Günzach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Günzach
Günzach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Günzach hervorgehoben
Koordinaten: 47° 49′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Obergünzburg
Höhe: 800 m ü. NHN
Fläche: 23,48 km²
Einwohner: 1440 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87634
Vorwahl: 08372
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 138
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 9
87634 Günzach
Webpräsenz: www.guenzach.de
Bürgermeisterin: Wilma Hofer
Lage der Gemeinde Günzach im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild
Günzach mit Alpenpanorama

Günzach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günzach liegt in der Region Allgäu. Es existiert nur die Gemarkung Günzach.

Gemeinde- und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sellthüren, Mittelberg, Albrechts, Thal, Autenried, Rohr, Upratsberg, Immenthal, Stockach, Eggenbühl, Heimenhalden, Schöllhorn, Rudwarz und weitere Weiler

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günzach wurde um 1730 gegründet, gehörte zum Fürststift Kempten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Immenthal. Es sind jedoch frühere Besiedlungsmerkmale vorhanden (Grundmauern einer römischen Villa).

Am 27. September 1976 wurde die Gemeinde Immenthal amtlich in Günzach umbenannt.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1259 Einwohner
  • 1987: 1235 Einwohner
  • 2000: 1432 Einwohner
  • 2011: 1488 Einwohner

Günzach wuchs zwischen 1988 und 2008 um 216 Einwohner bzw. ca. 17 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Wilma Hofer. Nach der Regierungszeit von Brigitte Schröder (2002–2014), als Nachfolgerin von Georg Häring (CSU/Parteilose Wähler) wurde sie im Jahr 2014 gewählt.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 512.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 25.000 €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Geteilt von Rot und Blau; oben ein durchgehender silberner Wellenbalken, unten ein silbernes Buchenblatt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 331 und im Bereich Handel und Verkehr 18 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 459. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe keine. Zudem bestanden im Jahr 1999 66 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.643 ha.

Im Ortsteil Albrechts wurde der erste Camembert hergestellt (Käserei im Ersten Weltkrieg eingestellt). Günzach ist die Heimat des patentierten Saftbirnenbrotes.

Die Papierfabrik Günzach, ehemals 4P Nicolaus, heißt heute Technocell Dekor und ist Teil der Felix Schoeller Gruppe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Günzacher Bahnhof liegt an der Bayerischen Allgäubahn und soll nach einer Informationstafel am Bahnhofsgebäude mit 801 m der höchste zweigleisige Bahnhof Deutschlands sein. Allerdings liegt der an der zweigleisigen Badischen Schwarzwaldbahn gelegene Bahnhof Sankt Georgen mit einer Höhe von 806 m über dem Meeresspiegel noch etwas höher.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 43 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Günzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.