Gablingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gablingen
Gablingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gablingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 27′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Höhe: 455 m ü. NHN
Fläche: 26,7 km2
Einwohner: 4492 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86456
Vorwahl: 08230
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 145
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
86456 Gablingen
Webpräsenz: www.gablingen.de
Bürgermeister: Karl Hörmann (Christlich Soziale Mitte)
Lage der Gemeinde Gablingen im Landkreis Augsburg
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Über dieses Bild

Gablingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Schloss und Kirche prägen das Gablinger Ortsbild.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gablingen liegt etwa zehn Kilometer nordwestlich von Augsburg am Rande des Naturparks Augsburg – Westliche Wälder. Am östlichen Ortsrand fließt die Schmutter. Am östlichsten Rand des Gemeindegebietes befindet sich der Militärflugplatz Gersthofen-Gablingen, auf dem sich die Abhöranlage Gablingen und die Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen befindet.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Gablingen gehören neben Gablingen selbst die Ortsteile Gablingen-Siedlung, Gablingen-Am Flugplatz, Holzhausen, Lützelburg und Muttershofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Gründungszeit wird das fünfte Jahrhundert angeführt.[2]

Der Pfarrhof Gablingen wurde erstmals im Jahr 1144 urkundlich erwähnt. Damals lag es im Herzogtum Schwaben. Von 1527 bis 1806 war die Gemeinde im Besitz der Familie Fugger, dann kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des Bahnhofes wurde 1940 eine Siedlung für Bedienstete des Fliegerhorstes errichtet und zwischen 1952 und 1962 durch Neubauten von Heimatvertriebenen erheblich vergrößert.[3] 

Außenlager des KZ Dachau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1944 befand sich hier ein Außenlager des KZ Dachau.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lützelburg eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im 16-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2014):

  • CSU: 5 Sitze
  • Christlich Soziale Mitte: 4 Sitze
  • SPD/Bürgerunion: 3 Sitze
  • Lützelburger Liste: 2 Sitze
  • Junge Bürger Gablingen: 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Hörmann ist seit 2008 Bürgermeister von Gablingen. Langjähriger Altbürgermeister war Pius Kaiser senior von 1978 bis 2008.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Blau und Gold; vorne auf einem grünen, mit silbernem Querfluss belegten Dreiberg ein silbernes Schloss mit hohem Giebel und rot gedecktem Turm, hinten eine blaue Lilie.

Verkehr und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gablingen hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg. Dieser liegt ca. 1,5–2 Kilometer von Gablingen entfernt im Ortsteil Gablingen Siedlung. Von dort gibt es eine Busverbindung in den Ort selbst.

Linde AG Linde Gas Gablingen[5] größter Arbeitgeber

STAUB & CO. – SILBERMANN Chemie GmbH, Niederlassung Gablingen[6]

Federspiel Maschinenbau GmbH[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gablingen gibt es ein Archäologisches Museum, das Funde aus der Gegend beherbergt. Es werden Objekte von der Steinzeit bis zum Mittelalter ausgestellt. Daneben wird über die Entwicklung mittelalterlicher Burgen im Augsburger Landkreis informiert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bedeutend ist die barocke Pfarrkirche St. Martin von 1734 bis 1738 als Stiftung der Fugger. Kirchturm und Chor der Gablinger Kirche stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Zwei Fugger'sche Allianzwappen findet man an den beiden Altären in den Querarmen der Kirche.
  • Schloss Gablingen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gablingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Gablingen - Kurzinformation und Geschichte. Abgerufen am 1. Oktober 2017.
  3. Gemeinde Gablingen - Kurzinformation und Geschichte. Abgerufen am 1. Oktober 2017.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767.
  5. Allgemeine Standortinformationen - Linde Gas Gablingen. Abgerufen am 14. Oktober 2017.
  6. Standorte < STAUB & CO. - SILBERMANN. Abgerufen am 14. Oktober 2017 (englisch).
  7. Federspiel Maschinenbau GmbH. Abgerufen am 14. Oktober 2017.
  8. Augsburger Allgemeine: Die Abhöranlage von Gablingen gibt Rätsel auf. In: Augsburger Allgemeine. (augsburger-allgemeine.de [abgerufen am 14. Oktober 2017]).