liegen. Der Weser-Quellfluss Fulda fließt direkt an den Ortsteilen Dennhausen/Dittershausen und Bergshausen vorbei.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fuldabrück ist von insgesamt fünf Nachbargemeinden umgeben: Kassel im Nordwesten bis Norden (zum Großteil jenseits der Fulda), Lohfelden im Nordosten, Söhrewald im Osten, Guxhagen im Süden und Baunatal im Westen (jenseits der Fulda).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bergshausen, Dennhausen/Dittershausen und Dörnhagen, wo sich das Rathaus befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fuldabrück entstand aus dem freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Dennhausen und Dittershausen am 1. Juli 1967. Die damaligen Gemeindevertreter wählten als neuen Gemeindenamen „Fuldabrück“.

Am 1. August 1972 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Hessen die Gemeinden Bergshausen und Dörnhagen der Gemeinde Fuldabrück angegliedert und bildeten dadurch die neue Großgemeinde „Fuldabrück“.[2] Die Gemeinde hatte 1972 eine Gesamtbevölkerung von 5676 Einwohnern.


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Von 27 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 60,5 16 59,2 16 62,7 19 62,4 19
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,2 7 24,8 7 32,6 10 35,9 11
UBF Unabhängigen Bürger Fuldabrück[6] 6,8 2
AfD Alternative für Deutschland 7,6 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 11,3 3 1,7 1 1,7 1
LINKE Die Linke 4,1 1 3,0 1
FDP Freie Demokratische Partei 0,5
Gesamt 100,0 27 100,0 27 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 58,9 55,4 49,5 57,0
Fuldabrücker Heimatfest 2012 – Die Gemeindevertretung
40 Jahre Fuldabrück - Festwagen der FSV Dörnhagen

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972–1982: Heinz Bialecki (1940–2005)
  • 1982–2005: Wilhelm Müller
  • seit 2005: Dieter Lengemann

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl der Arbeitsplätze konnte in den vergangenen 20 Jahren von 1500 auf 3500 gesteigert werden.

Im Dreieck Fuldabrück-Bergshausen, Kassel-Waldau und Lohfelden befindet sich das 80 Hektar große Güterverkehrszentrum (GVZ) Kassel, dessen Herzstück ein Umschlagterminal der Deutschen Bahn AG mit zwei zuglangen Gleisen ist und welches von der DB Intermodal angemietet ist. Von der Gesamtfläche des GVZ Kassel befinden sich mehr als zwei Drittel im Gemarkungsbereich der Gemeinde Fuldabrück.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fuldabrück liegt an der Bundesautobahn 7 und an der über die Fuldatalbrücke Bergshausen führenden Bundesautobahn 44, dort wo diese Autobahnen südöstlich von Kassel aufeinanderstoßen, und nur wenig östlich der Bundesautobahn 49. Die Gemeinde kann über die A-7-Anschlussstellen Guxhagen und Kassel, aber auch über die Landesstraße 3460 (früher Bundesstraße 83; Kassel–Bergshausen–Dörnhagen), die direkt am Ortsteil Bergshausen vorbei sowie durch Dörnhagen führt, erreicht werden.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg führt, unter anderem mit der Fuldatalbrücke Fuldabrück, durch das Gemeindegebiet; der nächstgelegene Haltepunkt an dieser Strecke ist der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.

Durch das Gemeindegebiet führen folgende Radwanderwege: Der Fulda-Radweg (Hessischer Radfernweg R1) verläuft auf 260 km Länge von den Höhen der Rhön entlang der Fulda bis Bad Karlshafen an der Weser. Die D-Route 9 (Weser-Romantische Straße) führt auf 1.197 km Länge von der Nordsee durch Bremen, Kassel, Fulda und das Taubertal nach Füssen im Allgäu.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Westen der Gemeinde Fuldabrück liegende Gemarkung Gut Freienhagen wurde auf einem Gemälde von Johann Heinrich Tischbein der Ältere festgehalten. Das 1766 geschaffene Bild stellt eine Maifeier des Landgrafen von Hessen-Kassel dar (Maifest bei Gut Freienhagen). Im Hintergrund sind die Fulda und die Kirche von Bergshausen zu erkennen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Hessische/Niedersächsische Allgemeine vom 29. Februar 2016: CDU wirft Unabhängigen Betrug am Wähler vor. Streit über „Etikettenschwindel“ der LINKEN mit der UBF

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fuldabrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien