Gălești (Mureș)

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Gălești
Gallendorf
Nyárádgálfalva
Wappen von Gălești (Mureș)
Gălești (Mureș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 31′ N, 24° 45′ OKoordinaten: 46° 30′ 44″ N, 24° 45′ 26″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 357 m
Fläche: 57,79 km²
Einwohner: 3.067 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547245
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Gălești, Adrianu Mare, Adrianu Mic, Bedeni, Maiad, Sânvăsii, Troița
Bürgermeister: Károly Karácsony (UDMR)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 64
loc. Gălești, jud. Mureș, RO–547245
Website:
Sonstiges
Stadtfest: 25. April und 22. August, Jahrmarkt

Gălești [ˈgəleʃtʲ] (veraltet Galfalău; deutsch Gallendorf, ungarisch Nyárádgálfalva oder auch Gálfalva)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Gălești im Kreis Mureș

Die Gemeinde Gălești liegt nördlich des Kokeltals (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș. Am Niraj, ein linker Nebenfluss des Mureș (Mieresch) und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151D (6 km östlich der DN13) befindet sich der Ort Gălești 18 Kilometer südöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Bis etwa 2010 verkehrte auf dem Areal der Gemeinde eine Schmalspurbahn der ursprünglichen Schmalspurstrecke von Cristești in den kleinen Kurort Sovata (Szováta).[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gălești, von Szekler gegründet, wurde 1501 erstmals urkundlich erwähnt.[4] Auf eine Besiedlung der Gemeinde im Mittelalter deuten Reste einer Burg auf dem Areal von den Einheimischen genannt Sigervára des eingemeindeten Dorfes Sânvăsii (ungarisch Nyárádszentlászló).[5] Zahlreiche archäologischen Funde aus der Jungsteinzeit bis in die Römerzeit wurden auf dem Areal des Gemeindezentrums gefunden.[6]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Maros felső (Ober-Maros) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Gălești entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 3.317 398 2.715 - 204
1900 3.947 12 3.909 16 10
1956 4.566 68 4.411 1 86
2002 2.940 44 2.752 - 144
2011 3.067 68 2.611 - 388 (Roma 45)

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Magyaren 1956 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (1.316) wurde 1920, die der Roma (200) 1850 und die der Rumäniendeutschen wurde 1900 ermittelt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Gemeindezentrum das Haus der Familie Tonay (Str. Principală, nr. 54), im 17. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.[8]
  • In den sieben Dörfer der Gemeinde Gălești sind 18 Kirchen unterschiedlicher Konfessionen bei Biserici.org vermerkt.[9]
  • Im eingemeindeten Dorf Maiad (ungarisch Nyomát) die unitarische Kirche,[10] im 14. und der Glockenturm im 18. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[8]
  • Im eingemeindeten Dorf Sânvăsii die unitarische Kirche,[11] Ende 14. Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet, steht unter Denkmalschutz.[8]
  • Im eingemeindeten Dorf Troița (ungarisch Szentháromság) die römisch-katholische Kirche, im 15. Jahrhundert errichtet (laut dem rumänischen Kulturministeriums nur der Glockenturm) und die orthodoxe Holzkirche Ende des 17. Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[8]
  • Im eingemeindeten Dorf Bedeni (ungarisch Bede) die reformierte Kirche,[12] wurde 1844 errichtet.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gălești – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 15. Mai 2018 (ungarisch).
  3. Trecerile la nivel cu soseaua E60 din Ungheni si Acatari au fost desfiintate bei transira.ro, abgerufen am 25. Mai 2018 (rumänisch)
  4. a b c Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. Institute Of Archaeology − Sânvăsii, abgerufen am 25. Mai 2018 (rumänisch).
  6. Institute Of Archaeology − Gălești, abgerufen am 25. Mai 2018 (rumänisch).
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  8. a b c d Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  9. Angaben zu Kirchen unterschiedlicher Konfessionen bei biserici.org, abgerufen am 26. Mai 2018 (rumänisch)
  10. Angaben zur unitarische Kirche in Maiad bei biserici.org, abgerufen am 26. Mai 2018 (rumänisch)
  11. Angaben zur unitarische Kirche in Sânvăsii bei biserici.org, abgerufen am 26. Mai 2018 (rumänisch)
  12. Angaben zur reformierten Kirche in Bedeni bei biserici.org, abgerufen am 26. Mai 2018 (rumänisch)
  13. Angaben zu Mihály Szentiváni bei mek.oszk.hu/ abgerufen am 15. Mai 2018 (ungarisch)