Güzelyurt (Kappadokien)

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Güzelyurt
Wappen fehlt
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Güzelyurt (Kappadokien) (Türkei)
Red pog.svg
GüzelyurtGesamt.jpg
Güzelyurt mit Stausee und Yüksek Kilise
Basisdaten
Provinz (il): Aksaray
Koordinaten: 38° 17′ N, 34° 22′ OKoordinaten: 38° 16′ 39″ N, 34° 22′ 18″ O
Einwohner: 2.826[1] (2018)
Telefonvorwahl: (+90) 382
Postleitzahl: 68 500
Kfz-Kennzeichen: 68
Struktur und Verwaltung (Stand: 2019)
Gliederung: 4 Mahalle
Bürgermeister: Ünal Demircioğlu (AKP)
Website:
Landkreis Güzelyurt
Einwohner: 11.761[1] (2018)
Fläche: 285 km²
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Kaymakam: Fatih Kaşikci
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Güzelyurt (türkisch für Schöne Heimat) ist die Hauptstadt eines Landkreises im südwestlichen Kappadokien in der türkischen Provinz Aksaray. Güzelyurt liegt 40 km östlich der Provinzhauptstadt Aksaray. Etwa 24 Prozent der Landkreisbevölkerung entfallen auf die Kreisstadt.
Der Landkreis wurde 1989 gegründet und umfasst neben der Kreisstadt noch die Gemeinden (Belde) Ihlara (2.4710) und Selime (2.018 Ew.). Zum Kreis gehören des Weiteren noch acht Dörfer (Köy), von denen zwei über 1.000 Einwohner haben: Gazİemİr (1.243) und Ilisu (1.045 Einwohner). Durchschnittlich bevölkern 563 Einwohner jedes Dorf.

Disko in unterirdischer Stadt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im dritten nachchristlichen Jahrhundert war der Ort unter dem Namen Karballa von verschiedenen christlichen Klostergemeinden besiedelt. Im vierten Jahrhundert wuchs hier der als kappadokischer Kirchenvater bekannte Bischof Gregor von Nazianz auf, der im nahe gelegenen Arianzos geboren wurde. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Güzelyurt unter dem Namen Gelveri von Griechen besiedelt und bekannt für Töpfer- und Goldschmiedekunst. In dieser Zeit entstanden über hundert Kirchen. Nachdem die griechischen Bewohner 1923 im Rahmen des griechisch-türkischen Bevölkerungsaustauschs ausgesiedelt worden waren, wurden hier türkische Familien aus den griechischen Städten Kastoria und Kozani angesiedelt[2], die dem Ort den Namen Güzelyurt (Schöne Heimat) gaben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden des Ortes liegt das Klostertal von Güzelyurt (Manastır Vadısı) mit zahlreichen Höhlenkirchen und in den Tuffstein gehauenen Klosterkomplexen. Fünf Kilometer westlich in der Nähe eines Stausees liegt die festungsartige Yüksek Kilise (Hochgestellte Kirche) aus dem 19. Jahrhundert, deren Fresken in muslimischer Zeit übermalt wurden, im Osten die ebenfalls erhöht liegende Kızıl Kilise (Rote Kirche), die ihren Namen von dem rötlichen Mauerwerk hat. Die Herkunft des Mauerwerks ist bis heute unbekannt. Sie ist zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert entstanden, von ihrem Freskenschmuck ist fast nichts erhalten. In der Umgebung liegen drei unterirdische Städte, eine weitere hat ihren Eingang direkt am Marktplatz der Stadt, sie ist zur Disko umgebaut.

Etwa sechs Kilometer südwestlich liegt das Ihlara-Tal mit zahlreichen Felsenkirchen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nufusune.com, abgerufen am 15. April 2019
  2. Güzelyurt (Gelveri)/Turkey

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Güzelyurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien