Göschweiler

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Göschweiler
Ehemaliges Gemeindewappen von Göschweiler
Koordinaten: 47° 51′ 34″ N, 8° 18′ 45″ O
Höhe: 875 (850–905) m
Einwohner: 499 (2015)
Eingemeindung: 1. Juni 1972
Postleitzahl: 79843
Vorwahl: 07654
Göschweiler mit ehemaliger Rochuskirche (vorn) und Herz-Jesu-Kirche (dahinter)
Göschweiler mit ehemaliger Rochuskirche (vorn) und Herz-Jesu-Kirche (dahinter)

Göschweiler ist ein Ortsteil der Stadt Löffingen, besitzt 499 Einwohner und liegt zwischen 850 und 905 m überm Meer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1919 bezog das Fürstenhaus Fürstenberg in Donaueschingen Fremdstrom vom Kraftwerk Laufenburg, da das Flusskraftwerk Stallegg nicht mehr ausreichte. Im Zuge dieser Maßnahme konnte u. a. zusätzlich Göschweiler mit Strom versorgt werden.[1] Am 1. Juni 1972 wurde der Ort nach Löffingen eingemeindet.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Romanisches Kirche St. Rochus: Göschweiler ist bereits seit 834 als Pfarrei belegt. Rochus von Montpellier, dem die Kirche geweiht ist, ist zudem auf dem ehemaligen Gemeindewappen zu sehen. Der Rochusturm, wohl um das Jahr 1000 als Wach- und Wehrturm errichtet, wurde wohl vom Haus Blumegg um 1300 umgebaut. Das Kirchenschiff wurde wohl im 12. Jahrhundert erbaut. Seit 1994 ist die Rochuskirche das Atelier des Künstlers Johannes Dörflinger.[3]
  • Der historische Gewölbe- und Eiskeller des Gasthauses Kreuz mit Brauerei wurde um 1600 errichtet und 1971 von der Stadt erworben. Seit 2004 beherbergt er eine Käsereiferei.[3]
  • Die Wutachschlucht bietet Sehenswürdigkeiten wie die Stallegger Brücke und sowie Reste der beiden Burgruinen Burg Neu-Blumberg (Räuberschlössle) und Burg Stallegg. Bekanntes Ausflugsziel ist die Schattenmühle.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ländliche Ort im Hochschwarzwald eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen in die Wutach- und Rötenbachschlucht sowie in die Lotenbachklamm.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die 1954 eingebrochene Rosshag-Doline sowie die ungefähr 300 Jahre alte Stallegger Tanne mit 52 Metern Höhe.[4]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt mehrere Vereine im Dorf. Am Funkensonntag wird von der Dorfjugend der Fasnetsfunken veranstaltet.

Am letzten Wochenende im Juni veranstaltet die Dorfjugend den Dorfhock.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emil Baader (1891–1967), Lehrer, Schriftsteller, Heimatforscher und Ehrenbürger von Göschweiler[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eduard Johne: Sechzig Jahre Fürstlich Fürstenbergisches Elektrizitätswerk in Donaueschingen 1895–1955, Friedrich Vorwerk, Stuttgart 1955, S. 23
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 500.
  3. a b Gerold Bächle: Göschweiler steht beim Tag des offenen Denkmals im Blickpunkt. In: Südkurier vom 14. September 2015
  4. Christa Maier: Löffingen: Neues über einen alten Giganten, Badische Zeitung, 28. Juni 2010, Zugriff am 28. Juni 2010
  5. Gerold Bächle: Ein verdienstvoller Mann der Heimat, Schwarzwälder Bote, 2. November 2012, abgerufen am 24. November 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Göschweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien