Gaius Anicius Cerialis

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Gaius Anicius Cerialis war ein römischer Politiker und Senator des 1. Jahrhunderts.

Cerialis wurde im Jahr 40 zusammen mit seinen Stiefsohn Sextus Papinius, einem Betilienus Bassus, Quästor und Sohn eines Prokurators, sowie einen weiteren Senator der Verschwörung gegen Kaiser Caligula angeklagt, wobei er den Anschlag an den Kaiser verriet und so mit dem Leben davonkam.[1] Tacitus berichtet in diesem Zusammenhang, dass Cerialis unter Kaiser Nero durch besonderen Opportunismus auffiel; er stellte nach der Pisonischen Verschwörung im Jahr 65 im Senat den Antrag – Cerialis bekleidete gerade das Suffektkonsulat – es solle dem göttlichen Nero ein Tempel auf Kosten des Gemeinwesens errichtet werden. Als Cerialis nicht viel später durch Annaeus Mela, dem Bruder Senecas, selbst angezeigt wurde und sich das Leben nahm, hatte man, so Tacitus, wenig Mitleid mit ihm, da man sich erinnerte, dass er seinerzeit eine Verschwörung gegen Caligula verraten hatte.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Hanslik: Anicius II, Nr. 1. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 1, Stuttgart 1964, Sp. 354.
  • Steven H. Rutledge: Imperial inquisitions. Prosecutors and informants from Tiberius to Domitian. Routledge, London 2001, ISBN 0-415-23700-9, S. 188–189.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cassius Dio, Römische Geschichte 59,25,5; Tacitus, Annalen 16,17.
  2. Tacitus, Annalen 16,17.