Günther Steiner

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Günther Steiner (2017)

Günther Steiner (* 7. April 1965 in Meran, Südtirol[1]) ist ein italienischer Motorsport-Ingenieur und Manager. Zurzeit ist er der Teamchef des Formel-1-Rennstalls Haas. Zuvor arbeitete er bei Red Bull und als geschäftsführender Direktor von Jaguar.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rallye-Weltmeisterschaft (1986–2001)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steiner wurde in Meran als Sohn eines Metzgers geboren. Er begann Ingenieurwesen zu studieren, beendete das Studium aber nie. Nach seinem Militärdienst zog er nach Belgien, wo er seine Karriere als Mechaniker in der Rallye-Weltmeisterschaft beim Mazda Rallye Team startete.[2] Von 1989 bis 1990 arbeitete Steiner als Assistenz-Teamchef bei Top Run Srl. Zwischen 1991 und 1996 arbeitete er als technischer Manager bei Jolly Club. Im Jahr 1997 leitete Steiner das Prodrive’s Allstar Rallye Team und gewann mit Krzysztof Hołowczyc die Europäische Rallye-Weltmeisterschaft. 1998 wurde er von M-Sport als Projektmanager angeheuert. Im Jahr 2000 wurde er zum Leiter der Ingenieure im Ford World Rallye Team befördert, dort arbeitete er mit den Fahrern Colin McRae und Carlos Sainz.[1]

Jaguar (2001–2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steiner wechselte im Jahr 2001 in die Formel 1, da Jaguars Teamchef Niki Lauda ihn als leitenden Direktor haben wollte.[1] Laut Steiner fragte Lauda, 'ob bei Ford talentierte Leute arbeiten' und sie antworteten, 'Da ist Günther!'.[2] Er wurde der Verantwortliche der Ingenieure in Milton Keynes.

Steiner strukturierte das Team neu und reduzierte die Kosten. Jaguar versagte in der Saison 2002 jedoch kläglich. Daraufhin wurde Lauda am 26. November entlassen. Am 5. Dezember kündigte Jaguar an, dass Steiner durch David Pitchforth ersetzt wird. Das neue Management Jaguars bot ihm zwar einen anderen Job im Team an, diesen lehnte er aber ab. Die Saison 2003 verbrachte er unter Freistellung, bis er im November dieses Jahres Wiet Huidekoper als technischen Direktor im Opel Performance Center ersetzte.

Red Bull (2005–2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Red Bull Jaguar Racing im Jahr 2004 kaufte[3], bot man Steiner an, dem Team beizutreten. Da Opel sich Ende 2005 von der DTM zurückziehen wollte, motivierte sich Steiner, zum Milton Keynes Team zurück zu kehren.[4] Sein Job als technischer Betriebsleiter wurde am 13. Januar 2005 bestätigt.

Steiner und Teamchef Christian Horner führten das Team in der Saison 2005 zu besseren Ergebnissen[5], doch als Red Bull den technischen Leiter Adrian Newey von McLaren anstellte, wandte sich Teambesitzer Dietrich Mateschitz an Steiner, um ein NASCAR-Team in den USA aufzubauen. Da er fühlte, dass das F1-Team überfüllt war, konsultierte Steiner seine Frau und stimmte zu, nach Mooresville, North Carolina[2], zu ziehen, wo er vom 1. April 2006 bis April 2008 als technischer Direktor des Teams Red Bull tätig war.[6]

Hass F1 (2014–)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er Red Bull verlassen hatte, blieb er in Mooresville und gründete das Unternehmen Fibreworks Composites im Januar 2009.

Am 14. April 2014 wurde offiziell angekündigt, dass Günther Steiner der Teamchef des neuen Haas F1 Teams wird.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steiner besitzt einen italienischen und amerikanischen Pass und lebt mit seiner Frau Gertrud und Tochter Greta in Mooresville.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Guenther Steiner - Team Detail. Abgerufen am 4. September 2018 (englisch).
  2. a b c Breakfast with Guenther Steiner | F1i.com. In: F1i.com. 23. Oktober 2016 (f1i.com [abgerufen am 4. September 2018]).
  3. Red Bull snaps up Jaguar F1 team. 15. November 2004 (bbc.co.uk [abgerufen am 4. September 2018]).
  4. Grandprix.com - First & fastest: The original online F1 news service: http://www.grandprix.com/ns/ns14064.html. Abgerufen am 4. September 2018 (britisches Englisch).
  5. Horner sweeps new broom at Red Bull. In: The Independent. (independent.co.uk [abgerufen am 4. September 2018]).
  6. Steiner joins Red Bull's team - NASCAR - Autosport. In: Autosport.com. (autosport.com [abgerufen am 4. September 2018]).