Güngören

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Güngören
Wappen von Güngören Karte der Türkei, Position von Güngören hervorgehoben
Basisdaten
Provinz (il): İstanbul
Koordinaten: 41° 2′ N, 28° 51′ OKoordinaten: 41° 2′ 6″ N, 28° 51′ 27″ O
Telefonvorwahl: (+90) 212 (europäischer Teil)
(+90) 216 (asiatischer Teil)
Postleitzahl: 34 xxx
Kfz-Kennzeichen: 34
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Şakir Yücel Karaman (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Güngören
Einwohner: 303.371[1] (2014)
Fläche: 7,17 km²
Bevölkerungsdichte: 42.311 Einwohner je km²
Kaymakam: Seyfettin Azizoğlu
Webpräsenz (Kaymakam):

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Güngören ist die Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises der türkischen Provinz İstanbul sowie ein Stadtteil auf der europäischen Seite von İstanbul. Güngören hat 303.371 Einwohner (Stand 2014).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Güngören war früher ein von Griechen bewohntes Dorf namens Vidos. Im 17. Jahrhundert war die Gegend um das heutige Güngören für den Sultan Osman II. ein beliebtes Ausflugsziel für die Jagd. Sultan Osman ließ dort deswegen eine heute nach ihm benannte und bis heute erhaltene Moschee und eine Jagdvilla mit türkischem Bad errichten. Auf der rechten und linken Seite der Moschee ließ er zwei Brunnen errichten. Der rechte ist bis zum heutigen Tag erhalten.

Nachdem Sultan Osman von Mitgliedern der osmanischen Eliteeinheit der Janitscharen ermordet wurde, ließ sein Nachfolger Murat IV. alle Janitscharen, die in Gebäuden um die Moschee und die Jagdvilla untergebracht waren, umbringen. Als im Jahre 1936 die griechischen Ortschaftsnamen in türkische geändert wurden, bekam der Ort Vidos den Namen Güngören. In der Volkszählung im Jahre 1955 wurden im Dorf Güngören 237 Bewohner registriert. Nach dieser Zeit wuchs Güngören explosionsartig, bis es im Jahr 2000 eine Einwohnerzahl von 272.950 erreichte.

Güngören erlangte im Jahre 1992 den Status eines Stadtteils von Istanbul. Davor gehörte es zum Stadtteil Bakırköy. Das heute hauptsächlich in Güngören liegende Stadtviertel Merter wurde nach Ahmet Muhtar Merter, einem Gutsbesitzer, ehemaligem Widerstandskämpfer und Führer gegen die griechische Besatzung im Griechisch-Türkischen Krieg, benannt.

Die Firmenzentrale des Kiler Holding Konzerns befindet sich in Güngören.

Am 27. Juli 2008 verübten Terroristen in einer Fußgängerzone in Güngören einen Anschlag, bei dem 18 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt wurden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Güngören – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik, 2014 (Memento vom 10. Februar 2015 auf WebCite), abgerufen 2. Mai 2015