G20-Gipfel in Hamburg 2017

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Kreuzknoten als Logo des Gipfeltreffens

Der G20-Gipfel in Hamburg 2017 ist das zwölfte Gipfeltreffen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Er soll am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft stattfinden.[1] Linke Organisationen haben Gegenproteste angekündigt, bei denen mit mehreren zehntausend Teilnehmern gerechnet wird.

Neben den Staats- und Regierungschefs der G20-Länder sind auch die anderer Länder und mehrere internationale Organisationen als Gäste eingeladen. Zur Vorbereitung finden in mehreren deutschen Städten Treffen der Minister der G20 statt.[2]

Veranstaltungsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tagungsort: die Hamburger Messehallen.

Hamburg ist nach Presseberichten von Kanzlerin Merkel in Abstimmung mit Bürgermeister Scholz als Veranstaltungsort gewählt worden, um an die Rolle der Stadt als „Tor zur Welt“ zu erinnern. Weiter ehre man so den verstorbenen Sohn der Stadt Helmut Schmidt, der diese Treffen 1975 als Bundeskanzler mit ins Leben gerufen hatte.[3]

Der G20-Gipfel soll in den Räumen der Hamburg Messe im Stadtteil St. Pauli stattfinden. Ein Teil der Veranstaltung findet darüber hinaus in der Elbphilharmonie im Stadtteil HafenCity statt.[4]

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmende G20-Nationen und ihre potenziellen Vertreter[5]
Land Potenzielle(r) Vertreter
ArgentinienArgentinien Argentinien Mauricio Macri, Präsident
AustralienAustralien Australien Malcolm Turnbull, Premierminister
BrasilienBrasilien Brasilien Michel Temer, Präsident
China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China Xi Jinping, Präsident
DeutschlandDeutschland Deutschland Angela Merkel, Bundeskanzlerin (Gastgebende Nation)
FrankreichFrankreich Frankreich Emmanuel Macron, Präsident
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Theresa May, Premierministerin
IndienIndien Indien Narendra Modi, Premierminister
IndonesienIndonesien Indonesien Joko Widodo, Präsident
ItalienItalien Italien Paolo Gentiloni, Premierminister
JapanJapan Japan Shinzō Abe, Premierminister
KanadaKanada Kanada Justin Trudeau, Premierminister
Korea SudSüdkorea Südkorea Moon Jae-in, Präsident
MexikoMexiko Mexiko Enrique Peña Nieto, Präsident
RusslandRussland Russland Wladimir Putin, Präsident
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien Salman ibn Abd al-Aziz, König
SudafrikaSüdafrika Südafrika Jacob Zuma, Präsident
TurkeiTürkei Türkei Recep Tayyip Erdoğan, Präsident
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Donald Trump, Präsident
Europaische UnionEuropäische Union Europäische Union Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission
Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates
Teilnehmende Gast-Nationen und Gast-Institutionen und ihre potenziellen Vertreter[5]
Land/Institution Potenzieller Vertreter
NiederlandeNiederlande Niederlande Mark Rutte, Premierminister
NorwegenNorwegen Norwegen Erna Solberg, Premierminister
PhilippinenPhilippinen Philippinen Rodrigo Duterte, Präsident
SingapurSingapur Singapur Lee Hsien Loong, Premierminister
SpanienSpanien Spanien Mariano Rajoy, Premierminister
Afrikanische UnionAfrikanische Union Afrikanische Union Vertreten durch GuineaGuinea Guinea Alpha Condé, Präsident
Map of the African Union with Suspended States.svg NEPAD Vertreten durch SenegalSenegal Senegal Macky Sall, Präsident
APEC Logo.svg APEC Vertreten durch VietnamVietnam Vietnam Nguyễn Xuân Phúc, Premierminister

Politikberatung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine Reihe von Beratungsgremien zur Vorbereitung des G20-Gipfels:[6]

Die Business 20 (B20) wurde 2008 gegründet und hat sich neben der ebenfalls 2008 gegründeten Gewerkschaftsgruppierung Labour 20 (L20) zur einflussreichsten Beteiligungsgruppe entwickelt.[6] Die Bundesregierung hat den BDI, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), beauftragt, den offiziellen G20-Wirtschaftsdialog durchzuführen.[7] Mit der Organisation des deutschen L20-Prozess wurde der Deutsche Gewerkschaftsbund beauftragt.[6]

Der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss Civil 20 (C20) besteht aus national und international agierenden zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Arbeit der C20 wird seit 2010 anerkannt. Mit der Gestaltung des deutschen C20-Prozesses wurden das Forum Umwelt und Entwicklung und der Dachverband der entwicklungsbezogenen Organisationen VENRO betraut.[6][8]

Der Think-20-Prozess (T20) wurde 2012 ins Leben gerufen. Der deutsche T20-Prozess wird vom Kieler Institut für Weltwirtschaft und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) durchgeführt. Akademischer Partner ist die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.[6][9]

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) gibt in der Sonderstudie Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Die vier großen I Empfehlungen zur deutschen G20-Präsidentschaft.

Die jeweiligen Treffen sollen zwischen Januar und Juli 2017 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Baden-Baden, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Halle (Saale) und Hamburg stattfinden.[10]

Datum Tagungsort Themenressort
22. Januar Berlin Agrarminister
16.–17. Februar Bonn Außenminister
17.–18. März Baden-Baden Finanzminister und Zentralbankgouverneure
22. März Halle (Saale) Dialogforum Wissenschaft (Science20)
6.–7. April Düsseldorf Digitalminister
26. April Berlin Dialogforum Frauen (Women20: Berlin)
3. Mai Berlin Dialogforum Wirtschaft (Business20)
17. Mai Berlin Dialogforum Gewerkschaften (Labour20)
18.–19. Mai Bad Neuenahr-Ahrweiler Arbeitsminister
19.–20. Mai Berlin Gesundheitsminister
30. Mai Berlin Dialogforum Think Tanks (Think20)
7. Juni Berlin Dialogforum Jugend (Youth20)
12.–13. Juni Berlin Konferenz „Partnership with Africa“
15.–16. Juni Berlin Dialogforum Jungunternehmer (G20 YEA)[11]
19. Juni Hamburg Dialogforum Nichtregierungsorganisationen (Civil20)
7.–8. Juli Hamburg G20-Gipfel

Politikschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Welthungerhilfe sieht die aktuelle Versorgungskrise und den Hunger in Afrika als Schwerpunkt, zumal dort die Zahl der Hungernden seit dem Jahr 1990 deutlich zugenommen hat, auf 232,5 Millionen Menschen nach Berechnungen der Organisation für 2017. Jeder Euro, der frühzeitig ausgeben werde, um Notsituationen zu vermeiden, sei vier- bis fünfmal so wirksam wie Geld zum Zeitpunkt einer akuten Hungersnot.[12] Bundeskanzlerin Angela Merkel hat als Präsidentin des Weltgipfels die Stärkung von Frauen (W20), sowie zusammen mit der Bundesregierung den Kontinent Afrika insgesamt als wichtige Themen für die am Gipfel Teilnehmenden gesetzt.

Sicherheitsmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versammlungsverbots-Zonen der Hamburger Polizei während des Gipfels

Die im Februar 2016 von Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete Entscheidung, den G20-Gipfel in Hamburg abzuhalten, rief Irritationen hervor. Beobachter wiesen darauf hin, dass polizeiliche Taktiken des Summit policing in der Regel aus Sicherheitsgründen die Austragung an möglichst abgelegenen Orten vorsehen.[13] Die als Tagungsort ausgewählten Messehallen liegen wenige hundert Meter entfernt vom Hamburger Schanzenviertel mit der Roten Flora. Die Auswahl wird von hochrangigen Sicherheitsbeamten daher als „ungünstiger Ort“ betrachtet [14].

Anwohner befürchten starke Einschränkungen durch die Sicherheitsmaßnahmen. Bei einem Informationsabend der Stadt und des Bezirks Hamburg-Mitte zu dem geplanten Sicherheitskonzept Anfang September 2016 kam es zu Tumulten.[15] Unter der Leitung von Hartmut Dudde sollen mindestens 15.000[16] Polizisten, darunter auch Spezialeinsatzkommandos wie etwa die GSG 9 der Bundespolizei, eingesetzt werden.[13]

Das am 8. und 9. Dezember 2016 in der Hamburg Messe stattfindende Treffen des Ministerrats der OSZE galt hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen und Gegenproteste als „Generalprobe“ für den G20-Gipfel.[17] Die Polizei errichtete in Hamburg eine neue Gefangenensammelstelle für 400 Menschen inklusive angeschlossenem Schnellgericht mit neun Haftrichtern. Das ehemalige Frauengefängnis Hahnöfersand wurde zu einem Untersuchungsgefängnis für 100 Gefangene umgebaut, da das bestehende Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis nach Einschätzung der Polizei zu nah an der Sicherheitszone gelegen sei.[18]

