Glock 17

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von GLOCK 17)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Glock 17
Glock 17.JPG
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: Glock 17
Militärische Bezeichnung: Pistole 80 (P 80)[1]
Entwickler/Hersteller: Gaston Glock/Glock Ges.m.b.H.
Herstellerland: OsterreichÖsterreich Österreich
Produktionszeit: seit 1980
Modellvarianten: 17, 17C, 17L
Waffenkategorie: Selbstladepistole
Ausstattung
Gesamtlänge: 186 mm
Gesamthöhe: 138 mm
Gesamtbreite: 30 mm
Gewicht: (ungeladen) 0,625 kg
Visierlänge: 165 mm
Lauflänge: 114 mm
Technische Daten
Kaliber: 9 × 19 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 17 / 19 / 33 Patronen
Munitionszufuhr: Magazin
Feuerarten: Halbautomatik
Anzahl Züge: 6 Züge, hexagonal
Drall: Rechts 250 mm
Visier: Kimme und Korn
Verschluss: Browning-Petter-System
Ladeprinzip: Rückstoßlader
Listen zum Thema

Die Glock 17 ist eine Selbstladepistole im Kaliber 9 × 19 mm, die von der österreichischen Glock GmbH hergestellt wird. Sie gehört zu den Glock-Pistolen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glock 17 besteht zu 40 % aus Kunststoff, wodurch die Waffe sehr leicht ist. Lauf und Verschluss sind aus Metall gefertigt. Insgesamt besteht die Glock 17 aus nur 33 Teilen. Das erleichtert die Wartung der Waffe und macht sie bei Sicherheitsbediensteten und Armeeangehörigen sehr beliebt. Unter anderem wird die Glock 17 auch bei deutschen Spezialeinheiten, wie z. B. der GSG 9 oder den SEKs in verschiedenen (deutschen) Bundesländern eingesetzt. Die Pistole besitzt ein sogenanntes Safe-Action-Abzugsystem. Das heißt, nach dem Fertigladen ist die Waffe stets teilgespannt. Bei dieser Waffe handelt es sich um eine hahnlose Pistole, das heißt, der Schlagbolzen wird direkt gespannt. Die Munitionskapazität beträgt je nach Magazin 17, 19 oder 33 Patronen.[2]

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt die Glock 17 auch – so wie andere Glockmodelle – als Glock 17C (Compensator). Der Kompensator ist integraler Bestandteil der Waffenkonstruktion. Durch die in den Lauf erodierten Kompensatorbohrungen und den Fortsatz dieser Bohrungen durch den Schlitten wird ein Teil der sich bei der Schussabgabe ausdehnenden Gase nach oben abgeleitet, was das Hochschlagen der Waffe als Teil des Rückstoßes vermindert. Der Nachteil der Kompensatorkonstruktionen ist, dass durch das zum Teil nach oben geleitete Mündungsfeuer – besonders in Nachtsituationen – der Schütze geblendet werden kann und somit die Verwendung durch Militär, Polizei etc. nur eingeschränkt möglich ist.

Nutzerstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde 1983 beim österreichischen Bundesheer unter der Bezeichnung Pistole 80 eingeführt. Bei der Deutschen Marine wurde die Pistole als P9 eingeführt. Dabei bekam die 3. Generation den Namen P9M und die 4. Generation P9A1.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chris McNab: Handfeuerwaffen des 20. und 21. Jahrhunderts. Pistolen, Revolver, Gewehre, Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Granatwaffen. Kaiserverlag, Klagenfurt 2007, ISBN 978-3-7043-1440-6, (Wissenswertes – Sport, Technik).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glock – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. P 80 auf der Website des Bundesheeres
  2. Glock Magazines Compatibility
  3. P9A1 auf spartanat.com