Göbschelwitz

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Karte von Göbschelwitz 1836/39
Dorfteich

Göbschelwitz ist ein heute zu Leipzig gehörendes Dorf im Ortsteil Seehausen im Stadtbezirk Nord.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Göbschelwitz liegt jenseits der A 14 im Norden der Stadt, etwa 500 m nördlich von Seehausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Göbschelwitz gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.[1] Nachdem durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses im Jahr 1815 das nördlich gelegene Amt Delitzsch an Preußen abgetreten wurde, lag Göbschelwitz bis 1952 an der Grenze zum preußischen Kreis Delitzsch der preußischen Provinz Sachsen. Göbschelwitz gehörte seit 1856 zum Gerichtsamt Leipzig II, seit 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig, ab 1952 zum Kreis Leipzig-Land im Bezirk Leipzig und seit 1994 zum Landkreis Leipziger Land. Die ehemalige Gemeinde wurde 1992 zu Seehausen und mit diesem 1997 nach Leipzig eingemeindet.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche, eine ursprünglich romanische Chorturmkirche. Das alte Kirchenschiff aus dem 16. Jahrhundert wurde 1857 durch ein neugotisches Schiff ersetzt. Im Inneren befindet sich ein bemerkenswertes Altarbild von Max Alfred Brumme. Von 1990 bis 1992 wurde die Kirche außen restauriert, 1995 erfolgte die Sanierung des Innenraumes.
  • Bockwindmühle
  • Für die 1915 errichtete Schule wird eine Nachnutzung gesucht.
  • Backsteinbauten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anschlussstellen Leipzig-Messegelände und Leipzig-Mitte sind beide ca. 3 km entfernt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Göbschelwitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 26.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Göbschelwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Göbschelwitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 60 f.

Koordinaten: 51° 25′ N, 12° 25′ O