Bundesinnenminister Thomas de Maizière verfügte Personenkontrollen an den Schengen-Binnengrenzen um die Einreise von Gewalttätern zu verhindern.[19]

Mit einer am 9. Juni 2017 veröffentlichten Allgemeinverfügung untersagte die Hamburger Polizei für den 7. und 8. Juli alle öffentlichen Versammlungen jeder Art in einer Verbotszone, die sich von der Hamburger Landesgrenze bis in die Innenstadt erstreckt und 23 Stadtteile betrifft. Für den Nachmittag und Abend des 7. Juli verbot die Polizei zusätzlich alle Versammlungen in einer weiteren Zone bis zur Elbe.[20] Gegen diese Allgemeinverfügung wurden Rechtsmittel eingelegt.

Im konkreten Fall einer Versammlung im Hamburger Stadtpark, inmitten der Verbotszone, entschied das Verwaltungsgericht Hamburg am 20. Juni 2017, dass die polizeiliche Allgemeinverfügung den „(verfassungs-)rechtlichen Anforderungen“ nicht entspreche. Es hob das Versammlungsverbot für den Bereich der geplanten Versammlung auf.[21]

Auswirkungen auf das städtische Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld des Gipfels wird vielfach angenommen, dass es durch polizeiliche Maßnahmen und Demonstrationen zu starken Störungen im Hamburger Straßennetz kommen wird. So plant die Polizei, eine größere Zahl an Staatsgästen ohne Halt vom Flughafen in die Innenstadt und zwischen den Veranstaltungsorten zu eskortieren. Um Stillstände der Kolonnen zu verhindern, will sie die Straßen entlang der Route die entsprechende Zeit für den Stadtverkehr sperren. Ihre Beamten übten solche Manöver in den Wochen vor dem Gipfel an mehreren Tagen außerhalb der Hauptverkehrszeiten und verursachten dadurch Staus. Im öffentlichen Busverkehr kam es so im Übungsgebiet zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten.[22] Für die Zeit des Gipfels wird der Busbetrieb wegen des erwarteten Verkehrsstillstands im Innenstadtbereich erheblich eingeschränkt. 22 Buslinien werden im Innenstadtbereich verkürzt oder „gebrochen“. Die zentrale Innenstadt wird durch Shuttlebusse bedient, die die regulären Linienwege der verkürzten und „gebrochenen“ Linien ersetzen und Umstiege zu den temporären Endhaltestellen bieten. Dadurch soll vermieden werden, dass sich Verspätungen, die möglicherweise durch die jeweiligen Linien im Innenstadtbereich aufgebaut werden, auf das Gesamtnetz übertragen.[23]

Der ADAC geht für die Gipfeltage in Hamburg von einem „völligen Verkehrskollaps“ aus.[24] Die Pannenhilfe des Autoclubs sei daher in dieser Zeit nur eingeschränkt verfügbar. Der Hermes-Versandservice kündigte Einschränkungen beim Paketversand rund um die Gipfeltage an.[25]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenige Meter vom Tagungsort entfernt führt mit der Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn eine der am stärksten belasteten Personenverkehrs-Strecken der Deutschen Bahn mit S-Bahn, Regional- und Fernverkehr entlang. Hier kommt es durch polizeiliche Anordnungen zu deutlichen Einschränkungen. So dürfen Regionalzüge aus dem Norden, der Mitte und dem Westen Schleswig-Holsteins während des Gipfels nicht zum Hamburger Hauptbahnhof fahren. Die Züge werden zum Bahnhof Hamburg-Altona umgeleitet. Ihre Fahrgäste müssen dort zur Weiterfahrt in die Innenstadt in die S-Bahn umsteigen.[26]

U- und S-Bahnen sollen während des Gipfels ohne Einschränkungen bedient werden. Der HVV rechnet lediglich mit kurzfristigen Sperrungen der Bahnsteige an den besonders nah am Veranstaltungsort gelegenen Haltestellen U-Messehallen und S-Sternschanze. Aufgrund möglicher Verspätungen im Flugverkehr sollen darüber hinaus einige zusätzliche Fahrten zum S-Airport erfolgen.[23]

Gegenproteste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den 3. und 4. Dezember 2016 hatten der AStA der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, das Recht auf Stadt-Netzwerk, die Interventionistische Linke, der Verband der Studierenden aus Kurdistan und weitere Gruppen zu einer Aktionskonferenz nach Hamburg geladen, um eine „Choreografie des Protests“ zu erarbeiten und einen „Dreiklang aus einem Gegengipfel, einer Großdemonstration und dezentralen Aktionen“ herzustellen.[27] An einer weiteren Aktionskonferenz Anfang April 2017 beteiligten sich mehr als 800 Menschen.[28] Unter dem Motto „Gemeinsam statt G20“ sammelte ein Zusammenschluss von bisher elf Organisationen, darunter die Studierendenvertreter der großen Hamburger Hochschulen und die Hamburger Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Unterschriften, um den Gipfel durch einen Volksentscheid zu verhindern.[29][30] Bis zum 2. Juni 2017 waren gut 14.500 Unterschriften zusammengekommen.[31] Der Erlös einer Aktion „Soli-Mexikaner gegen Trump“ von weltweit über 140 Bars, unter anderem in Thailand, Malta und Mexiko kommt dem Protest gegen den G20-Gipfel in Hamburg zugute.[32] Das Miniatur Wunderland lud in seinen Räumen zur kleinsten Demonstration der Welt.[33] Gefälschte Werbeaushänge des Hamburger Verkehrsverbundes in Hamburgs Innenstadt wiesen darauf hin, dass während des Gipfels der Nahverkehr kostenlos sein solle.[34]

Linke Gruppen und Verbände, unter ihnen Attac, DIDF, Interventionistische Linke, und NAV-DEM haben sich im Bündnis gegen das G20-Treffen in Hamburg zusammengeschlossen und meldeten im November 2016 eine Demonstration unter dem Motto „G20 – not welcome“ für den 8. Juli 2017 vom Bahnhof Hamburg Dammtor über mehrere Routen durch die Innenstadt zum Heiligengeistfeld unweit der Hamburg Messe an.[35] Blockupy will  sich außerhalb des Bündnisses an Protesten beteiligen.[36] Die Polizei erwartet 100.000 Gegendemonstranten, von denen sich bis zu 10.000 zu einem Schwarzen Block formieren könnten.[37] Für den Vorabend des Gipfels ist eine internationale antikapitalistische Demonstration unter dem Motto „G 20 – Welcome to Hell“ angemeldet, bei der die Polizei 7.500 Teilnehmer erwartet. Während des Gipfels wollen Aktivisten „die Rote Zone dicht machen“ und haben Aktionen gegen den Hamburger Hafen angekündigt.[38] No-G20-Bündnisse aus Stuttgart und der Schweiz haben einen Sonderzug aus 12 Wagons zur Anreise organisiert.[39] Im Hamburger Stadtgebiet sind zwei Camps für den Zeitraum des Gipfels für jeweils bis zu 10.000 Personen geplant: eines im Hamburger Stadtpark[40] und eines im Altonaer Volkspark[41]. Versuche der Hamburger Polizei das im Stadtpark, der innerhalb der Versammlungsverbotszone liegt, angemeldete Camp zu verbieten, scheiterten vor den Gerichten.[42]

