Gémonville

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Gémonville
Wappen von Gémonville
Gémonville (Frankreich)
Gémonville
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Toul
Kanton Meine au Saintois
Gemeindeverband Pays de Colombey et du Sud Toulois
Koordinaten 48° 25′ N, 5° 53′ OKoordinaten: 48° 25′ N, 5° 53′ O
Höhe 331–428 m
Fläche 9,03 km2
Einwohner 73 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 8 Einw./km2
Postleitzahl 54115
INSEE-Code

Gémonville ist eine französische Gemeinde mit 73 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Toul und zum Kanton Meine au Saintois (bis 2015 Kanton Colombey-les-Belles).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gémonville liegt etwa 29 Kilometer südlich von Toul östlich der Autoroute A31 an der Grenze zum Département Vosges. Die Nachbargemeinden von Gémonville sind Favières im Norden, Aroffe (im Département Vosges) im Osten und Süden, Aouze (im Département Vosges) im Süden, Attignéville (im Département Vosges) im Südwesten, Tranqueville-Graux (im Département Vosges) im Westen sowie Harmonville (im Département Vosges) im Nordwesten. Weite Teile im Norden der Gemeinde bedeckt das Waldgebiet Bois de la Grande Voie. Der Aroffe durchquert das Dorf in nordwestlicher Richtung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabungen mit Funden aus der Bronzezeit und aus gallo-römischen Zeit belegen eine frühe Besiedlung. Der Name der heutigen Gemeinde wurde 1362 erstmals in einem Dokument in der Form Gemonvilla[1] erwähnt. Im Mittelalter gehörte die Gemeinde zum Gebiet des Herzogtums Bar, das später an das Herzogtum Lothringen fiel. Genauer zum Amt (Bailliage) Vézelise. Mit dieser Herrschaft fiel Gémonville 1766 an Frankreich. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde dem Distrikt Vézelise zugeteilt und Teil des Kantons Favières. Danach von 1801 bis 2015 Teil des Kantons Colombey-les-Belles. Mit Ausnahme der Jahre 1926 bis 1943, als sie zum Arrondissement Nancy gehörte, ist Gémonville seit 1801 dem Arrondissement Toul zugeordnet. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1800 1841 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2015
Einwohner 462 368 539 249 187 126 101 102 95 86 91 72 73
Quelle: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Überreste eines Oppidums, einer Nekropole und zweier Hügelgräber aus der Bronzezeit
  • zahlreiche Häuser aus dem 18. Jahrhundert
  • Kirche Saint-Privat aus dem 19. Jahrhundert
  • Dorffriedhof
  • Denkmal für die Gefallenen[3]
  • zwei Wegkreuze nahe der D129 nördlich des Dorfs
  • ehemaliges Lavoir (Waschhaus)
  • Wasserturm

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Namensformen der Gemeinde
  2. bewegliche Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gémonville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien