Günter Horlbeck

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Günter Horlbeck (* 2. September 1927 in Reichenbach im Vogtland; † 25. September 2016 in Leipzig[1])[2] war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1942 bis 1947 absolvierte Horlbeck eine durch den Einzug zum Militär unterbrochene Ausbildung zum Lithografen. Danach studierte er bis 1951 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Zu seinen Lehrern zählten Walter Arnold, Max Schwimmer und Ernst Hassebrauk. Für ein Jahr als freischaffender Künstler in Leipzig tätig, begann er 1952 eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, ist aber − nicht nur wegen des Wohnortes − als Leipziger Maler zu werten. 1965 wurde er zum Professor für Grafik und 1967 zum Professor und Leiter der Fachklasse Malerei und Grafik ernannt. 1993 erfolgte seine Emeritierung.

Entstammend der gleichen Generation wie Wolfgang Mattheuer malte er nicht figürlich, gegenständlich und ist deshalb nicht der Leipziger Schule zuzurechnen. Seine Werke sind dem abstrakten Expressionismus zuzuordnen. Zu seinen Vorbildern zählten Max Beckmann, Pablo Picasso und Wassily Kandinsky.

Eines seiner bekanntesten Werke ist das 1989 unter dem Eindruck der Friedlichen Revolution in Leipzig entstandene Werk Engel über der Stadt, welches der Künstler der dortigen Katholischen Propsteigemeinde schenkte.

2002 übergab der Maler dem Museum der bildenden Künste in Leipzig ein Konvolut seiner Arbeiten, bestehend aus Werken aller Genres und Zeiten: 14 Gemälde und 186 Werke auf Papier. Kurz vor seinem Tod erhielt das Museum weitere 300 Arbeiten.

Bücher über die Stiftung an das Museum der bildenden Künste, über die Malerei und die Zeichnungen Günter Horlbecks sind erschienen im Passage-Verlag.

Der Maler war verheiratet mit der Grafikerin Irmgard Horlbeck-Kappler. Beider Grab befindet sich auf dem Südfriedhof in Leipzig.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1957 Dresden
  • 1959 Leipzig
  • 1961 Altenburg
  • 1962 Ahrenshoop
  • 1963 Reichenbach (Vogtl.)
  • 1966 Eisenach
  • 1966 Berlin
  • 1967 Warschau
  • 1967 Krakau und Breslau
  • 1969 Leipzig
  • 1972 Brandenburg
  • 1972 Karl-Marx-Stadt
  • 1973 Rostock
  • 1973 Leipzig
  • 1974 Freiberg
  • 1975 Leipzig
  • 1977 Leipzig
  • 1979 Dresden
  • 1982 Leipzig
  • 1983 Rostock
  • 1985 Dresden
  • 1999 Universität Leipzig/ Kroch-Haus
  • 2003 Jagdschloss Granitz und Leipzig
  • 2006 Neuberin-Museum, Reichenbach
  • 2007 Stadtmuseum Dresden

Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Botschafter der Moderne: Der Leipziger Maler Günter Horlbeck ist mit 89 gestorben
  2. www.dieterkiessling.de
  3. Kunstpreis der DDR verliehen, In: Neues Deutschland, 25. Mai 1989, S. 4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]