Gérald Rigolet

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SchweizSchweiz  Gérald Rigolet Eishockeyspieler
Geburtsdatum 26. März 1941
Geburtsort Rechthalten, Schweiz
Grösse 173 cm
Gewicht 71 kg
Position Torwart
Fanghand Links
Karrierestationen
bis 1959 HC Gottéron
1959–1960 HC Lugano
1961–1965 Villars HC
1965–1972 HC La Chaux-de-Fonds
1972–1975 EV Zug

Gérald Rigolet (* 26. März 1941 in Rechthalten) ist ein ehemaliger Schweizer Eishockeytorwart. Während seiner zehnjährigen Laufbahn in der Nationalliga A feierte er nicht weniger als sieben Meisterschaftstitel (zwei mit dem Villars HC, fünf mit dem HC La Chaux-de-Fonds).

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rigolet begann seine Eishockeykarriere im Nachwuchs des HC Gottéron. Via den HC Lugano, für den er in der Saison 1959/60 spielte, kam er 1961 zum Villars HC, mit dem er 1962 erst von der NLB in die NLA aufstieg und in den darauffolgenden zwei Saisons seine ersten Meistertitel holte. Es folgte 1966 der Wechsel zum Ligakonkurrenten HC La Chaux-de-Fonds. Mit den Jurassiern wurde er in den folgenden sechs Saisons fünf Mal Meister. 1972 wechselte Rigolet in die 1. Liga zum EV Zug, mit dem er 1974 noch einen letzten Erfolg feiern konnte: Den Aufstieg in die NLB. Rigolet stellte während seiner Karriere mehrere Bestmarken auf. So blieb er in der höchsten Liga der Schweiz in 31 Spielen ohne Gegentor, davon vier in Folge.[1]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1971 gewann Rigolet mit der Schweizer Eishockeynationalmannschaft die B-Weltmeisterschaft und erreichte damit den Aufstieg in die A-Gruppe. Im entscheidenden Spiel um den Turniersieg gegen die DDR avancierte der Freiburger Torwart dabei zum Matchwinner.[2] Im ausverkauften Allmendstadion hielt Rigolet 68 Schüsse des krass überlegenen Gegner. Kurios: Kurz vor Spielschluss prallte Rigolet mit einem Gegenspieler zusammen und verlor dabei seinen Helm. Aus zwei Kopfwunden blutend, spielte er die Partie zu Ende und sicherte seiner Mannschaft damit den 3:1-Sieg und den B-Weltmeistertitel.[2] Ebenfalls nahm Rigolet an zwei Winter-Olympiaden teil: 1964 in Innsbruck, als die Schweiz mit einem Torverhältnis von 9:57 den 10. und letzten Platz belegte.[3] Auch 1972 in Sapporo war Rigolet Teil des Aufgebots.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1962 Meister der NLB und Aufstieg in die NLA mit dem Villars HC
  • 1963 Schweizer Meister mit dem Villars HC
  • 1964 Schweizer Meister mit dem Villars HC
  • 1968 Schweizer Meister mit dem HC La Chaux-de-Fonds
  • 1969 Schweizer Meister mit dem HC La Chaux-de-Fonds
  • 1970 Schweizer Meister mit dem HC La Chaux-de-Fonds
  • 1971 Schweizer Meister mit dem HC La Chaux-de-Fonds
  • 1972 Schweizer Meister mit dem HC La Chaux-de-Fonds
  • 1974 Meister der 1. Liga und Aufstieg in die NLB mit dem EV Zug

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971 B-Weltmeister und Aufstieg in die A-Gruppe
  • 1971 Bester Torwart der B-Weltmeisterschaft
  • 1971 All-Star-Team der B-Weltmeisterschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werner Schweizer, Klaus Zaugg: Torrianis Erben. Schwanden Verlag, Kilchberg 1993, ISBN 3-9520363-1-5, S. 23.
  2. a b Werner Schweizer, Klaus Zaugg: Torrianis Erben. Schwanden Verlag, Kilchberg 1993, ISBN 3-9520363-1-5, S. 22.
  3. Martin Born: Ein Debakel als Urknall für den Schweizer Sport. In: Tages-Anzeiger. 1. Januar 2014, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 15. März 2017]).