Göschwitz

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Göschwitz
Stadt Jena
Koordinaten: 50° 52′ 42″ N, 11° 35′ 33″ O
Höhe: 160 m
Fläche: 2,23 km²
Einwohner: 593 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 266 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1969
Postleitzahl: 07745
Vorwahl: 03641
Göschwitz (Thüringen)
Göschwitz

Lage von Göschwitz in Thüringen

Dorfkirche in Göschwitz (2011)
Dorfkirche in Göschwitz (2011)

Göschwitz ist ein Stadtteil im Süden von Jena in Thüringen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Göschwitz liegt am westlichen Ufer der Saale kurz oberhalb der Einmündung der Roda, am Fuß des Jagdbergs im Süden und des Mönchsbergs im Norden. Südlich des Stadtteils verläuft die Bundesautobahn 4, die an der Abfahrt Jena-Göschwitz auf die Bundesstraße 88 trifft.

Angrenzende Stadtteile sind Winzerla im Norden, Lobeda im Osten und Maua im Süden. Im Westen liegt das zur Gemeinde Bucha gehörende Dorf Oßmaritz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum von 1421 bis 1425 wurde Göschwitz erstmals urkundlich genannt,[1] die Dorfkirche Göschwitz 1510.

Göschwitz gehörte bereits zwischen 1922 und 1924 einmal zu Jena, die endgültige Eingemeindung erfolgte aber erst 1969.

Am 22. Dezember 1885 wurde die Sächsisch-Thüringische Portland-Cement-Fabrik Prüssing & Co. KGaA in Göschwitz von Godhard Prüssing gegründet. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 15. April 1886.

Das Göschwitzer Unternehmen wurde das Stammwerk des späteren Prüssing-Konzerns und nach der Übernahme durch die Schlesische Portland-Cement-Industrie AG kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges noch zum Hauptsitz eines der größten deutschen Zementunternehmen, der OMZ (Ost-Mitteldeutsche Zementindustrie AG) mit dem ursprünglichen Hauptsitz im oberschlesischen Oppeln.

Bereits 1888 fand die Marke Göschwitz ihre Hauptabsatzgebiete neben Thüringen auch in Sachsen und Bayern. 1899 erwarb Prüssings Unternehmen Aktien der Mitteldeutschen Portland-Cement-Fabrik Prüssing & Co. in Schönebeck an der Elbe.

Zu DDR-Zeiten wurde das Werk als Volkseigener Betrieb weitergeführt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhofsgebäude Göschwitz

Hohe Bedeutung besitzt Göschwitz als Verkehrsknotenpunkt. Seit 2009 verfügt der Ort über einen Anschluss ans Netz der Straßenbahn Jena. Außerdem kreuzen sich im Bahnhof Jena-Göschwitz die Holzlandbahn Weimar – Gera und die Saalbahn Naumburg (Saale) – Saalfeld (Saale). Vom Bahnhof bestehen Reisemöglichkeiten mit dem Regionalexpress Richtung Göttingen über Erfurt und Richtung Chemnitz/Zwickau über Gera sowie mit Regionalbahnen nach Weimar, Gera, Naumburg, Saalfeld und Pößneck. Früher hielten auch verschiedene Fernverkehrszüge in Göschwitz.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Gewerbegebiet Göschwitz schließt sich nördlich des Bahnhofs eines der größten Industriegebiete Jenas an. Dort sind u. a. Großbetriebe wie die Carl Zeiss meditec AG und die Analytic Jena AG angesiedelt, aber auch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG).

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, Ernestinisches Gesamtarchiv Reg. Bb 710, publiziert in: Andrei Zahn: Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg: ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425. Schriftenreihe der AMF, 55, Mannheim, 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Göschwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien