Fuminori Nakamura

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Fuminori Nakamura, 2013

Fuminori Nakamura (中村 文則, Nakamura Fuminori; * 2. September 1977) ist ein japanischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nakamura wurde in Tōkai (Präfektur Aichi) geboren. Er schloss 2000 ein Studium der Öffentlichen Verwaltung und Staatsverwaltung an der Universität Fukushima ab; heute lebt er in Tokio. In Japan hat Fuminori Nakamura bereits mehr als ein Dutzend Romane veröffentlicht. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erschienen unter anderem in den USA, in England, China, Frankreich und Spanien. 2002 erhielt er für seinen Debütroman den Shinchō-Nachwuchspreis. 2004 wurde er für Shakō mit dem Noma-Literaturpreis ausgezeichnet, im Folgejahr für Tsuchi no naka no kodomo mit dem Akutagawa-Preis. Für den Roman Suri erhielt er 2010 den Ōe-Kenzaburō-Preis. Suri wurde auch in der englischen Übersetzung mit dem Titel The Thief von der Kritik gut aufgenommen. Der Roman erschien 2015 unter dem Titel Der Dieb[1] im Schweizer Diogenes Verlag als erstes von Nakamuras Werken auch in deutscher Sprache.

Als literarische Einflüsse nennt Nakamura unter anderem Franz Kafka und Fjodor Michailowitsch Dostojewski.

Werke in deutscher Übersetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Revolver. Originaltitel: , übersetzt von Thomas Eggenberg. Diogenes, Zürich 2019, ISBN 978-3-257-07061-3
  • Die Maske. Originaltitel: Aku to kamen no rūru, übersetzt von Thomas Eggenberg. Diogenes, Zürich 2018, ISBN 978-3-257-07021-7
  • Der Dieb. Originaltitel: Suri, übersetzt von Thomas Eggenberg. Diogenes, Zürich 2015, ISBN 978-3-257-06945-7

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahrnehmungspsychologische Studie, existenzialistisches Szenario und kapitalismuskritische Parabel, Rezension von Michaela Schmitz zu Der Dieb in: Deutschlandfunk vom 11. Februar 2016.