Günther Schlee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Günther Schlee (* 10. Juli 1951 in Heide (Holstein)) ist ein deutscher Ethnologe. Seit 1999 ist er einer der beiden Gründungsdirektoren des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung in Halle (Saale).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlee studierte von 1970 bis 1977 Völkerkunde, Romanistik und allgemeine Sprachwissenschaften an der Universität Hamburg, wo er 1977 promovierte. Von 1980 bis 1986 forschte er als Assistent an der Universität Bayreuth, wo er sich 1986 habilitierte. Von 1986 bis 1999 war er Professor für Sozialanthropologie an der Universität Bielefeld. Seit 2001 bzw. 2002 ist Schlee Honorarprofessor an der Universität Leipzig und der Universität Halle/Wittenberg. Schlee absolvierte zahlreiche längere Forschungsaufenthalte unter anderem in Kenia (1975–1976 und 1978–1980) und in Äthiopien und Kenia 1984.

Seine Forschungsthemen sind vor allem Identität und Differenz, der Wechsel von Allianzen, Verwandtschaft und Freundschaft, seine Forschungsgebiete liegen geografisch im Sudan, Kenia, Somalia und Süd-Äthiopien. Schlee ist seit 1998 Herausgeber der Zeitschrift für Ethnologie und Mitglied mehrere Fachgremien.

Deutschsprachige Monografien (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wie Feindbilder entstehen : eine Theorie religiöser und ethnischer Konflikte. Beck-Verlag, München 2006 (Beck'sche Reihe 1720), ISBN 978-3-406-54743-0
  • Günther Schlee, Bertram Turner (Hg.): Vergeltung : eine interdisziplinäre Betrachtung der Rechtfertigung und Regulation von Gewalt. Campus-Verlag, Frankfurt, New York 2008, ISBN 978-3-593-38611-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]