Springer Gabler

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Springer Gabler (vormals Gabler Verlag)[1] ist ein deutscher Wissenschaftsverlag, der sich auf den Themenbereich Wirtschaft konzentriert. Er ist in Wiesbaden ansässig und wurde dort 1929 als Betriebswirtschaftlicher Verlag Doktor Theodor Gabler gegründet.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm besteht aus den Themen Management, Marketing + Sales, Finanzdienstleistungen, Controlling + Steuern. Dabei beinhaltet das Portfolio gedruckte Bücher und E-Books, Zeitschriften wie das Versicherungsmagazin, Online-Angebote und Veranstaltungen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1929 wurde das Unternehmen vom Verleger Reinhold Sellien in Zusammenwirkung mit Theodor Gabler als Betriebswirtschaftlicher Verlag Doktor Theodor Gabler gegründet. 1972 wurde der Gabler Verlag zum Teil und 1978 völlig vom Bertelsmann Verlag übernommen.[2] Bertelsmann veräußerte 2003 Bertelsmann-Springer, das aus dem den Gabler Verlag und dem Springer Verlag (1999 von Bertelsmann erworben) sowie weitere Fachverlagen bestand, an die Risiko-Kapital-Unternehmen Cinven und Candover.[3][4][5] 2009 reichten Cinven und Candover die von Bertelsmann übernommenen Fachverlage Springer Science + Business, die unter anderem den Springer Verlag und Gabler Verlag umfassten, für einen Kaufpreis von 2,3 Mrd. Euro inklusive Schulden an den schwedischen Finanzinvestor EQT und den Singapurer Staatsfond GIC weiter.[6][7]

Im Jahr 2012 ist Springer Gabler aus dem Gabler Verlag sowie dem deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Programm des Springer-Verlags entstanden und ist Teil der Verlagsgruppe Springer Science+Business Media.[8]

2013 wurde Springer Gabler als Teil von Springer Science + Business an den Finanzinvestor BC Partners veräußert.[9]

2015 fusionierte die Verlagsmutter Springer Science+Business Media mit der Nature Publishing Group zu Springer Nature.[10]

Gabler Wirtschaftslexikon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Publikationen des Verlags gehört das Gabler Wirtschaftslexikon, dessen 1. Auflage 1956 veröffentlicht wurde und das seit Mitte 2009 auch in einer Onlineversion verfügbar ist.[11]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag publiziert hauptsächlich Dissertationen und Habilitationen. Neben einem Modell, bei dem der Autor wie in dieser Sparte gebräuchlich einen Zuschuss leisten muss, bietet Springer Gabler die kostenfreie Veröffentlichung an. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft des Autors, das Werk unter der Open-Access-Lizenz CC BY 4.0 zu veröffentlichen.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Springer und Gabler
  2. Sellien, Reinhold, in Deutsche Biographische Enzyklopädie, Schlumberger - Thiersch, 2011, S. 394
  3. Bertelsmann verkauft Fachverlage, nzz.ch, 14. Mai 2003
  4. Verlage: Der neue Springer , faz.net, 13. Mai 2003
  5. Bertelsmann verkauft Bertelsmann-Springer an Cinven und Candover, horizont.net, 13. Mai 2003
  6. Hans-Peter Siebenhaar, Hans Nagl: Verlagverkauf: Finanzinvestor EQT übernimmt Springer Science, handelsblatt.com, 14. Dezember 2009
  7. Jetzt offiziell: Springer Science+Business Media an EQT und GIC verkauft, buchmarkt.de, 11. Dezember 2009
  8. Springer Gabler (ehemals Dr. Th. Gabler GmbH Betriebswirtschaftlicher Verlag), bildungsserver.de
  9. Übernahme: Springer Science wird doch verkauft, faz.net, 18. Juni 2013
  10. Klaus Max Smolka: Springer Science: Ein neuer Verlag mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz, faz.net, 15. Januar 2015
  11. Wirtschaftslexikon Gabler
  12. Thomas Semmler: Mit Vorsicht zu genießen: Springer Gabler wirbt um Fachpublikationen. In: cafm-news.de. Cafm News, 28. Oktober 2017, abgerufen am 14. Oktober 2022.