Fusion Festival

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Fusion Festival
Фузион
Fusion-Schriftzug
Fusion-Schriftzug
Allgemeine Informationen
Ort Lärz, Mecklenburgische Seenplatte, Deutschland
Website www.fusion-festival.de
Besucherzahlen
ca. 70.000 Besucher

Das Fusion Festival (Aussprache: ['fjuːʒən], auch kyrillisch geschrieben: ФУЗИОН) ist ein Musikfestival mit kultureller Begleitung wie Theater, Kunstinstallationen und Performance-Kunst.

Es findet seit 1997 jährlich im Sommer auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz nahe dem See Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) statt und erstreckt sich meist über vier Tage (Donnerstag bis Sonntag). Im Jahr 2016 findet das Festival vom 29. Juni bis zum 3. Juli statt.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festivalgelände

Das Ziel der Fusion ist den Veranstaltern zufolge „Ferienkommunismus“. Fernab der Gesellschaft soll eine Parallelgesellschaft entstehen, die frei von Zwängen und Kontrollen sein soll. Die Veranstalter legen nach eigenen Angaben großen Wert auf gegenseitige Toleranz sowie eine umweltschonende und unkommerzielle Ausrichtung des Festivals. Es gibt keine Großsponsoren und keine Werbung auf dem Festivalgelände. Auf dem Festivalgelände werden ausschließlich vegetarische und vegane Speisen angeboten.

Aufgrund dieser Positionierung und der Avantgarde-Kunst wird die Fusion mitunter auch als europäisches „Burning Man Festival“ bezeichnet.[1][2][3] Auch Installationen vom Burning Man waren bereits auf der Fusion zu sehen, etwa „Charon“ von Peter Hudson.[4]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm umfasst beinahe den gesamten Bereich der elektronischen Musik, wie Minimal, Techno, House, Drum and Bass, Dubstep, Breakbeat, Dub, (Progressive) Trance und Goa. Geboten werden jedoch auch Hip-Hop, Jazz, Liedermaching, Rock, Punk, Metal, Polka, Ska und Reggae sowie Dancehall, in geringerem Umfang auch Klezmer und speziellere Musikrichtungen wie finnischer Tango und andere Live-Musik. Hinzu kommt ein vielfältiges Theater-, Kabarett-, Hörspiel- und Kinoprogramm, sowie Performances und Live-Installationen.

Veranstaltungsgelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz Lärz wurde 1993 von der russischen Armee verlassen. Das Gelände wurde am 30. April 2003 von dem Verein Kulturkosmos Müritzsee e.V. gekauft.[5] Auf dem Gelände stehen zwölf ehemalige Flugzeughangars, die mit Rasen bewachsen sind. Als grüne Hügel geben sie dem Gelände einen unverwechselbaren Charakter und ermöglichen auch bei schlechtem Wetter ein umfangreiches Programm. Eine bauliche Trennung zwischen Camping- und Festivalgelände gibt es nicht. Laut Vereinschef Martin Eulenhaupt mussten die Außenzäune aufgrund von „mehreren tausend Ticketlosen“, die 2013 die Zäune überkletterten, verdoppelt werden.[6]

Besucherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anzahl der Besucher lag nach offiziellen Angaben im Jahr 2013 bei 62.500 (ohne ca. 8000 Freikarten und Sonntagstickets). Seit 2010 werden die Tickets limitiert und nur im Vorverkauf vertrieben und seit 2012 ausschließlich im Losverfahren verkauft.

Jahr Besucher
2004 15.000
2005 22.000
2006 30.000
2007 34.000
2008 45.000
2009 60.000
2010 53.000
2011 55.000
2012 55.000
2013 70.000
2014 70.000[7]
2015 70.000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fusion Festival – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. fest300.com, Much like Burning Man, Fusion is a polarizer and not for everyone, abgerufen am 28. September 2014
  2. schoenhaesslich.de, Das ganze erinnert ziemlich stark an das Burning Man, welches jährlich in Nevada stattfindet, abgerufen am 28. September 2014
  3. virtualnights.com, 10 Alternativen zum „Burning Man Festival“, abgerufen am 28. September 2014
  4. Wüstengeflüster, Eines der spektakulärsten Kunstwerke von Burning Man 2011 wird in 2012 auf dem Fusion Festival zu sehen sein: Charon von Peter Hudson., 29. Mai 2012, abgerufen am 28. September 2014
  5. Johanna Ickert: Der Kulturkosmos Müritz: Sozialkapital, Placemaking und Local Governance als Entwicklungsfaktoren in ländlich-peripheren Regionen Ostdeutschlands. VDM Verlag Dr. Müller, 2009, ISBN 978-3-639-12354-8, S. 168 (Online).
  6. Elke Enders: Ohne Karte keine Chance beim Fusion-Festival. In: Nordkurier. 22. Juni 2014, abgerufen am 5. Juli 2014.
  7. Vanessa Kopp: 70 000 Gäste bei Fusion-Festival. In: Ostsee-Zeitung. 29. Juni 2014, abgerufen am 5. Juli 2014.

Koordinaten: 53° 18′ 28″ N, 12° 44′ 8″ O