Gakuen Heaven

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Gakuen Heaven (jap. 学園ヘヴン, gakuen hevun, dt. „Schulhimmel“) ist ein Medien-Franchise, das mit dem Computerspiel Gakuen Heaven: Boy’s Love Scramble! der Firma Spray von 2002 begann. Es folgten weitere Spiele, ein Manga und ein Anime. Die Werke sind in das Genre Shōnen-Ai (Boys Love) einzuordnen.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spiele und anderen Adaptionen spielen an der Bell Liberty Gakuen (kurz: BL Gakuen, wobei BL üblicherweise Boys Love bezeichnet), einer abgelegenen Jungenschule. Der jugendliche Keita Itō (伊藤 啓太), der aus einer wohlhabenden Familie stammt, wird auf die renommierte Schule versetzt. Dort wird er zunächst freundlich empfangen und lernt nach und nach seine Mitschüler kennen. Darunter der ältere Vorsitzende des Schülerrats, Tetsuya Niwa (丹羽 哲也), der Schönling Kaoru Saionji (西園寺 郁), Kazuki Endō (遠藤 和希), der von seinem Großvater die Position als Vorsitzender der Schule geerbt hat, und der coole Hideaki Nakajima (中嶋 英明), stellvertretender Schülerratsvorsitzende.

Nach und nach entwickeln sich Liebes- und Hassbeziehungen zwischen den Figuren. Zugleich geht es um ein Geheimnis, das in der Vergangenheit Keitas verborgen liegt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Computerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Spiel wurde am 2. August 2002 von SPRAY, der Boys-Love-Spielemarke von Visual Art’s in Japan für den PC veröffentlicht. Das Charakterdesign des Spiels entwarf You Higuri.

Im November 2003, Juli 2004 und Februar 2005 folgten drei Spiele für die PlayStation 2 bei den gleichen Publishern.

Light Novel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Oktober 2002 erscheint in Japan bei Biblos eine Light Novel zu Gakuen Heaven von Tamami.

Manga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab März 2004 veröffentlichte der Verlag Biblos in Japan einen Manga zu den Spielen, der von You Higuri gezeichnet wurde. Die Kapitel erschienen zunächst im Magazin Be×Boy und später in unregelmäßigen Abständen in fünf Sammelbänden.

Der Manga erschien auf Englisch beim Imprint Blu des Verlags Tokyopop. Auf Deutsch wurden vier Bände ab Juni 2006 bei Carlsen Comics veröffentlicht.

Anime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seriendaten
Originaltitel 学園ヘヴン BOY'S LOVE HYPER!
Gakuen Heaven: Boy’s Love Hyper!
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr 2006
Länge 25 Minuten
Episoden 13
Genre Shōnen-Ai
Musik Kazuya Nishioka
Erstausstrahlung 1. April 2006 - 24. Juni 2006 auf AT-X
Synchronisation

2006 produzierte das Studio Tokyo Kids unter der Regie von Yukina Hiiro eine 13-teilige Anime-Fernsehserie zu den Spielen. Das Charakterdesign entwarf Yumi Nakayama. Die Serie wurde vom 1. April 2006 bis zum 24. Juni 2006 durch AT-X in Japan ausgestrahlt.

Eine englische Fassung des Animes wird von Media Blasters vertrieben.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle japanischer Sprecher (Seiyū)
Keita Itō Jun Fukuyama
Tetsuya Niwa Katsuyuki Konishi
Kaoru Saionji Hiroshi Kamiya
Kazuki Endo Takahiro Sakurai
Hideaki Nakajima Toshiyuki Morikawa

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musik der Serie komponierte Kazuya Nishioka. Für den Vorspann verwendete man school boys von Yamato, der Abspann ist mit Panorama von Masāki Fujioka unterlegt.

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Japan erschienen fünf Hörspiele zum Franchise auf CD. Dazu kommen zwei Mini-Hörspiele.

Musical[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 25. bis 30. Juli 2008 wurde das Musical „Gakuen Heaven“ Musical – Bell Liberty Prince (「学園ヘヴン」ミュージカル 〜ベルリバティ★プリンス〜) aufgeführt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christel Scheja von Splashcomics spricht von einer wenig originellen Handlung des Mangas, diese sei von You Higuri jedoch in guten Zeichnungen und einem ausgewogenen Verhältnis von Spannung und Erotik umgesetzt worden. Der Manga beinhalte auch explizitere Szenen als die früheren Werke der Zeichnerin, dies werde jedoch nicht überstrapaziert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christel Scheja: Rezension des ersten Bandes. Splashcomics, 20. Mai 2006, abgerufen am 21. April 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]