Im Vorhinein kam es auch zu einigen Sachbeschädigungen; Ende November 2016 verübte eine Gruppe von 30 bis 50 Personen einen Farb- und Brandanschlag auf den Tagungsort, die Hamburg Messe.[43] Im März 2017 zerstörten Unbekannte durch Brandanschläge mehrere Einsatzfahrzeuge der Hamburger Polizei, einen PKW der Gewerkschaft der Polizei, und ein Wagen zum Schutz von Bürgermeister Olaf Scholz brannte.[44] In Bekennerschreiben wurden Bezüge zum bevorstehenden G20-Gipfel hergestellt.[45][46] Die Werbeagentur Scholz & Friends wurde angegriffen, weil sie das Logo für den G20-Gipfel entworfen hatte.[47] In Berlin, Austragungsort des Y20-Jugendgipfels, kam es im Juni zu Sachbeschädigungen als in den Rasen des Körnerparks durch Verätzen die Parole „G20 to hell“ geschrieben[48] und das Haus der Deutschen Wirtschaft mit Farbe und Steinen beworfen wurde.[49] In Bremen wurden bis zum 6. Juni 2017 fünf Vorfälle bekannt.[50] Am 18. April 2017 verübte eine Gruppe militanter Linksaktivisten einen Brandanschlag auf eine Filiale des Bremer Jobcenters im Stadtteil Neustadt.[51] Am 1. Juni 2017 zündeten Unbekannte eine Zivilstreife in der Bremer Altstadt an.[50] Am 18. Juni 2017 gab es Brandanschläge auf 12 Streckenabschnitte und Signalanlagen der Deutschen Bahn um Leipzig, Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund und Bad Bevensen. Eine Gruppe „Shutdown G20 – Hamburg vom Netz nehmen!“ bekannte sich dazu.[52]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: G20-Gipfel in Hamburg 2017 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. G20-Gipfel 2017 findet am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt. In: hamburg.de. 8. Juli 2017, abgerufen am 30. November 2016.
  2. Häufige Fragen zu G20 in Hamburg. In: hamburg.de. 7. Juli 2017, abgerufen am 30. November 2016.
  3. Markus Klemm: Was Hamburg zum G20-Gipfel erwartet. In: shz.de, 30. März 2017
  4. G20-Gipfel: Elbphilharmonie wird Hochsicherheitszone. In: abendblatt.de. 19. April 2017, abgerufen am 11. Juni 2017.
  5. a b TEILNEHMER DES G20-GIPFELS AM 7./8. JULI. Abgerufen am 10. Juni 2017.
  6. a b c d e Das Planetensystem der G20: die Beteiligungsgruppen. Heinrich Böll Stiftung, Dezember 2016
  7. Die deutsche B20-Präsidentschaft. BDI
  8. G20. VENRO
  9. G20 Policy Research Group & T20. Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
  10. G20 Germany 2017. In: g20.org. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 12. Dezember 2016, abgerufen am 14. Dezember 2016 (PDF; 2,9 MB).
  11. G20-Gipfel der Jungunternehmer in Berlin. In: Tagesschau.de. 15. Juni 2017, abgerufen am 16. Juni 2017 (Video).
  12. Stefan Sauer: Je früher die Hilfe, umso wirksamer. In: fr.de. 17. Mai 2017, abgerufen am 18. Mai 2017 (deutsch).
  13. a b Sicherheit: G-20-Gipfel in Hamburg stellt alles in den Schatten. In: welt.de. 22. August 2016, abgerufen am 30. November 2016.
  14. "In Flammen". In: Der Spiegel 25/2017, S. 15ff
  15. G20- und OSZE-Treffen in Hamburg: Tumulte bei Info-Veranstaltung. In: welt.de. 2. September 2016, abgerufen am 30. November 2016.
  16. [1] Abgerufen am 4. Mai 2017.
  17. dpa: G20-Gipfel in Hamburg: „Es kracht schneller als gedacht“ – Schanzen-Bewohner vor OSZE-Treffen besorgt. In: shz.de. 29. November 2016, abgerufen am 30. November 2016.
  18. Kai von Appen: G-20 Vorbereitungen in Hamburg: Polizei baut Mega-Knast. In: taz.de. 3. März 2017, abgerufen am 28. März 2017.
  19. Anweisung von de Maizière: Deutschland führt zum G20-Gipfel Grenzkontrollen ein. In: Spiegel Online. 17. Mai 2017, abgerufen am 10. Juni 2017.
  20. Allgemeinverfügung der Polizei Hamburg vom 1. Juni 2017, veröffentlicht im Amtlichen Anzeiger der Freien und Hansestadt Hamburg vom 9. Juni 2017
  21. Beschluss des VG Hamburg vom 20. Juni 2017, 19 E 6258/17, http://justiz.hamburg.de/contentblob/9008588/18b56af27cf57202cce23f1ee33f1995/data/19-e-6258-17-beschluss-vom-20-06-2017.pdf
