Gärten ohne Grenzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gärten ohne Grenzen ist ein Tourismus-Projekt im Dreiländereck Saarland, Lothringen und Luxemburg, das seit November 1998 grenzüberschreitend und damit dem europäischen Gedanken verbunden historische restaurierte Gartenanlagen unterschiedlicher Epochen oder besonders gelungene aktuelle Themengärten präsentiert.

Römische Villa Borg
Schloss Dagstuhl
Hunsrück-Gärten im Freilichtmuseum Roscheider Hof, Konz
Klostergarten Tünsdorf

Beteiligte Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gartenbilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garten der Sinne in Merzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Garten der Sinne in Merzig besteht aus elf durch Wege miteinander verbundenen "Gartenzimmern". Diese sind durch Hainbuchen voneinander getrennt. Zu sehen sind Wasser,- Kies,- und Tastgärten. Für Kinder ist ein Spielplatz eingerichtet, auch kindgemäße Gartenanlagen sind vorhanden.

Projektförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligt am Projekt sind der Landkreis Merzig-Wadern, das Département Moselle in Metz und die Luxemburger Congrégation St. Elisabeth, Eigentümer des Hotell-Schlosses in Schengen, mit Partnern und vorgesetzten Behörden. Unterstützung erfährt das Projekt durch die Arbeitsagenturen und besonders mit Übernahme der Hälfte der Kosten aus Strukturfondsmitteln der EU im Programm Interreg II und III. Federführend ist auf deutscher Seite das CEB (Christliche Erwachsenenbildung) Fortbildungswerk in Merzig.

Die Projektkonzeption und die Gestaltung der Gärten erfolgte durch die saarländische Gartenplanerin Hella Kreiselmeyer, die ihre Fachkenntnisse auf diesem Gebiet nach eigener Darstellung autodidaktisch erworben hat. Nach einer Recherche des saarländischen Landesrechnungshofes im Jahr 2007 gerieten sie und die Projektträger unter öffentlichen Druck. Der Rechnungshof beanstandete eine Überschreitung des Budgets in einer Größenordnung von 2,75 Mio Euro. Der Projektverantwortlichen wurden überhöhte Honorarzahlungen in einer Größenordnung von über 100.000 Euro vorgeworfen. In diesem Zusammenhang wurde in der Öffentlichkeit eine mögliche Verquickung ihres Ehemannes, des seinerzeitigen Landrates des Kreises Merzig-Wadern Michael Kreiselmeyer (CDU), in die Angelegenheit diskutiert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Jungmann: Millionen in den Sand gesetzt. Rechnungshof bestätigt Geldverschwendung beim Projekt „Gärten ohne Grenzen“. In: Saarbrücker Zeitung, 18. Januar 2008

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • GartenTour 2008: Unterwegs zu Deutschlands Schlössern, Parks und Gärten. Labhard, 2008, ISBN 978-3-939142-24-9.
  • Ronald Clark, Angelika Weißmann: Garten Reiseführer 2004/2005, 400 private und 900 öffentliche Gärten und Parks in Deutschland. Callwey Verlag, 2005, ISBN 978-3-7667-1644-6.
  • Hella Kreiselmeyer, Ulrike Heffinger, Winfried Götzinger: Gärten ohne Grenzen. Gollenstein, 2004, ISBN 978-3-935731-61-4.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]