Günter Blamberger

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Günter Blamberger im Februar 2014 auf einer Konferenz in Dehli

Günter Blamberger (* 16. Oktober 1951 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Germanist und Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität zu Köln.[1]

Blamberger habilitierte sich 1990 an der Universität Erlangen und war anschließend ab 1992 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Gesamthochschule Kassel. 1994 wurde er Geschäftsführender Direktor des Wissenschaftszentrums II für Kultur-, Medien- und Psychoanalyse an der Universität Gesamthochschule Kassel und zum 1. April 1995 nahm er als Professor für Deutsche Philologie an der Universität zu Köln seine Lehrtätigkeit auf. Zu seinen Schwerpunkten hier gehört die Neuere Literaturgeschichte, unter besonderer Berücksichtigung des 18. und 19. Jahrhunderts.

Blamberger ist Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und Herausgeber des Kleist-Jahrbuchs. Er lebte zeitweise mit Hannelore Elsner zusammen.[2]

Zusammen mit dem Archäologen Dietrich Boschung ist er seit April 2009 Direktor des mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingerichteten Internationalen Kollegs Morphomata: Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen an der Universität zu Köln.[3]

Im Frühjahr 2011 erschien anlässlich des 200. Todestages von Heinrich von Kleist eine neue, umfassende Darstellung von dessen Leben und Werk.[4]

2015 wählte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihn zum Mitglied.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günter Blamberger. In: Gerhard Lüdtke, ‎Hans Strodel, ‎Hans Jaeger: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender - Bände 1-3., Saur, 1996, S. 278
  2. Nachricht im Hamburger Abendblatt vom 2. Oktober 2002
  3. Internationales Kolleg Morphomata, Köln, Direktorium abgerufen 23. August 2009
  4. Günter Blamberger: Heinrich von Kleist. Biographie. S. Fischer, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-10-007111-8; vgl. Wolfgang Schneider: Was blieb, das war die Wahrheit des Gefühls. In: FAZ vom 7. Juli 2011, S. 30.
  5. Pressemitteilung der Deutschen Akademie vom 18.11.2015