Fume Fume

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Fume Fume (Betonung jeweils auf dem u) (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache Fume Fume?/i) ist ein nicht-traditioneller Tanz und Rhythmus aus Ghana.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es kursieren verschiedene Versionen, wie Fume Fume entstanden ist. Die Häufigste sagt aus, dass der international bekannte ghanaische Meistertrommler Mustapha Tettey Addy Rhythmus und Tanz für die Bühne (Ghana Dance Ensemble) kreiert hat. Als Grundlage nahm er einen Rhythmus (auch hier: Rhythmus und Tanz, denn das gehört in der ghanaischen, bzw. afrikanischen Tradition immer zusammen) Tigali (or Tigare), welcher als Fetischrhythmus kultische und spirituelle Bedeutung hat und nicht öffentlich oder profan genutzt werden darf.

Zuweilen werden als rhythmische Quellen auch die Fetischtänze Nana, Kple, Akom, Otu, u.a. genannt.

Nach einer anderen Version (von dem ghanaischen Meistertrommler Emmanuel Gomado) hatte Mustapha Tettey Addy nur geringen Anteil am Rhythmus. Ein Trommler aus Teshie (nahe Accra) sollte in den Congo Krieg ziehen und suchte daher in verschiedenen Schreinen in Ghana nach höherem Schutz. Dabei lernte er viel und kreierte aus diesem Wissen Jahre später Fume Fume.

Rhythmus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fume Fume gehört zu den 12/8 Rhythmen.

Die Timeline (Basispattern) wird auf der Doppelhandglocke Gankogui (oder Gangpavi "Eisen trägt Kind") gespielt. Im Fachjargon wird diese Rhythmusfigur auch fünfschlägige 12er Clave genannt.

Oprente – Trommel aus Ghana

|: X.X.X..X.X.. :|


Die beiden Begleitrhythmen werden mit den Händen gespielt.

O = Open (Schlag auf Fellrand)

B = Bass (Schlag auf Fellmitte)

S = Slap (peitschenartiger Schlag zw. Fellmitte und -rand )

. = kein Schlag


|: B..OO. :|


|: O.O.S.BOO.S. :|


Der Masterpart besteht aus sechs auch im Ablauf festgelegten Parts, von denen aber Varianten existieren. Dieser Masterpart wird auf der Oprente gespielt, einer Trommel, die auch häufig für Fetischrhythmen genutzt wird. Ursprünglich wird Fume Fume eher langsam gespielt, aber neuerdings, wie viele Rhythmen, deutlich schneller.

Tanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tanz besteht (wie der Rhythmus natürlich ebenfalls) aus einem Übergangspart zwischen den einzelnen Teilen. Dabei gehen die Tänzer im Kreis und setzen die Füße im Beat. Mit den Händen klatschen sie oder machen mit der rechten Hand eine Bewegung in der Luft. Die eigentlichen Tanzparts folgen sehr genau den Trommelparts. Davon gibt es, wie oben gesagt, sechs Stück.

Da sowohl rhythmische wie auch tänzerische Strukturen in Afrika sehr variabel sind, gibt es immer wieder Änderungen und Abweichungen bei Form und Gestaltung des Tanzes.

Der Tanzpart ist aufgebaut, wie J. H. Kwabena Nketia dies für den agbeko-Tanz beschreibt:

„Er besteht aus einer Anzahl Tanzfiguren, von denen jede durch eine entsprechende rhythmische Figur, gespielt auf der Meistertrommel, eingeleitet und während der ganzen Ausführung dieser Figur beibehalten wird. Jede Figur wird ohne Unterbrechung eine Zeit lang wiederholt; sie ist mit der darauf folgenden durch eine Reihe von Bewegungen verbunden, die dazu bestimmt sind, die Tänzer in eine neue Ausgangsposition für die Ausführung der nächsten Figur zu bringen.“[1]

Gesang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein bekanntes Lied zu Fume Fume ist folgendes:

V = Vorsänger, C = Chor

V: 2x Futrema ee ee, nana futrema ee ee

V: 2x Fume, Fume, futrema futrema daya

V: 1x nana futrema ee e

C: 2x Futrema ee ee, nana futrema ee ee

C: 2x Fume, Fume, futrema futrema daya

C: 1x nana futrema ee e

Einzelne Worte bedeuten etwas in diesem Lied. "Futrema" bedeutet Kaurischnecken (die früher ein Zahlungsmittel in Westafrika waren) und "Nana" ist wahrscheinlich eine Gottheit (Nana – Kult).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joseph H. Kwabena Nketia: Die Musik Afrikas. Heinrichshofen´s Verlag Wilhelmshaven 1979, S. 258