Güntersleben

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Bayern. Siehe auch Günthersleben, Thüringen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Güntersleben
Güntersleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Güntersleben hervorgehoben
Koordinaten: 49° 52′ N, 9° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 273 m ü. NHN
Fläche: 16,05 km²
Einwohner: 4403 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 274 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97261
Vorwahl: 09365
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 142
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Güntersleben
Würzburger Str. 17
97261 Güntersleben
Webpräsenz: www.guentersleben.de
Bürgermeister: Ernst Joßberger (Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Güntersleben im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Güntersleben ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Güntersleben liegt in der Region Würzburg. Es gibt nur die Gemarkung Güntersleben.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Güntersleben besteht aus dem Personennamen Gunder und dem althochdeutschen Wort leiba, das Hinterlassenschaft bedeutet. Als Erklärung ergibt sich daraus „Gunders Erbe“.[2]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[2]

  • 1113 Guntresleibi
  • 1147 Gundersleibe
  • 1156 Gunderesleibe
  • 1160 Gunderslebe
  • 1291 Gundersleiben
  • 1332 Guendersleyben
  • 1343 Gundtersleiben
  • 1345 Guendersleuben
  • 1531 Günderßleben
  • 1747 Guentersleben
  • 1819 Güntersleben

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1113 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1510 wurde Güntersleben von einem schweren Brand heimgesucht und 1611 forderte die Pest 141 Opfer in dem Dorf. Das Benediktinerkloster St. Stephan Würzburg hatte bis 1802 das Zehntrecht in Güntersleben. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Güntersleben 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburgs Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel.

Neben Güntersleben gab es auch noch den Ortsnamen Thüngersleben[3], der aber heute in Vergessenheit geraten ist.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1594
  
530
1850
  
1.030
1900
  
1.162
1939
  
1.495
1950
  
1.891
1960
  
1.866
1970
  
2.296
1980
  
3.220
1990
  
3.780
2000
  
4.394
2010
  
4.337
2013
  
4.318
Datenquelle: Gemeinde Güntersleben, Daten und Zahlen

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[4]
Wahlbeteiligung: 66,0 %
 %
40
30
20
10
0
35,4 %
34,0 %
30,6 %
UB a
Anmerkungen:
a Unabhängige Bürger
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Der amtierende Bürgermeister Ernst Joßberger wurde erstmals in einer Stichwahl am 2. Oktober 2005 gewählt. In der Bürgermeisterwahl am 10. Juli 2011 wurde er erneut zum Bürgermeister von Güntersleben gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 70.01 % erreichte Ernst Joßberger (UBG) 1377 Stimmen (57,73 %), Dieter Menth (SPD) 626 Stimmen (26,25 %) und Joachim Neuland (CSU) 382 Stimmen (16,02 %).[5]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.631.000 Euro, davon umgerechnet 156.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht zurzeit noch keine Städtepartnerschaft, aber es ist eine Partnerschaft mit dem italienischen Dorf Borgo Val di Taro vorgesehen.[6]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 78 und im Bereich Handel und Verkehr 42 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 108 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1573. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 34 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 687 Hektar, davon waren 662 Ackerfläche und 10 Dauergrünfläche. In Güntersleben gibt es auch viele kleine Winzer, die als Nebenerwerb die Weinberge bewirtschaften. Die Weinlage Sommerstuhl ist in der Umgebung sehr bekannt und bringt jedes Jahr gute Ergebnisse.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2013):[7]

  • Kindergärten Erdenstern und Villa Kunterbunt mit 121 Kindern.
  • Kinderkrippengruppen in beiden Kindergärten mit 42 Kindern.
  • Ignatius-Gropp-Volksschule mit 145 Schülern[8] und 13 Lehrkräften[9]. Diese Grundschule besteht seit 1951. Im Jahr 1991 wurde sie nach einem ehemaligen Pfarrer des Dorfes benannt und erhielt so ihren heutigen Namen.[10] Seit 2005 besteht wegen Schülermangels keine Teilhauptschule mehr.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

im Frühjahr 2007 wurde begonnen, ein Naherholungsgebiet einzurichten. Das Projekt begann mit dem Ausbau eines Fahrradweges, der durch das Dorf führt. Dieser verbindet die Gemeinde Güntersleben mit Unterdürrbach, führt weiter bis Würzburg und hat Anschluss an den Main-Radweg. Der Dürrbachpark, ein Park mit Beachvolleyballfeld, Biergarten, einer komplett renovierten Minigolfanlage, einer Kletterwand und einem Spielplatz wurde Anfang August 2007 eingeweiht.

Anfang 2009 wurde der Ort als Heimat von Holger Göpfert bekannt, der sich als der erste kleine Star in der Castingshow Deutschland sucht den Superstar profilierte und seine Bekanntheit vergrößerte.[11]

Wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum von Güntersleben ist die Sankt-Maternus-Kirche.

Die Fränkische Weinkönigin 2011 war die 23-jährige Studentin Sabine Ziegler aus Güntersleben.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Güntersleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 91 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Deutschland und seine Bewohner: ein Handbuch der Vaterlandskunde für alle Stände
  4. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=679&suchbegriff=6
  5. Gemeinde Güntersleben. Gemeinde Güntersleben. Abgerufen am 14. Juli 2011.
  6. http://www.guentersleben.de/_obj/73DD7B13-33E7-4DC5-9DD7-8FB4DCA066A6/inline/Jahresbericht-2005.pdf
  7. http://www.guentersleben.de/_obj/6132CC18-8FE2-48A8-99E7-7C2F6D8662FD/outline/Jahresbericht-2013.pdf
  8. http://www.ignatius-gropp-grundschule.de/elterninfos/aktuelles-schuljahr.html
  9. http://www.ignatius-gropp-grundschule.de/schulteam/lehrkraefte-mit-sprechstunden.html
  10. http://www.ignatius-gropp-volksschule.de/schulgeschichte.html
  11. http://www.mainpost.de/nachrichten/dailyx/Holger-Goepfert-bdquo-Ich-will-eine-gute-Show-machen-ldquo-;art984,4972124