Gabriel Ríos

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Gabriel Ríos (2006)

Gabriel Ríos (* 16. August 1978 in San Juan) ist ein puerto-ricanischer Musiker, der vor allem in Belgien erfolgreich ist.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gabriel Riós wuchs in der Hauptstadt seines Heimatlandes Puerto Rico auf. Er sang als Kind im Kirchenchor, spielte später in einer Beatles-Coverband und versuchte sich in weiteren Stilrichtungen. Wegen einer belgischen Freundin zog er 1996 nach Gent und begann dort ein Kunststudium. Daneben betätigte er sich auch in verschiedenen einheimischen Bands wie den Nothing Bastards und L. Santo und machte sich schließlich als Musiker selbstständig.

Sein Debütalbum Ghostboy veröffentlichte Ríos Anfang 2004. Produziert wurde es von Jo Bogaert, ehemals Mitglied von Technotronic. Musikalisch mischt er darin Rock und Hip-Hop mit puerto-ricanischen Musikstilen wie Bomba und Plena. Anfänglich stieg das Album in die Top 20 im niederländischsprachigen Teil Belgiens und entwickelte sich zu einem der langlebigsten Alben in den Charts.[1] Über zwei Jahre verbrachte das Album insgesamt in den Top 100 und erreichte im Juli 2005 mit Platz 6 seine Höchstposition. Kurz zuvor war es auch in den Niederlanden veröffentlicht worden und stieg auch dort in die Charts ein. Ein Lied des Albums, Broad Daylight, war außerdem im Film 06/05 (deutscher Titel Der sechste Mai) des ermordeten Regisseurs Theo van Gogh verwendet worden. Nach der Ausstrahlung Anfang 2006 erreichte die Single Platz 11 der Nederlandse Top 40 und auch das Album stieg noch einmal bis auf Platz 24.

Ende 2006 nahm der Puerto-Ricaner zusammen mit dem Belgier Flip Kowlier und dem Amerikaner Michael Franti den Song What's This? auf und hatte damit auch in den belgischen Singlecharts seinen ersten Top-Ten-Hit. Es folgte das zweite Studioalbum Angelhead, das im April 2007 Platz 2 erreichte und wieder über ein Jahr in den Charts blieb.

Nach einer längeren Pause meldete sich Gabriel Ríos Anfang 2010 wieder zurück. Zusammen mit Natalia Druyts nahm er den Klassiker Hallelujah von Leonard Cohen auf. Die Benefizsingle für die Opfer des Erdbebens in Haiti im Januar war ein Nummer-eins-Hit für das Duo. Das dritte Album The Dangerous Return, das Ende des Jahres folgte und auf dem er mit dem Jazzpianisten Jef Neve zusammenarbeitete, konnte allerdings nicht an die Erfolge von Rios’ ersten beiden Werken heranreichen.

Danach folgte erneut eine längere Zeit ohne Veröffentlichungen, bevor im Oktober 2013 der Song Gold erschien. Er erreichte Platz 4 der flämischen Charts und war mit 19 Chartwochen die bis dahin erfolgreichste Single von Rios. Insbesondere durch einen Remix des australischen Tropical-House-DJs Thomas Jack wurde das Lied im Jahr darauf auch über den niederländischsprachigen Raum hinaus bekannt und kam in Norwegen im Herbst 2014 auf Platz eins.[2] Das zugehörige Album This Marauder’s Midnight stieg auf Platz eins der belgischen Charts ein.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
BEF BEW NL
2004 Ghostboy 6
(118 Wo.)
24
(34 Wo.)
in NL erst im Mai 2005 in den Charts
2005 En vivo 27
(26 Wo.)
40
(13 Wo.)
Livealbum
2007 Angelhead 2
(55 Wo.)
97
(1 Wo.)
34
(11 Wo.)
2010 The Dangerous Return 9
(19 Wo.)
2011 Two Compilations 78
(15 Wo.)
Doppel-CD, Kompilation
2014 This Marauder’s Midnight 1
(… Wo.)
56
(… Wo.)
95
(… Wo.)
in NL erst im Dezember 2015 in den Charts

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
BEF BEW NL
2006 Broad Daylight
Ghostboy
11
(10 Wo.)
Film: Der sechste Mai
2006 What’s This? 5
(4 Wo.)
Franti, Rios & Kowlier
2007 Angelhead / Porque te vas
Angelhead
15
(14 Wo.)
2007 Baby Lone Star
Angelhead
41
(4 Wo.)
2010 Hallelujah 1
(14 Wo.)
6
(5 Wo.)
mit Natalia; Original: Leonard Cohen
Benefizsingle
2010 Dauphine
The Dangerous Return
16
(11 Wo.)
2013 Gold
This Marauder’s Midnight
4
(20 Wo.)
40
(1 Wo.)
Platz eins in Norwegen

Weitere Songs:

  • Unrock (2005)
  • I’m Gonna Die Tonight (2007)
  • Stay / Voodoo Chile (2008)
  • Straight Song (2011)
  • You Will Go Far (2011)
  • Tidal Wave (2011)
  • Gulliver (2011)
  • El ratón (2012)
  • Police Sounds (2014)
  • Song No. 7 (2014)
  • Skip the Intro (2014)
  • Swing Low (2014)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Top aller tijden - Albums, Ultratop, abgerufen am 2. November 2014
  2. Gabriel Rios – Gold, Twisted Male Mag, 23. November 2014
  3. a b Chartquellen: Belgien Flandern / Wallonie - Niederlande Singles / Alben

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]