Galaroza

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Gemeinde Galaroza
Blick von der Avenida de los Carpinteros
Blick von der Avenida de los Carpinteros
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Galaroza
Galaroza (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Huelva
Koordinaten 37° 56′ N, 6° 42′ WKoordinaten: 37° 56′ N, 6° 42′ W
Höhe: 568 msnm
Fläche: 22,27 km²
Einwohner: 1.401 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 62,91 Einw./km²
Postleitzahl: 21291
Gemeindenummer (INE): 21034 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Nächster Flughafen: Huelva
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch
Bürgermeister: Antonio Sosa Muñiz (PSOE)[2]
Website: www.galaroza.org

Galaroza ist eine spanische Gemeinde in der Provinz Huelva in Andalusien. Die Gemeinde ist bekannt für ihr Wasser und für kunsthandwerkliche Holzarbeiten.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galaroza liegt rund 60 km nördlich der Großstadt Huelva im Nationalpark Sierra de Aracena y Picos de Aroche. Die Beschaffenheit des Geländes führte dazu, dass sich Galaroza in Form eines Bogens nördlich um den Hügel Santa Brígida angeordnete.[3]

Verwaltungs-Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galaroza gehört zur Mancomunidad Ribera de Huelva. Neben dem Hauptort gehören zur Gemeinde die Weiler Las Chinas und Navehermosa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galaroza

Es wurden keine Zeugnisse prähistorischer Besiedlung gefunden.

Der Ursprung der Gemeinde ist unklar. Es kann sich um eine arabische Gründung aus der Zeit von al-Andalus handeln. Der Name könnte aus dem arabischen Al-Jaroza kommen. Der Begriff hat unterschiedliche Deutungen: Tal der Rosen, Tal des Immergrün, Tal der Braut. Eine Legende handelt davon, dass ein Berberprinz namens Ysmail im Wald verloren gegangen sei, als er eine Frau suchte, die ihn verzaubert hatte.

Bis einschließlich dem 12. Jahrhundert gehörte die Gemeinde zum arabischen Herrschaftsbereich. Im 13. Jahrhundert gehörte sie zu Portugal, bis es 1267 mit dem Vertrag von Badajoz an das Königreich Kastilien fiel. Im Mittelalter gehörte sie zum Gerichtsbezirk von Aracena. 1553 wurde sie davon unabhängig. Damals umfasste sie neben den heutigen Ortsteilen noch die Dörfer Fuenteheridos, Las Vegas, Cortegrullo und Las Cañadas.

1594 gehörte Galaroza mit seinen Dörfern zum Königreich Sevilla in der Sierra de Arroche. Es hatte 290 steuerpflichtige Bürger.[4]

Bei der Volkszählung von 1842 nannte es sich Galarosa.

Herstellung von Korbstühlen in Galaroza

Historische Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Purísima Concepción, 17. Jahrhundert.
  • Kapelle San Sebastián, 18. Jahrhundert
  • Kapelle Santa Brígida, 14. Jahrhundert
  • Fuente de doce caños (Brunnen mit zwölf Röhren), 1898

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den letzten Jahrzehnten schrumpfte die Bevölkerungszahl der Gemeinde, wie die folgende Zahlenreihe zeigt:

Bevölkerungsentwicklung[5]
Jahr 1842 1877 1887 1897 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1991 2001 2011 2017
Einwohner 1.824 2.375 2.410 2.647 2.683 2.861 2.851 2.792 2.748 2.586 2.642 2.224 1.844 1.603 1.618 1.565 1.409
Einwohner je Ortsteil (2014)[6]
Siedlung Männlich Weiblich Gesamt
Galaroza 1443 705 738
Las Chinas 18 10 8
Navahermosa 42 25 17

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Galaroza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Ministerio de Hacienda y Administraciones Públicas, Portal de entidades locales
  3. Galaroza. In: Guía digitál del patrimonio culturál de Andalucía. Junta de Andalucía, abgerufen am 8. Mai 2019 (spanisch).
  4. Libro de los Millones: Volkszählung der Provinzen und Teile des Königreichs Kastilien im 16. Jahrhundert
  5. INE: Cifras de población y Censos demográficos. (ine.es).
  6. INE: Nomenclátor: Población del Padrón Continuo por Unidad Poblacional.