Gabriel Laub

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Gabriel Laub (* 24. Oktober 1928 in Bochnia, Polen; † 3. Februar 1998 in Hamburg) war ein mehrsprachiger (polnisch, russisch, tschechisch und deutsch)[1] Journalist, Satiriker und Aphoristiker polnisch-jüdischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gabriel Laub mit Rosemarie Fiedler-Winter von der Hamburger Autorenvereinigung

Laub wuchs bei Krakau auf und floh mit seinen Eltern 1939 wegen der jüdischen Herkunft der Familie vor den Deutschen in die Sowjetunion, wo die Familie nach Usbekistan deportiert und interniert wurde. 1946 studierte er Journalistik in Prag und arbeitete dort bis 1968 als Redakteur und Schriftsteller. 1967 veröffentlichte er seinen ersten Sammelband mit Aphorismen und kurzen Erzählungen.[2] Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings floh er nach Hamburg. Dort erschienen seine Aphorismensammlungen in deutscher Sprache.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 1971 den Kurzgeschichtenpreis der Stadt Arnsberg sowie 1991 den Irmgard-Heilmann-Preis. Gabriel Laub wurde in Israel neben dem Grab seiner Eltern beigesetzt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zkušenosti. (dt. „Erfahrungen“) 1967.
  • Verärgerte Logik. 1969
  • Enthüllung des nackten Kaisers. Satire in Begriffen. 1970.
  • Ur-Laub zum Denken. Satire in Begriffen. 1972.
  • Doppelfinten. 1975.
  • Erlaubte Freiheiten. 1975.
  • Denken erlaubt. 1977.
  • Alle Macht den Spionen. 1978.
  • Das Recht, recht zu haben. 1982.
  • Der Aufstand der Dicken. 1983.
  • Gespräche mit dem Vogel. 1984.
  • Denken verdirbt den Charakter. 1984.
  • Mein lieber Mensch. 1987.
  • Unordnung ist das ganze Leben. 1992.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeit-Nachruf. Die Zeit. Februar 1998. Abgerufen am 9. März 2011.
  2. Bücher Wiki. Jokers. 5. Januar 2011. Abgerufen am 9. März 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Wikiquote: Gabriel Laub – Zitate