Gädheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gädheim
Gädheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gädheim hervorgehoben

Koordinaten: 50° 1′ N, 10° 21′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Verwaltungs­gemeinschaft: Theres
Höhe: 241 m ü. NHN
Fläche: 9,58 km2
Einwohner: 1294 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97503
Vorwahl: 09727
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 139
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bachgasse 2
97503 Gädheim
Website: www.gaedheim.de
Erster Bürgermeister: Peter Kraus (CSU)
Lage der Gemeinde Gädheim im Landkreis Haßberge
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Über dieses Bild
Gädheim von Süden

Gädheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Theres.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Maintal, etwa zwölf Kilometer von Schweinfurt und zehn Kilometer von der Kreisstadt Haßfurt entfernt. Gädheim liegt in der Planungsregion Main-Rhön und am Südrand der Schweinfurter Rhön.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt vier Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Greßhausen, Gädheim und Ottendorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Schonungen, Theres, Grettstadt und Gochsheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gädheim wurde im Jahre 1151 erstmals urkundlich erwähnt. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Gädheim 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Greßhausen und Ottendorf eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0935 Einwohner[3]
  • 1970: 0995 Einwohner[3]
  • 1987: 1085 Einwohner
  • 1991: 1188 Einwohner
  • 1995: 1152 Einwohner
  • 2000: 1295 Einwohner
  • 2005: 1250 Einwohner
  • 2010: 1222 Einwohner
  • 2015: 1291 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1136 auf 1268 um 132 Einwohner bzw. um 11,6 %. 2001 hatte die Gemeinde 1298 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Theres.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

CSU Ottendorf SPD Ottendorf Dorfgemeinschaft Greßhausen Christliche Wählergemeinschaft Gädheim Freie Wählergemeinschaft Gädheim Gesamt
2020[4] 4 2 4 2 12 Sitze
2014 3 2 2 3 2 12 Sitze
2008 3 2 1 4 2 12 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Peter Kraus (CSU).[5] Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Egon Eck (Christliche Wählergemeinschaft) und setzte sich mit ca. 56 % der Stimmen gegen seinen Mitbewerber Horst Popp (Freie Wählergemeinschaft Gädheim) durch. Am 15. März 2020 wurde er mit 90,6 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Gädheim
Blasonierung: „In Rot ein silbernes Eichen-, Linden- und Kastanienblatt im Dreipass.“[7]

Dieses Wappen wird seit 1980 geführt.

Wappenbegründung: Gädheim besteht seit 1978 aus den Gemeinden Gädheim, Ottendorf und Gresshausen. Die drei Blätter repräsentieren diese drei Orte. Das Eichenblatt steht für Gädheim und weist auf den einst reichen Eichenbestand in Gädheims Umgebung hin. Das Lindenblatt steht für Ottendorf. Wahrzeichen dieses Ortes sind zwei große Linden, die so genannten Türkenlinden; sie sollen 1683 als Erinnerung an die Rettung Wiens vor der türkischen Eroberung gepflanzt worden sein. Ihre Äste werden von zwei Meter hohen Steinpfeilern gestützt, von dem einer die Jahreszahl 1759 trägt. Das Bild eines Siegels aus dem 18. Jahrhundert weist bereits auf dieses Naturdenkmal. In Gresshausen stehen mächtige Kastanienbäume, die als Naturdenkmale eingetragen sind. Dies kommt durch das Kastanienblatt zum Ausdruck. Die Farben Silber und Rot erinnern an die lange währende Zugehörigkeit des Gemeindegebiets zum Hochstift Würzburg.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 18 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 441. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 804 ha, davon waren 740 ha Ackerfläche und 63 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten: 50 Plätze
  • Grundschule: Außenstelle der Grund- und Hauptschule Theres mit vier Klassen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gädheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Gädheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 6. April 2021.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 760.
  4. Wahl des Gemeinderats - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Gädheim - Gesamtergebnis. Abgerufen am 16. November 2020.
  5. Gemeinde Gädheim: Wissenswertes. Verwaltungsgemeinschaft Theres, abgerufen am 13. Juli 2020.
  6. Wahl des ersten Bürgermeisters - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Gädheim - Gesamtergebnis. Abgerufen am 16. November 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Gädheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte