Günther Sauer

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Günther Sauer (* 15. Dezember 1919 in Breslau, Schlesien; † 6. November 1990 in München)[1] war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher sowie Hörspiel- und Dialogregisseur.[2] Sauer war der Vater von Moderatorin Sabine Sauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Schauspieler aktiv. Seit Mitte der 1960er Jahre arbeitete er häufig als Synchronsprecher (später auch als Synchronregisseur und -autor), so sprach er u. a. Regis Toomey als Chefinspektor Bernie Ohls in Tote schlafen fest und Walter Slezak als Don Pedro Vargas in Der Pirat. Über die Jahrzehnte hinweg sprach Sauer alle möglichen Darsteller von Eddie Albert, Ernest Borgnine, Lino Ventura bis hin zu Patrick Wymark. Seine durchgängigsten Sprecherrollen hatte er jedoch in Fernsehserien: Den meisten deutschsprachigen Zuschauern wird seine Stimme als die des Jean Richard als Kommissar Maigret in Maigret (1967–1990), die des Karl Swenson als Lars Hanson in Unsere kleine Farm (1974–1983) oder die des Radio Ra in Doctor Snuggles (1980) in Erinnerung geblieben sein.

In seinem eigentlichen Beruf als Schauspieler war Sauer außer am Theater auch in Spielfilmen und Serien aktiv. Darüber hinaus wirkte er als Hörspielsprecher, insbesondere in der Funktion des Erzählers, und als Hörspielregisseur bei über 100 Hörspielproduktionen des WDR, des Bayerischen Rundfunks, Südwestfunks, Süddeutschen Rundfunks und einiger rein kommerzieller Kinder- und Jugendhörspielproduktionen. Mehrfach errangen Hörspiele unter seiner Regie die begehrte Auszeichnung Hörspiel des Monats.

Günther Sauer war mit einer Studienrätin verheiratet. Die gemeinsame Tochter Sabine Sauer wurde 1956 geboren und startete später eine Karriere als Hörfunksprecherin und Fernsehmoderatorin.

Günther Sauer starb 1990 im Alter von 70 Jahren.

Filmographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprecher

Regie

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verwaltung des Friedhofs München-Obermenzing, auf dem er beigesetzt worden ist
  2. Günther Sauer auf www.synchronkartei.de. Aufgerufen am 22. September 2012.
  3. Legendäre Mehrteiler: Wallenstein. Auf: www.steffi-line.de. Aufgerufen am 22. September 2012.
  4. http://www.hoerspatz.de/texte_rezis/christie_4hoerspiele_hoerverlag.htm
  5. Ich, der Robot: Vernunft. (WDR 1969, Regie: Günther Sauer) auf: LauschKino - Journal für Hörspiele und Audiokunst. 13. Oktober 2006. Aufgerufen am 22. September 2012: „Schön geraten ist auch die Hörspielbearbeitung des WDR aus dem Jahr 1969. Da die Geschichte gerahmt erzählt wird - eine Robotpsychologin erzählt einem Reporter von den Ereignissen -, ist der Dialoganteil zwar sehr hoch. Eine Geräuschkulisse wurde kaum erarbeitet, doch unterstreicht dies eher den Gedankenexperiment-Aspekt der Geschichte, ist also von Vorteil. Eine „Klangattraktion“ ist freilich der Roboter QT1, dessen Stimme mit noch analoger Technik hübsch „robotifiziert“ wurde; ein Vergnügen für retro-futuristische Nostalgiker. Die Sprecher wurden mit Sorgfalt ausgesucht und geben ein nuanciertes Spiel zum Besten; vor allem die Sprecherin der Psychologin fällt positiv auf: Ihre Stimme ist im höchsten Maße angenehm und sympathisch, ihre Betonung verleiht dem Geschehen eine schöne, zusätzliche dramaturgische Dimension.“
  6. Joseph Conrad: Das Geheimnis von Samburan. Auf: www.was-aufs-ohr.de Aufgerufen am 22. September 2012.