Göttinger Kiessee

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Göttinger Kiessee
Göttinger Kiessee 2016.JPG
Geographische Lage Göttingen, Südniedersachsen
Zuflüsse Leine → Flüthe (bei Bedarf)
Abfluss Flüthe → Leine (bei Bedarf)
Orte oder Städte am Ufer Göttingen
Daten
Koordinaten 51° 31′ 4″ N, 9° 55′ 15″ OKoordinaten: 51° 31′ 4″ N, 9° 55′ 15″ O
Göttinger Kiessee (Niedersachsen)
Göttinger Kiessee
Fläche 16,203 2 ha
Länge 749 m
Breite 330 m
Umfang 2,285 km

Besonderheiten

Baggersee

Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-SEEBREITEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-UMFANG

Der Göttinger Kiessee ist ein Baggersee im Süden von Göttingen. Er ist aus einem Kiestagebau entstanden und dient heute zusammen mit seinen Uferzonen als Naherholungsgebiet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserfläche des Kiessees ist 15 ha groß. Der Wasserzufluss wird aus einem Seitenkanal (Flüthe) der Leine in den Kiessee geleitet. Zwischen dem Hochwasserbett der Flüthe, eines Nebenwegs der Leine, und dem Kiessee wurde 2003/04 eine Verbindung gebaut. Diese kann geöffnet und geschlossen werden, wenn die Leine zu viel Wasser führt. In diesem Fall wird ein Teil davon in den Kiessee geleitet. Dadurch steigt in der Göttinger Innenstadt, in Bovenden und Nörten-Hardenberg das Wasser in Spitzenzeiten des Winterhochwassers nicht mehr so hoch an.

Der Kiessee liegt am südlichen Stadtrand von Göttingen am Sandweg. Es gibt hier zwei Spielplätze für Kinder, einen Verleih von Tret- und Ruderbooten und ein Restaurant und Café. Im Winter, wenn die Wasserfläche zugefroren ist, gibt es die Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen. Das Erholungsgebiet rund um den See wird zu Spaziergängen, Fahrradfahren, Joggen, Nordic Walken und Angeln genutzt. Die Uferlinie des Sees beträgt etwa 2,46 km.

Wasserhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. und 20. September 2004 führte eine hohe Blaualgendichte zu einem großen Fischsterben im Kiessee. Betroffen waren 80.000 bis 90.000 Fische (darunter im Wesentlichen Brassen, in geringem Umfang Flussbarsche, Rotaugen und junge Zander). Auslöser für die starke Vermehrung der Blaualgen war „die starke Eutrophierung des Kiessees durch Stickstoff, aber auch durch Phosphor“. Über den Leinewasserzufluss kamen noch mehr Nährstoffe in den Kiessee. Die vorhandenen Einleitungen von nährstoffbelastetem Oberflächenwasser, das Füttern von Enten und deren Kot führten zu einer weiteren Verschärfung (laut Bericht der Gesellschaft für angewandte Biologie und Geologie mbH).

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramabild vom Westufer in Höhe der Seemitte über den Nordbereich des Sees, September 2014
Panoramablick vom Bootsverleih am Nordwestufer über den See, September 2014

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kiessee in Göttingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien