Fuldabrück
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
Koordinaten: 51° 15′ N, 9° 29′ O | ||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Kassel | |
| Höhe: | 186 m ü. NHN | |
| Fläche: | 17,85 km2 | |
| Einwohner: | 8763 (31. Dez. 2019)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 491 Einwohner je km2 | |
| Postleitzahl: | 34277 | |
| Vorwahlen: | 0561, 05665 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KS, HOG, WOH | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 33 008 | |
| LOCODE: | DE FBK | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Rathaus 2 34277 Fuldabrück | |
| Website: | ||
| Bürgermeister: | Dieter Lengemann (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Fuldabrück im Landkreis Kassel | ||
Fuldabrück ist eine Gemeinde im Süden des nordhessischen Landkreises Kassel.
Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fuldabrück liegt südlich bis südsüdöstlich der nordhessischen Großstadt Kassel. Es befindet sich am Nordwesthang der Söhre, auf der Teile des in das Gemeindegebiet reichenden Geo-Naturparks Frau-Holle-Land (Werratal.Meißner.Kaufunger Wald) liegen. Die Fulda fließt, abwärts betrachtet, direkt an den Ortsteilen Dittershausen, Dennhausen und Bergshausen vorbei; in diesen Weser-Quellfluss mündet bei Dennhausen der aus Richtung des Ortsteils Dörnhagen kommende Rummelsbach.
Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fuldabrück ist von insgesamt fünf Nachbargemeinden umgeben: Kassel im Nordwesten bis Norden (zum Großteil jenseits der Fulda), Lohfelden im Nordosten, Söhrewald im Osten, Guxhagen im Süden und Baunatal im Westen (jenseits der Fulda).
Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bergshausen, Dennhausen/Dittershausen und Dörnhagen, wo sich das Rathaus befindet.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Gemeindebildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fuldabrück entstand aus dem freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Dennhausen und Dittershausen am 1. Juli 1967. Die damaligen Gemeindevertreter wählten als neuen Gemeindenamen „Fuldabrück“.
Am 1. August 1972 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz die Gemeinden Bergshausen und Dörnhagen der Gemeinde Fuldabrück angegliedert und bildeten dadurch die neue Großgemeinde „Fuldabrück“.[2][3] Die Gemeinde hatte 1972 eine Gesamtbevölkerung von 5676 Einwohnern.
Malerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die im Westen der Gemeinde Fuldabrück liegende Gemarkung Gut Freienhagen wurde auf einem Gemälde von Johann Heinrich Tischbein des Älteren festgehalten. Das 1766 geschaffene Bild stellt eine Maifeier des Landgrafen von Hessen-Kassel dar (Maifest bei Gut Freienhagen). Im Hintergrund sind die Fulda und die Kirche von Bergshausen zu erkennen.
Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2016 |
Sitze 2016 |
% 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 60,5 | 16 | 59,2 | 16 | 62,7 | 19 | 62,4 | 19 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 25,2 | 7 | 24,8 | 7 | 32,6 | 10 | 35,9 | 11 | |
| UBF | Unabhängigen Bürger Fuldabrück[7] | 6,8 | 2 | — | — | — | — | — | — | |
| AfD | Alternative für Deutschland | 7,6 | 2 | — | — | — | — | — | — | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | — | — | 11,3 | 3 | 1,7 | 1 | 1,7 | 1 | |
| LINKE | Die Linke | — | — | 4,1 | 1 | 3,0 | 1 | — | — | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | — | — | 0,5 | — | — | — | — | — | |
| Gesamt | 100,0 | 27 | 100,0 | 27 | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 58,9 | 55,4 | 49,5 | 57,0 | ||||||
Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- 1972–1982: Heinz Bialecki (1940–2005)
- 1982–2005: Wilhelm Müller
- seit Juli 2005: Dieter Lengemann (* 1959)
Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Zahl der Arbeitsplätze wurde in den vergangenen 20 Jahren von 1500 auf 3500 gesteigert. (Stand 2017)
Im Dreieck Fuldabrück-Bergshausen, Kassel-Waldau und Lohfelden befindet sich das 80 Hektar große Güterverkehrszentrum (GVZ) Kassel, dessen Herzstück ein Umschlagterminal der Deutschen Bahn AG mit zwei zuglangen Gleisen ist und welches von der DB Intermodal angemietet ist. Von der Gesamtfläche des GVZ Kassel befinden sich mehr als zwei Drittel im Gemarkungsbereich der Gemeinde Fuldabrück.
Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fuldabrück liegt an den Autobahnen Bundesautobahn 7 und Bundesautobahn 44. Die Bundesautobahn 44 überquert Fuldabrück mittels der Fuldatalbrücke Bergshausen. Südöstlich von Fuldabrück treffen sich beide Autobahnen am Südkreuz Kassel. Die Gemeinde kann über die A-7-Anschlussstellen Guxhagen und Kassel, aber auch über die Landesstraße 3460 (früher Bundesstraße 83; Kassel–Bergshausen–Dörnhagen), die direkt am Ortsteil Bergshausen vorbei sowie durch Dörnhagen führt, erreicht werden.
Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg führt, unter anderem mit der Fuldatalbrücke Fuldabrück, durch das Gemeindegebiet; der nächstgelegene Haltepunkt an dieser Strecke ist der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe.
Durch das Gemeindegebiet führen folgende Radwanderwege: Der Fulda-Radweg (Hessischer Radfernweg R1) verläuft auf 260 km Länge von den Höhen der Rhön entlang der Fulda bis Bad Karlshafen an die Weser. Die D-Route 9 (Weser-Romantische Straße) führt auf 1197 km Länge von der Nordsee durch Bremen, Kassel, Fulda und das Taubertal nach Füssen im Allgäu.
Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In den Ortsteilen Bergshausen, Dennhausen, Dittershausen und Dörnhagen gibt es zahlreiche Kulturdenkmäler.
Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Herbert Günther (1929–2013), Jurist und Politiker
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Internetauftritt der Gemeinde Fuldabrück
- Fuldabrück, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Literatur über Fuldabrück in der Hessischen Bibliographie
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2019 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
- ↑ Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen (GVBl. II 330-17) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 225, § 3 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.
- ↑ Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
- ↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
- ↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
- ↑ Hessische/Niedersächsische Allgemeine vom 29. Februar 2016: CDU wirft Unabhängigen Betrug am Wähler vor. Streit über „Etikettenschwindel“ der LINKEN mit der UBF