  22. HVV-Störungsmeldungen Twitter (mit Screenshot der Verspätungsanzeige) am 14. Juni 2017.
  23. a b Verkehrskonzept im HVV für den G20-Gipfel. Hamburger Verkehrsverbund, 23. Juni 2017, abgerufen am 23. Juni 2017.
  24. 21. Juni 2017 12:48 Uhr: ADAC zu G20-Gipfel: Hamburg droht völliger Verkehrskollaps. In: hamburg.de. 21. Juni 2017, abgerufen am 22. Juni 2017.
  25. Hermes kündigt Einschränkungen rund um G20-Gipfel an. In: welt.de. 20. Juni 2017, abgerufen am 22. Juni 2017.
  26. Roman Berlin: G20-GIPFEL: DIESE EINSCHRÄNKUNGEN GIBT ES IM HVV. NAHVERKEHR AKTUELL HAMBURG, 23. Juni 2017, abgerufen am 23. Juni 2017.
  27. Katharina Schipkowski: Koalition der Gipfelgegner. In: Die Tageszeitung. 26. November 2016, abgerufen am 26. November 2016.
  28. Mike Schlink: Partys, Picknick und Krawall: Der Protest-Plan der Gipfel-Gegner. In: mopo.de. 10. April 2017, abgerufen am 10. April 2017.
  29. dpa: Bündnis von Hamburger Studierenden: G20-Gipfel verhindern. In: abendblatt.de. 31. März 2017, abgerufen am 31. März 2017.
  30. News. In: gemeinsam-statt-g20.de. Abgerufen am 31. März 2017.
  31. Lukas Schepers: Studentischer Protest: 14.500 Unterschriften gegen G20. In: FINK.HAMBURG. 2. Juni 2017 (fink.hamburg [abgerufen am 2. Juni 2017]).
  32. Hamburger Abendblatt: Flüssiger Protest: Mit Tomatenschnaps gegen Trump. 3. März 2017 (abendblatt.de [abgerufen am 3. März 2017]).
  33. Miniatur Wunderland Hamburg GmbH: Ihr Wunsch für eine bessere Welt. Abgerufen am 20. Juni 2017.
  34. Hamburger Abendblatt: Falsche Plakate versprechen HVV zum Nulltarif während G20. 19. Juni 2017 (abendblatt.de [abgerufen am 19. Juni 2017]).
  35. dpa: 8. Juli 2017: Große Demo gegen G20-Gipfel in Hamburg geplant. In: shz.de. 17. November 2016, abgerufen am 17. November 2016.
  36. Blockupy – für ein ungehorsames Mosaik Blockupy.org, Erklärungen, 16. November 2016
  37. Thomas Hirschbiegel: G20-Gipfel in Hamburg: Polizei rechnet mit 100.000 Gegendemonstranten. In: mopo.de. 21. Dezember 2016, abgerufen am 21. Dezember 2016.
  38. Kai von Appen: Vor dem G-20-Gipfel in Hamburg: Vier heiße Tage im Juli. In: Die Tageszeitung. 7. April 2017, abgerufen am 7. April 2017.
  39. Sonderzug zum G20 Gipfel 2017. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  40. Antikapitalistisches Camp zum G20-Gipfel . 30. Juni bis 9. Juli, abgerufen am 22. Juni 2017
  41. G20 Camp - Wir nehmen uns die Stadt, abgerufen am 21. Juni 2017
  42. G20 in Hamburg: Gericht genehmigt Protestcamp im Stadtpark. In: Spiegel Online. Abgerufen am 22. Juni 2017.
  43. Kai von Appen: Anschlag auf Hamburger Messehallen: Baldiger OSZE-Tagungsort brennt. In: Die Tageszeitung. 28. November 2016, abgerufen am 28. November 2016.
  44. Hamburger Abendblatt: Linksextreme bekennen sich zu Brandanschlägen. (abendblatt.de [abgerufen am 18. Juni 2017]).
  45. Kai von Appen: Anschlag auf Polizeiwagen: G20-Gipfel: Die heiße Phase beginnt. In: Die Tageszeitung. 27. März 2017, abgerufen am 27. März 2017.
  46. Polizei: Bekennerschreiben von G20-Gegnern zu Brandanschlag. In: Die Zeit. 27. März 2017, abgerufen am 27. März 2017.
  47. Hamburger Abendblatt - Hamburg: Vor G20-Gipfel: Farbangriff auf Werbeagentur Scholz & Friends. 7. April 2017 (abendblatt.de [abgerufen am 7. April 2017]).
  48. Linke erinnern mit Kundgebung an Benno Ohnesorg. In: Berliner Morgenpost. 2. Juni 2017, abgerufen am 2. Juni 2017.
  49. Angriff auf das Haus der Deutschen Wirtschaft – Gegen den Gipfel der G20 YEA. In: Indymedia. 1. Juni 2017, abgerufen am 2. Juni 2017.
  50. a b Bekennerschreiben zu Brandanschlag. In: Bremer Weser-Kurier. 6. Juni 2017, abgerufen am 7. Juni 2017.
  51. Brandanschlag auf Jobcenter in Bremen. In: Bremer Weser-Kurier. 18. April 2017, abgerufen am 2. Juni 2017.
  52. Matthias Puppe Brandanschläge auf Bahnstrecken – Bekennerschreiben zum G20-Gipfel Indymedia, 19.06.2017