Fungibilität

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Fungibilität (lat. fungi „verwalten“, „vollbringen“) ist die Eigenschaft von Gütern, Devisen und Wertpapieren, leicht austauschbar zu sein. Fungible Werte werden nicht individuell, sondern der Gattung nach bestimmt und können durch andere Stücke gleicher Gattung und Menge ersetzt werden. Die Fungibilität ist die Voraussetzung für den Börsenhandel und wird durch die Festlegung von Qualitätsnormen geschaffen (Usancen).[1]

Finanzierungstheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Finanzierungstheorie umschreibt die Fungibilität bei einer Geldanlage, wie leicht man eine Form der Investition in eine andere umwandeln kann. Der Begriff "Fungibilität" bezieht sich demnach auf die Marktgängigkeit von Sachen und Rechten.[2] So sind Wertpapiere, die an einer Börse notiert werden, eine sehr fungible Anlage, da der Anleger sie sehr leicht zu Geld machen oder in eine andere Anlageform umwandeln kann. Wenn ein Investor dagegen spezifische Maschinen oder eine Immobilie erworben hat, ist es für ihn viel schwieriger und umständlicher, die Investition rückgängig zu machen oder zu verändern; daher ist diese Form der Geldanlage weniger fungibel.

Rechtswissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In der Rechtswissenschaft bezeichnet die Fungibilität die Verfügbarkeit von Rechten, Besitz und Eigentum. So sind Anteile an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Deutschland) (GbR) oder einer GmbH im Gegensatz zu börsennotierten Aktien grundsätzlich nicht fungibel. Gegenstände sind fungibel, wenn sie keinen über den materiellen Wert hinausgehenden Wert haben und somit gleichwertig ersetzbar sind, also z. B. reine Gebrauchsgegenstände, nicht dagegen Werke mit künstlerischer oder historischer Bedeutung.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden, Das Lexikon der Wirtschaft, Editor M. Puccio, Hölstein
  2. Allgemeinbildung Wirtschaft in Frage und Antwort, Trautwein Lexikon-Edition, Genehmigte Sonderausgabe, München 2001, S.54.
  3. Fungibilität bei wirtschaftslexikon.gabler.de, abgerufen am 3. Mai 2016.
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