Gachenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gachenbach
Gachenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gachenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Schrobenhausen
Höhe: 452 m ü. NHN
Fläche: 30,25 km2
Einwohner: 2392 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86565
Vorwahl: 08259
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 131
Adresse der Verbandsverwaltung: Herzoganger 1
86529 Schrobenhausen
Webpräsenz: www.gachenbach.de
Bürgermeister: Alfred Lengler jun. (CSU)
Lage der Gemeinde Gachenbach im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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Über dieses Bild

Gachenbach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gachenbach liegt in der Planungsregion Ingolstadt.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile sind Biberfarm, Birglbach, Etzlberg, Flammensbach, Gachenbach, Habertshausen, Hardt, Labersdorf, Maria Beinberg, Osterham, Peutenhausen, Ried, Sattelberg, Schmaushof, Spitalmühle, Weilach, Weng und Westerham, es existieren folgende Gemarkungen: Gachenbach, Peutenhausen, Sattelberg, Weilach.

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bedeutendste Fließgewässer der Gemeinde ist das Flüsschen Weilach, in das der Gachenbach mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gachenbach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schrobenhausen des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Obmannschaft.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 kam es zur Zusammenlegung der Gemeinden Gachenbach, Peutenhausen und Weilach (mit dem am 1. Januar 1971 eingegliederten Ort Sattelberg und den am 1. Juli 1972 aufgenommenen Gebietsteilen der aufgelösten Gemeinde Weilenbach)[2] zur Gemeinde Gachenbach.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1.624 Einwohner
  • 1970: 1.654 Einwohner
  • 1987: 1.839 Einwohner
  • 1991: 1.951 Einwohner
  • 1995: 2.145 Einwohner
  • 2000: 2.221 Einwohner
  • 2005: 2.330 Einwohner
  • 2010: 2.350 Einwohner
  • 2015: 2.392 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 insgesamt 1.383.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 367.000 €.

Bürgermeister seit 1978[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Alfred Lengler (CSU); er wurde bei der Kommunalwahl 2014 im Amt bestätigt.

  • Jakob Bitscher (CSU): 1978–2008
  • Alfred Lengler (CSU): seit 2008

Gemeinderat in der Wahlperiode 2014–2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 14 Sitzen entfallen (unverändert gegenüber der Wahlperiode 2008–2014) auf:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt „in Silber unter einer schwebenden blauen Krone einen hohen, kegelförmigen Berg, der im Fuß mit einem goldenen Wellenbalken belegt ist“.

Der kegelförmige Berg mit der darüber schwebenden Marienkrone bezieht sich auf die seit dem 16. Jahrhundert viel besuchte und weithin sichtbare Wallfahrtskirche Maria Beinberg, die der Mittelpunkt und das Wahrzeichen der 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Gachenbach, Peutenhausen und Weilach gebildeten Gemeinde Gachenbach ist. Der „gache“ (steile) Berg ergibt in Verbindung mit dem für das Grundwort „-bach“ stehenden Wellenbalken im Schildfuß ein vollständig für den Gemeindenamen Gachenbach redendes Bild. Die Farben Silber und Blau im Wappen erinnern an die über Jahrhunderte prägende Landesherrschaft des Hauses Wittelsbach, das auch als Grundherrschaft (Kastenamt Aichach) von Bedeutung war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenraum von St. Georg (Gachenbach)
  • Pfarrkirche St. Georg in Gachenbach

Die Pfarrkirche St. Georg in Gachenbach ist vermutlich die älteste Kirche im Raum Schrobenhausen. Errichtet im 12. Jahrhundert finden sich romanische Architekturmerkmale wieder. Es finden sich Wandgemälde aus dem 14. Jahrhundert und der Hochaltar ist mit Gemälden aus dem 15. Jahrhundert ausgestattet. Besonders beeindruckend ist die flache Holzdecke aus dem späten 17. Jahrhundert, die 1859 von Balthasar Kraft bemalt wurde. Es werden im Zentrum die heilige Maria, und um sie herum die vierzehn Nothelfer und zahlreiche Heilige und Kirchenväter dargestellt. Im Gegensatz zur prunkvollen Ausstattung der nahegelegenen Wallfahrtskirche Maria Beinberg, wirkt St. Georg in Gachenbach eher bescheiden und schlicht, jedoch ist die Ausstattung und die Architektur in der Schrobenhausener Gegend einzigartig.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche Maria Beinberg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 24, im produzierenden Gewerbe 160 und im Bereich Handel und Verkehr 56 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 19 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 759. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 102 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2504 ha, davon waren 1981 ha Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Ortsteilen Gachenbach und Peutenhausen verläuft die B 300 womit eine schnelle Anbindung an die Autobahnen 8 und 9 gegeben ist.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es in der Gemeinde einen Kindergarten mit 65 Plätzen, davon eine Integrationsgruppe mit 15 Plätzen, und eine Grundschule (Klassen 1–4) im Gemeindeteil Peutenhausen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet erscheinen div. Tageszeitungen, wie z. B. die Aichacher Zeitung, Neuburger Rundschau und Schrobenhausener Zeitung.[4]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehren: Die Gemeindeteile Gachenbach, Weilach und Peutenhausen verfügen jeweils über ein Feuerwehrfahrzeug. In Gachenbach ist das Fahrzeug LF 8/6 mit dem Rettungsspreizer und dem Atemschutz stationiert.

Fußball: Der Ortsteil Weilach beherbergt den Fußballverein TSV Weilach. Dieser besteht aus einer Fußballabteilung, einer Tennisabteilung, einer Stockschützenabteilung und einer Gymnastikabteilung.

Schützenvereine: Es gibt insgesamt drei Schützenvereine in der Gemeinde: Edelweiß Weilach, Hubertus Gachenbach und die Sportschützen aus Peutenhausen. Alle drei Vereine haben Luftgewehr- und Luftpistolen-Mannschaften.

Stockschützen: In den drei oben genannten Ortsteile gibt es jeweils einen Stockschützenclub.

Sonstige Vereine: Krieger- und Soldatenvereine, Skiclub Peutenhausen, Gartenbauverein Gachenbach, Schnupfclub Peutenhausen und Bauwägen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 567.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 602.
  4. schrobenhausen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gachenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien